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  #1
Alt 30.08.2008, 19:57
Peanuts
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Wir haben die Wahl :) (Peanuts, 30.08.2008, 19:57)


[COLOR="Blue"][B]Zum Anfang eine kleine Geschichte, die mir in den letzten Tagen irgendwo im Netz begegnet ist:[/B][/COLOR]

[B] Der Junge und der Seestern

Es war einmal ein weiser Mann, der die Angewohnheit hatte, sich ans Meer zu setzen, um dort zu schreiben. Gewöhnlich ging er zunächst den Strand entlang, bevor er mit seiner Arbeit begann. Eines Tages, als er wieder einmal am Meeresufer entlang ging, sah er in einiger Entfernung einen Menschen, der sich wie ein Tänzer zu bewegen schien.

Er lächelte bei dem Gedanken, dass dort jemand anscheinend den Tag betanzte und beschleunigte seine Schritte. Als er näher kam, entdeckte er, dass es ein Junge war, der gar nicht tanzte, sondern sich bückte, um etwas aufzuheben, um es dann sanft in das Meer zu werfen.

"Was machst du da?" fragte der weise Mann.
Der Junge hielt inne, sah auf und antwortete: "Ich werfe Seesterne ins Meer."

"Warum tust du das?"

"Die Sonne steht hoch und die Ebbe setzt ein. Wenn ich diese Seesterne nicht ins Meer
werfe, werden sie alle sterben", sagte der Junge.

"Aber junger Mann, merkst du denn nicht, dass es hier am Strand Kilometerweise Seesterne gibt. Du wirst vermutlich keinen Unterschied machen mit deiner Aktion."

Der Junge hörte höflich zu, beugte sich dann wieder hinunter, nahm einen weiteren Seestern auf und warf ihn in das Meer hinter die Wellen, die sich vorne brachen. "Für diesen einen hat es einen Unterschied gemacht."

Seine Antwort überraschte den Mann, er war empört und wusste nicht, was er antworten sollte, so drehte er sich um und ging zu seinem Platz, um mit dem Schreiben anzufangen.

Den ganzen Tag während er schrieb, drängte sich ihm immer wieder das Bild des Jungen auf. Er versuchte, es zu ignorieren, doch es blieb bestehen. Am späten Nachmittag wurde es ihm endlich klar, dass er, der Wissenschaftler, er der Poet, das Wesentliche in der Handlung des Jungen nicht wahrgenommen hatte: Das, was der junge Mann tat, war eine Wahl. Die Wahl, nicht ein Beobachter im Universum zu sein und zu schauen, was geschieht, sondern die Wahl zu treffen, selbst jemand zu sein, der das Geschehen des Universums mitbestimmt und einen Unterschied macht. Er war beschämt, denn er erkannte, dass ihm der Junge so viel voraus hatte.

An dem Abend dieses Tages ging der Mann bekümmert zu Bett. Als der nächste
Morgen kam, wachte er auf und wusste, dass er etwas zu tun habe. So stand er auf, zog
sich an und ging zum Strand. Dort fand er den Jungen und verbrachte den Rest des
Morgens damit, Seesterne in das Meer zu werfen.

Seht und erkennt, dass die Aktionen dieses Jungen etwas repräsentieren, das in jedem von uns in ganz besonderer Weise ist. Wir alle haben die Möglichkeit, einen Unterschied zu machen. Und wenn wir es können, werden wir uns wie dieser junge Mann des Geschenkes bewusst, welches wir durch die Kraft unserer Vision erhalten. Der Vision, dass wir die Macht haben, unsere Zukunft durch unsere Taten und Gedanken zu verändern.

