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Nominated 3 Times in 3 Posts T-d-M gewonnen:![]() ![]() | Epilepsie beim Hund in Ungarn Odin, unser Owtscharka kommt aus Ungarn, aus der Tötungsstation in Baja. Er ist jetzt ca. 2 Jahre alt und hat seit Februar 2008 Epilepsie.Über sein Leben in Ungarn ist nichts bekannt. Zitat:
Epilepsie weiter. Grundsätzlich würde mich natürlich interessieren, ob in Ungarn Epilepsie beim Hund bekannt ist und wie damit umgegangen wird.
__________________ Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes. Alexander v. Humbold | |||||||||||||||
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Nominated 4 Times in 1 Post T-d-M gewonnen:![]() | Das will ich gerne versuchen, Arwen. Der einzige Ansprechpartner in Baja ist für uns der Tierarzt Dr. Péter Sulyok, der dort in der Tötungsanlage ehrenamtlich - also nur zum Materialpreis - für uns und Wolfgang Stephanow die ganzen Hunde chipt und impft. Er spricht fließend deutsch, was für uns eine große Hilfe ist. Als ich im Februar zum letzten Mal dort war, war Péter Sulyok verhindert. Er hatte mit Eva vorher telefonisch besprochen, wie viele Hunde dort auf uns warten und er hatte dem Hundefänger das entsprechende Impfserum und die Mikrochips da gelassen. Niemand da, mitdem wir hätten reden können, keiner spricht dort englisch oder eine (andere romanische) Sprache, mit der wir uns hätten helfen können. Aber die Frau, die dort wohnt und die Hunde versorgt, wußte Rat: Sie telefonierte ein älteres Ehepaar herbei, die mal in Deutschland gelebt haben, - sogar hier in der Nähe, sie kannten unser Autokennzeichen. Wir konnten sehen, dass sie, obwohl sie versuchten, es nicht merken zu lassen, ziemlich erschüttert vom Ablauf unserer Aktion waren, aber trotzdem war ihre Anwesenheit als Dolmetscher eine große Hilfe. Ich glaube, die Einzige, die sich an Odin erinnern wird, ist die Frau, die dort wohnt. Ich habe ihr vorher mal einige Fotos von ihm gezeigt (und geschenkt), wo er in Bielenberg am Strand mit anderen Hunden spielt und richtig happy aussieht und sie erinnerte sich an ihn. Hat sie jedenfalls gesagt. Sie hat selber auch zwei Owtscharki auf dem Grundstück, einen hinterm Haus, den sieht man nur, wenn man bei ihr zur Toilette (bzw. ins Haus) geht, - und den anderen vor dem Haus, aber nicht freilaufend, sondern hinterm Zaun. Es sind liebe Hunde, aber sehr verwahrlost, ungepflegt, wie das in Ungarn eben bei Wachhunden so ist. Trotzdem liebt die Frau diese Hunde und ist stolz auf sie, das merkt man. Wenn die Begleitumstände günstig sind, - also Péter Sulyok als Dolmetscher da ist, und Zeit genug dafür ist, dann versuche ich, über Odins Herkunft oder über bekannte Epilepsie in den Zuchtlinien was rauszufinden.Im Grunde sind Unterhaltungen immer sehr schwierig, weil es 1. sehr hektisch und frustrierend zugeht und weil 2. auch oft einfache Fragen missverstanden werden. Péter ist einerseits selbst oft sehr am Ende seiner Nervenkräfte, - ich hab glaube ich, mal geschrieben, dass es ihn als Vegetarier und Tierschützer sehr belastet, dass sein Hauptverdienst darin besteht, die Schweinemastbetriebe in seiner Region zu betreuen. Auf der anderen Seite ist er aber auch als Ungare nationalbewusst und ein bisschen empfindlich gegenüber den Tierschützern aus dem Ausland, die die Verhältnisse in seinem Land kritisieren und anprangern wollen. Da muss man recht vorsichtig sein, wir wollen ihn ja nicht verärgern. Aber ich schau mal, was sich machen lässt.
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Nominated 3 Times in 3 Posts T-d-M gewonnen:![]() ![]() | Du sollst auf gar keinen Fall jemanden verärgern. Ich wollte auch niemanden an den Pranger stellen oder gar zur Verantwortung ziehen. Wir leben nicht in Ungarn und ich finde eure Tierschutzaktionen viel zu wichtig, als dass man da irgend ein falsches Wort sagt. Ich wollte halt nur etwas über Odins Vergangenheit, seine Verletzungen und die Epilepsie wissen.Aber vielleicht hat der Dr. Péter Sulyok auch Interesse an Odins Krankengeschichte, ich meine so als Tierarzt. Eventuell erzählt er ja dann etwas. Ich kann verstehen, dass die Frau stolz ist auf ihre zwei Owtscharki. Kaukasen sind wirklich tolle Hunde. Bekommen diese Hunde auch Welpen?