[SIZE="4"]WIR HABEN DIE MACHT, DIE ZUKUNFT ZU VERÄNDERN.[/SIZE][/B]
[B][COLOR="Blue"]
Die meisten von euch wissen, dass mein Leben seit einigen Jahren dem Tierschutz verschrieben ist und einigen von euch sind auch meine anfangs recht hochtrabenden Pläne von einer dauerhaften Zukunft mit eigenem VW-Bus in Sachen Auslandstierschutz bekannt.
Pläne, die ich seit April 2007 mit mir herumtrage und die bisher alle zunächst mal wesentlich erschwert wurden durch den "chronischen Geldmangel" in meinem Leben.
Parallel dazu hatte ich im vergangenen Jahr auch mal vor, einen Verein zu gründen, was letztlich daran scheiterte, dass ich in meinem Leben immer eher ein Einzelkämpfer gewesen bin und es unter allen Umständen vermeiden wollte, unter den sieben notwendigen Gründungsmitgliedern Menschen zu haben, deren oberstes Anliegen es ist, sich zuerst selbst die Taschen zu füllen oder meine Energie vor irgendeinen Karren zu spannen, der nicht meiner, sondern deren Karren ist. Auf jeden Fall wollte ich diese Vereinsgründung nicht überstürzen und sorgfältig überlegen, so dass ich sie streckenweise aus den Augen verlor.
Vor zwei Wochen nun besuchte ich nach langer Zeit mal wieder eine Bekannte hier in der Nähe, die vor knapp drei Jahren einen von Leslies Welpen von uns bekommen hat:[/COLOR][/B]
[URL=http://imageshack.us][/URL]
[URL=http://g.imageshack.us/img204/kopie2vonp3221302wd7.jpg/1/][/URL][URL=http://imageshack.us][/URL]
[URL=http://g.imageshack.us/img204/kopievonp3021067sz0.jpg/1/][/URL]
[COLOR="Blue"][B]
Und sie erzählte mir von 11 Tierschutzpferden, die noch auf dem Gelände der ehemaligen Gründerin des Wiehler Tierheims als Gnadenbrotpferde leben, weil der neue (seit 2 -einhalb Jahren) 1. Vorsitzende des Tierschutzereins es ablehnt, diese Tiere, so wie die zirka 30 Freigängerkatzen auf dem Gehöft der ehemaligen Vorsitzenden, weiterhin als Eigentum des Tierschutzvereins zu beanspruchen, weil er dann auch die Pflicht hätte, diese komplett mit Futter, Hufschmied und tierärtzlicher Betreuung zu versorgen und das will und kann er finanziell wohl nicht.
Die ehemalige Leiterin des Tierschutzvereins und derzeitige Halterin dieser Gnadenbrotpferde aber ist finanziell dergestalt am Ende, dass sie schon mehrmals drauf und dran war, zumindest die ältesten dieser Tiere zum Schlachter zu bringen.
Eine unserer gemeinsamen Bekannten ist Diplom Pferdewirtin und diese beiden Frauen hatten beschlossen, den Pferden nach besten Kräften zu helfen. Um nun aber in den Genuss von Kostenübernahme zumindest der tierärztlichen- und der Hufschmiede-Leistungen zu kommen, so sagte sie mir, würden sie einen Verein gründen müssen. Nun suchten sie an einem Namen .... und mir schoss heraus: "Vier Pfoten in Not" oder "Vier Pfoten ohne Grenzen", aaaber es ging ja zunächst mal auch um die elf Pferde, also dauerte es nicht lange, und der Name "Hufe und Pfoten in Not" stand im Raum.
Ein Gründungsmitglied fehlte ihnen noch in ihrer Planung, denn sie wollten nicht, dass die ehemalige Vorsitzende des Tierschutzvereins irgendwie - und sei es auch nur namentlich - mit drinhängt, denn deren Name ist vor zwei, drei Jahren hier so gründlich von der neuen Vereinsleitung und mit Hilfe der hiesigen Presse durch den Dreck gezogen worden, dass selbst langjährige und großzügige Spender sich zurückgezogen haben und seither sehr vorsichtig sind, wenn dieser Name fällt.
Der hoffnungsvolle Blick meiner Bekannten fiel auf mich; "sag mal, willst du nicht ...?"
Ich sagte: "Solange du mir nicht die Rolle des Kassenwartes oder des Kassenprüfers aufs Auge drücken willst, soll es mir Recht sein. Am besten machst du mich zum Schriftführer, das wäre was, das ich kann."
Der Zufall wollte es, dass exakt das Amt des Schriftführers noch zu besetzen war - und so kam ich dazu, - wie die Jungfrau zum Kinde.
Wir entwarfen unsere Satzung, wir verfassten im Anschluss an eine Zusammenkunft aller Vorstandsmitglieder das Gründungsprotokoll und danach auch gleich noch das Antragsformular zur Aufnahme neuer Mitglieder. (Siehe Anhang)
Und in den Tagen dazwischen hatte ich reichlich Gelegenheit und Zeit, mich zu fragen, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe, wo mir doch eigentlich nur das Schicksal "meiner" UNgarnhunde am Herzen liegt und ich vor Pferden eigentlich sogar etwas Angst habe, weil ich deren Mimik nicht recht deuten kann, wohingegen Hunde und Katzen mir in ihrer auch nicht zu verachtenden Wehrhaftigkeit garnicht groß genug sein können.
Heute habe ich die beiden Frauen (Monika, die den Welpen Faro von uns hat und Martina, die Diplom-Pferdewirtin, die nebenbei auch eine Herdenschutzhündin -> Akbash -> Zoelina aus dem Tierheim hat; ihr werdet sicher in Zukunft noch mehr von den beiden lesen) wiedergesehen und ein erneutes Zusammentreffen der Gründungsmitglieder am kommenden Mittwoch vereinbart. Dabei habe ich nochmal deutlich gemacht, dass für mich dieser Verein nur Sinn macht, wenn auch meine Ungarnhunde darin eingebunden sind und mir wurden daraufhin Zugeständnisse gemacht, die am Mittwoch zur Sprache kommen werden.
Das (finanziell gut abgesicherte) Ehepaar, das in den kommenden Monaten die 12 Pferde übernehmen will, hat unter anderem auch an die 30 Hunde und Katzen aus dem Tierschutz und kann eventuell für Evas Ungarnreise im September auch eine Unterstützung in Form von Geld und einem oder zwei vorübergehenden Pflegeplätzen bieten.
Was das alles mit der Seesterngeschichte zu tun hat? Ich denke, das liegt auf der Hand.
Manchmal, wenn alles so zäh und mühsam vorangeht, wenn man so viel mehr tun könnte, hätte man nur mehr Geld, mehr Kraft, mehr Mitstreiter, manchmal, wenn es mir so leid tut, dass wir gezwungen sind, Tierschutz mit Scheuklappen zu betreiben, rufe ich mir in Zukunft diese Geschichte in Erinnerung.
Wenn es auch insgesamt nur wie ein Tropfen auf dem heißen Stein zu sein scheint, für jeden einzelnen Hund, den ich dank eurer Hilfe hier aus dem Forum und dank unserer bescheidenen Mittel und Kräfte hier in Deutschland zu einem schönen Platz verhelfen kann/konnte, hat es einen Unterschied gemacht und dafür danke ich euch.[/B][/COLOR]
Angehängte Dateien
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Geändert von Peanuts (30.08.2008 um 22:52 Uhr)
 