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Nominated 4 Times in 1 Post T-d-M gewonnen:![]() | @Arwen: Mir ist klar, dass du niemanden verärgern willst. ![]() Ich wollte damit nur deutlich machen, dass man alles dort mit etwas mehr Vorsicht handhaben muss, als man sich das vorstellt, denn wenn wir an diesen Samstagen dort in der Tötung erscheinen, werden wir zwar freundlich begrüßt, aber es geht dort sehr laut und hektisch zu. Alles muss schnell gehen, der Hundefänger und Péter Sulyok treffen kurz nach uns ein und dann arbeitet eigentlich jeder für sich und alle Hand in Hand, und zwar schnell. Eva und ich verschaffen uns sofort einen schnellen Überblick über die Insassen, wobei jeder liebend gerne länger und intensiver bei den einzelnen Boxen bleiben möchte, als es möglich ist und ich von den Hunden in Eile die ersten Fotos und Movies mache. Entsprechend der Größe der Hunde "sortieren" wir im Kopf schon mal vor, wie viele Boxen und welche Größen wir brauchen werden. In der Zeit sind meistens der Hundefänger und der Tierarzt eingetroffen und wollen von Eva wissen, ob alle Hunde mitkönnen, um mit ihrer Arbeit beginnen zu können. Ich baue mit dem 2. Fahrer die Plastikboxen zusammen und lege in jede Box eine Matte. Das sind meist um die 20 Boxen, deren Ober- und Unterschalen wir mit Kabelbinder festzurren müssen und man muss sich 1. beeilen und 2. konzentrieren, damit wir die Türen nicht falsch herum einsetzen usw. Derweil steht Eva am Tisch, wo die Hunde gechipt und geimpft werden und konzentriert sich darauf, dass jeder Hund in ihrer Liste mit der Beschreibung, dem Namen und der Mikrochipnummer registriert wird und nichts durcheinandergerät. Das ist das wichtigste von allem, denn wenn wir in der darauffolgenden Nacht im Dunkeln und übermüdet die Tiere in die entsprechenden Tierheime abliefern, muss alles stimmen. Man gerät schnell in Panik und dann fallen auch schon mal ungeduldige, böse Worte, wenn ein Impfpass in der falschen Tüte ist und man jedes Mal alle Tüten durchsuchen muss, um den Impfpass zu finden, oder wenn man feststellt, dass der Impfpass für den schwarzen Cockermix, der in Straubing rauskommt, mit dem Imfpass für den schwarzen Cockermix für Passau rausgegeben wurde.. Die Tierheimleitungen sind nicht überall nett und geduldig, vor allem, wenn sich herausstellt, dass mit den Hunden und den Impfpässen irgendwas nicht übereinstimmt und sie dann hinterhertelefonieren und Impfpässe durch die Gegend schicken müssen. In Baja sich zu unterhalten, ist also sowieso nicht immer einfach, weil alles schnell gehen muss und hektisch zugeht. Man kann nicht mal eben ein Viertelstündchen stehen und reden, ohne dabei von mindestens drei Leuten unterbrochen zu werden. Allen voran Eva, deren Hauptanliegen eben ihre korrekte Liste ist und die gerne mal zwischendurch fragt:"Brigitta! Wie heißt dieser Hund hier?" Und ich so aus der Hüfte raus versuche, einen Namen abseits von "Blacky", "Charly", "Sarah" oder "Lissy" zu finden, der zum Hund passt. (Wir müssen ihnen ja an Ort und Stelle Namen geben für die Impfpässe, die später in der Praxis von Péter Sulyok ausgestellt werden) Nun ja... in der Praxis später, während Péters Frau Gisela die Impfpässe ausstellt und ich die Liste entsprechend vervollständige und die Impfpässe schon mal in die entsprechenden Tüten packe, damit später beim ausladen alles seine Richtigkeit hat, hat man eigentlich genug Zeit, um mal das eine oder andere Thema zu besprechen und ich werde mein Bestes tun, um das Thema schon in der Abdeckerei anzuschneiden, denn meistens ist es der Hundefänger, der zu den entsprechenden Hunden ein paar Einzelheiten sagen kann. Er holt sie ja schließlich ab und unterhält sich ggf. auch mit dem Besitzer über den Hund. Diese Hunde und dazugehörigen Dokumente bleiben ja (normalerweise) später im Tierheim Székesféhervár wegen der Quarantäne und Gyöngyi, die TH-Leiterin ist zwar sehr nett, kann aber auch ungeduldig werden, wenn die Dokumente nicht übereinstimmen. Denn andererseits haben wir es noch nie erlebt, dass sie ihrerseits etwas durcheinandergebracht hätte, wenn es darum geht, unsere Transportboxen mit den dazugehörigen Hunden neu zu besetzen. Ach, übrigens,...ich hätte es fast vergessen: Nein, die Frau