  #2
Alt 31.08.2008, 09:37
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
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Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Es ist großartig, was ihr da auf die Beine gestellt habt.
Ich drücke euch ganz fest die Daumen und wünsche euch, dass ihr ganz viele Tiere retten, betreuen und vermitteln könnt.
Natürlich auch ganz viele "Montagshunde".
Für ODIN hat es einen Unterschied gemacht!
Dafür sind wir dir sehr dankbar.
Unser Großer ist ein wunderbarer Freund.
Arwen ist offline  
  #3
Alt 31.08.2008, 10:35
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
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[SIZE="3"][COLOR="RoyalBlue"]In der Tat. Das ist auch großartig.
Großartig und großherzig dazu. Wieviele Tiere würden nicht mehr leben, oder fristeten bis an ihr bitteres Ende ein trauriges Schattenleben, wenn es nicht solch engagierte Tierschützer gäbe?

Jedes Tier hat nur ein Leben. Deshalb ist jedes gerettete Leben etwas Besonderes, ein Erfolg und ein Sieg.[/COLOR][/SIZE]
 
  #4
Alt 31.08.2008, 16:11
Peanuts
Gast
 
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Ja, und es spielt keine Rolle für die Tiere, ob wir sie nun auf dem Rückweg ins "große weite Meer" - sprich in die Hände der einzelnen Tierheime und Tierschutzorganisaionen geben, ob wir, so wie der Kilometerfresser, einen Scheidungshund adoptieren und in unser Leben aufnehmen, oder ob wir das eine oder andere Tier mit zu uns nach Hause nehmen, um es Menschen anzuvertrauen und für lange Zeit seinen Lebensweg mitverfolgen zu können - ob die einzelnen Tiere ein langes oder ein kurzes Leben vor sich haben, - es macht für jedes dieser Tiere einen Unterschied.
Als wir im Februar in Baja waren, fanden wir dort eine sehr schöne Schäferhündin, bis zum Skelett abgemagert.

[URL=http://imageshack.us][/URL]
[URL=http://g.imageshack.us/img258/kopievonpic0189mr4.jpg/1/][/URL]

Die Frau in der Abdeckerei machte uns auf sie aufmerksam und verdeutlichte uns mit Händen und Mimik, dass die Hündin dem Tod nahe ist, weil sie nichts frisst.
Schäferhunde mit nach Deutschland zu nehmen, das hab ich schonmal irgendwo geschrieben, ist so ähnlich wie Eulen nach Athen tragen. Es gibt so viele Hunde dieser Rasse in den den Tierheimen, dass niemand sie aufnehmen will, denn die Schäferhundfans in diesem Land sind zu einem hohen Prozentsatz so genannte Hundesportler und die holen natürlich ihren Welpen vorzugsweise nur beim Züchter und nur mit allerbester Abstammung.
Wir haben aber in der Nähe von Wien eine Lehrerin namens Eva, die wir immer in solchen Fällen anrufen können.Sie ist ein Fan dieser Rasse und hat uns schon etliche Male einen Schäferhund abnehmen können.
Die Hündin war klapperdürr, nur mehr Haut und Knochen und sie liess schicksalsergeben alles mit sich geschehen.
Sie wurde gechippt, aber sie in ihre Krankheit hinein zu impfen, wäre ihr Todesurteil gewesen.
Wir übergaben das kranke Tier um Mitternacht an Eva D., die es, leicht wie eine Feder, einfach auf dem Arm aus der Box hob und in ihr Auto trug.
Die Hündin hatte ein schweres Problem mit der Bauchspeicheldrüse und Eva hat in die Behandlung einige tausend Euro gesteckt, aber die Hündin hat es leider trotzdem nicht geschafft.
Haben mich sonst solche traurigen Schicksale immer aus der Bahn geworfen, so weiß ich heute: Auch für diese Hündin hat es einen Unterschied gemacht, denn sie starb nicht völlig allein in Bajas Abdeckerei an Gift, sondern in den Armen eines Menschen, der sein Bestes gegeben hat, um ihr zu helfen.

Geändert von Peanuts (31.08.2008 um 16:14 Uhr)
 
  #5
Alt 31.08.2008, 22:04
 
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Beiträge: 1.672
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Zitat von Peanuts

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Haben mich sonst solche traurigen Schicksale immer aus der Bahn geworfen, so weiß ich heute: Auch für diese Hündin hat es einen Unterschied gemacht, denn sie starb nicht völlig allein in Bajas Abdeckerei an Gift, sondern in den Armen eines Menschen, der sein Bestes gegeben hat, um ihr zu helfen.
Es macht einen Unterschied....für jedes einzelne Tier.
Bei dem Gedanken daran, dass diese armen Hunde gequält, halb verhungert und krank total einsam, von allem und jedem verlassen an Gift sterben, kommen mir die Tränen.

Ich wünsche mir ganz doll, dass viele Tiere gerettet werden und ein liebevolles Zuhause finden. Auch wenn vielleicht auch mal ein Hund nur zum Sterben zu Tierfreunden kommt. Oder kranke Tiere nur noch wenige Monate ihr neues Zuhause genießen dürfen, so haben sie doch liebevolle Menschen kennen gelernt und hatten für eine kurze Zeit ein schönes Leben.
Für jedes einzelne Tier lohnt es sich zu kämpfen, denn...
es macht einen Unterschied!
Arwen ist offline  
  #6
Alt 01.09.2008, 00:15
 
Benutzerbild von kilometerfresser
 
Registriert seit: 03.07.2007
Ort: Elmshorn
Beiträge: 7.054
kilometerfresser ist ein sehr geschätzer Menschkilometerfresser ist ein sehr geschätzer Menschkilometerfresser ist ein sehr geschätzer Mensch
Mensch ich mag das gar nicht lesen. Das tut mir so unendlich leid.Die armen Hunde. Ich kann mein Mitgefühl gar nicht beschreiben.
kilometerfresser ist offline  
  #7
Alt 01.09.2008, 08:26
 
Benutzerbild von mecss
 
Registriert seit: 26.11.2007
Ort: Hamburg/Hamm-Nord
Beiträge: 4.422
mecss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Mir ist gerade der Appetit vergangen und der alte Hass auf die Menschen zurück gekommen...

i.d.S. mecss
mecss ist offline  
  #8
Alt 01.09.2008, 09:50
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
Beiträge: n/a
Peanuts, mir geht es da so wie Kilo und mecss!
Ich mochte mir das Foto auch gar nicht so richtig angucken.
Aber daran sieht man mal, WIE ungemein wichtig diese Tierschutzarbeit ist.

Und ich sage ganz offen: Ich würde ebenfalls gerne nach Ungarn fahren und den Tieren helfen, ganz so, wie ihr es tut. Aber mich würde das Elend da fertig machen. Und das liegt nicht daran, dass ich so ein toller Mensch bin, sondern meine Stärken liegen einfach woanders.
Und um das durchzustehen, muss man ungeheuer stark sein - ich weiß ja ganz genau, dass es euch ebenfalls ungeheuer belastet und nun bei Gott alles andere als einfach ist!
Deshalb bewundere ich eure Arbeit um so mehr!
Ich habe für den Tierschutz im Laufe meines Lebens sicherlich auch schon eine Menge getan und vielen Tieren geholfen - aber allein diese Bilder gehen mir total an die Nieren.
Die arme Schäferhündin! Aber ihr wurde noch gezeigt, dass Menschen anders sein können - nicht nur quälen, sondern Gutes tun - Wärme und Menschlichkeit in sich haben und diese auch weitergeben.

Und von daher hat selbst diese Geschichte auf eine Art ihr gutes Ende. Ich weiß, ich wiederhole mich jetzt, weil ich ganz genau dasselbe schon mal über Gina geschrieben habe.
Aber man muss es einfach so sehen.
Diese Tiere wurden letztendlich gerettet, auch, wenn sie nicht überlebten oder nicht vermittelt werden konnten.
 
  #9
Alt 03.09.2008, 19:14
Ky!

technischer Support
 
Benutzerbild von Ky!
 
Registriert seit: 28.12.2002
Ort: Elmshorn bei Hamburg
Beiträge: 6.533
Ky! wird schon bald berühmt werden
Heute war die Sitzung, oder?

Was ist bezüglich Deines Hundeprojektes rausgekommen?
Ky! ist offline  
  #10
Alt 03.09.2008, 23:13
Peanuts
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Benutzerbild von Peanuts
 
Beiträge: n/a
Bezüglich meines Hundeprojektes haben wir noch garnichts unternommen, weil es ja zunächst mal um die 11 Pferde geht, die vorläufig noch auf dem Hof der ehemaligen Vorsitzenden der Koppelweide stehen. Deren Ruf ist aber hier in der Umgebung so gründlich ruiniert, dass wir uns alle einig sind, dass sie namentlich und überhaupt am besten garnicht in Erscheinung tritt.
Sie ist einerseits Tierschützerin mit Leib und Seele, sonst hätte sie nicht zwei Jahre lang diese Pferde versorgt. Andererseits ist sie aber geschäftstüchtig (um den BVegriff raffgierig mal zu umschreiben) und nachdem sie nun denkt, dass bald Spendengelder auf unser Vereinskonbto kommen (als wenn das so einfach wäre!!) möchte sie plötzlich Pacht für Weide und Stallunterbringung dieser 11 Pferde.
Vorläufig haben wir aber nichts weiter in der Hand, als die Zusage, dass die Rechnung des dringend notwendigen Hufschmiedes von einem Spender übernommen wird, wobei die Behandlung des Schmiedes und somit diese Rechnung noch aussteht. Und die Zusage eines Vereines, dass monatlich 500 € zum Unterhalt der Pferde überwiesen werden, sobald die Vereinsgründung von Seiten des zuständigen Amtsgerichtes bestätigt wird, was ca. 2 Monate dauern kann.
Nun sind wir heute also nicht weiter gekommen, als bis zu der Erkenntnis, dass wir erst mal schriftlich haben müssen, dass die derzeitige Halterin der Pferde so lange auf Pacht für Weide und Stallungen verzichtet, wie wir noch keine entsprechenden Guthaben auf dem Vereinskonto vorweisen können.
Deshalb ist es momentan auch noch nicht möglich, dass unser Verein sich die Tiere übereignen lässt, denn keiner von uns hat die Möglichkeit, schnell zu reagieren, wenn es der ehemaligen Vorsitzenden plötzlich einfällt, uns die Pistole auf die Brust zu setzen und uns nötigen will, dass wir entweder Pacht bezahlen oder diese 11 Tiere anderweitig unterbringen müssen.
Unsere 1. Vorsitzende hätte zwar eine entsprechend große Weide, darf dort aber keinen Stall bauen, weil es Landschaftsschutzgebiet ist.
Eines der anderen Mitglieder, - dort wo wir heute die Versammlung hatten - hätten Weide genug, sind aber jetzt vor dem Winter aus gesundheitlichen Gründen nicht imstande einen Stall aus dem Hut zu zaubern.
Als e.V. können wir zwar beim Arbeitsamt melden, dass wir 1-Euro-Jobber einstellen können, sowie wir auch beim Amtsgericht zur Kenntnis geben können, dass bei uns Sozialstunden (in Form von Pferdepflege und misten) gemacht werden können. Das werden wir auch tun, sobald der Verein abgesegnet ist.
Ansonsten kennen sich nun alle Vereinsgründer untereinander und sind sich - soweit man das auf den ersten Eindruck sagen kann - sympathisch.
Die Leute, bei denen wir heute waren, haben auch noch viel Platz und guten Willen, bei Bedarf Pflegetiere aufzunehmen, so dass ein Teil meiner Sorgen um die Ungarnhunde schon mal wegfallen, wenn wir auch heute noch nicht im Detail drüber gesprochen haben.
Am Samstag geht es weiter und sobald handfeste Neuigkeiten dabei herauskommen, gebe ich die hier bekannt.
Fürs Erste sind wir uns heute darüber einig geworden, dass wir nicht am Hoffest der derzeitigen Pferdehalterin teilnehmen wollen. Ursprünglich hatte die nämlich vorgeschlagen, dass wir dabei doch unseren neuen Verein präsentieren könnten u.s.w, aber keiner von uns legt Wert darauf, dass unser Verein mit dem ruinierten Namen der Frau in Verbindung gebracht wird. Es kann uns mehr schaden, als nützen.
So schonend wie möglich habenwir ihr das, als wir auf dem Heimweg an ihrem Hof vorbei kamen, auch gleich mitgeteilt.

Geändert von Peanuts (03.09.2008 um 23:15 Uhr)
 
 

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