aus der Abdeckerei in Baja züchtet mit ihren Owtscharki nicht, es sind beides Rüden. Ich habe die Fotos von ihnen hier mit angehängt. Bild 13 und Bild 19. @Undine: Nein, sie haben Odin ja nicht kennen gelernt, da sie im Februar 08 als Dolmetscher eingesprungen sind und Odin im April 07 dort war. Erschüttert waren sie über die vielen, verwahrlosten Hunde, die dort der Reihe nach wie am Fließband (mit der Drahtschlinge) aus den Käfigen geholt, geimpft, gechipt und in die Boxen verpackt wurden. Ich habe ein movie, das ich hier leider nicht anhängen kann, auf dem die Quälerei und der Stress zu sehen ist, die so ein verängstigter Hund erdulden muss, ehe er in unsere Transportbox hinein verstaut wird und ich habe viele, viele Fotos, auf denen die lieben, verzagten und - je nach Erfahrung des Hundes - trotzdem vertrauensvollen oder aber restlos misstrauischen, schicksalsergebenen Blicke zu sehen sind, die diese Hunde uns zuwerfen, - es ist einfach erschütternd für jemanden, der das noch nie gesehen hat. Ich hab mal querbeet einige der Hundegesichter angehängt. Selbst für uns ist das jedes Mal ein Wechselbad der Gefühle, weil uns ja auch jedes dieser Lebewesen anspricht, weil wir, auch wenn wir sie dort dem Tod von der Schüppe stehlen, sie am selben Tag wieder aus den Augen verlieren und von einigen danach nie wieder etwas hören. Oder, wenn wir etwas von ihnen hören, dann unter Umständen nichts Gutes. Von der blonden Labradorhündin, die mit ihrem 5-6 Monate alten Welpen in Baja in der Box war, z.B. Wir haben sie in dem noblen, ganz neuen Tierheim in Feucht bei Nürnberg abgegeben und ich hab sie dort selbst noch in die Quarantäne gebracht. Danach stellte sich heraus, dass die Hündin schon wieder tragend war, - wenn auch vermutlich nicht von ihrem eigenen Welpen, der mit 6 Monaten sicher noch nicht geschlechtsreif war. Es hätte nicht viel gefehlt, dass wir die Hündin dort wieder hätten abholen müssen, und in solchen Momenten fragt man sich: "Warum hast du das Tier nicht gleich mit nach Hause genommen?" und "Was ist denn das für eine Art Tierschutz, wenn die Hündin wieder erggeholt werden muss, weil sie tragend ist?", obwohl die Antwort klar ist: Dort sind ja schon so viele!
__________________ Keine Tierversuche - nehmt Kinderschänder! Peanuts Geändert von Peanuts (09.08.2008 um 11:55 Uhr). | ||||||||||||||
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Nominated 3 Times in 3 Posts T-d-M gewonnen:![]() ![]() | @Peanuts: Ich kann, nachdem ich mir die Fotos von den armen Hunden angesehen habe, nur erahnen welches Wechselbad der Gefühle ihr da ertragen müsst. Nur beim betrachten dieser Hundegesichter kommen mir die Tränen. Wie bringen es Menschen nur fertig diesen Geschöpfen so viel Leid anzutun. Es ist mir schon klar, dass die Menschen in Ungarn, Spanien, Griechenland usw. nicht unbedingt die finanziellen Möglichkeiten haben ihre Tiere mit teuren Apparaten untersuchen zu lassen. Ich weiß auch, dass es in einigen Ländern nicht üblich ist, Tiere kastrieren zu lassen. Trotzdem bin ich immer wieder schockiert, wenn ich solche Bilder sehe. Wenn man doch nur mehr Geld hätte, dann könnte man vielen dieser armen Hunde ein neues Zuhause geben und sie ärztlich versorgen lassen. Eins ist mir aber total klar geworden seit ich Odin habe. Ich werde nie wieder einen Hund vom Züchter kaufen! Wenn in "100 Jahren" meine Hunde über die Regenbogenbrücke gegangen sind, dann nehme ich wieder ein, zwei Hunde aus dem Tierschutz bei mir auf. Für eure Fahrt am 22. August drücke ich euch ganz fest die Daumen. Hoffentlich müsst ihr kein Tier zurücklassen. Was die zwei Owtscharka - Rüden der Frau betrifft. Es sind schöne Tiere, aber viel schwerer als Odin scheinen die auch nicht zu sein. Auch wenn es nicht nötig ist, ich kämme jeden Abend unseren Großen. Manchmal auch nur alibimäßig. Odin genießt die Fellpflege. Die Yorkis mögen Bürsten nicht so sehr, für sie ist das anschließende Kuscheln viiiieeel schöner.
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Nominated 4 Times in 1 Post T-d-M gewonnen:![]() | Nein, einen Hund beim Züchter zu kaufen, das wird es bei mir auch nie wieder geben. Es gibt dort so viele schöne Hunde, - auch Rassehunde. Wenn ich überlege, wie viele Deutsche Schäferhunde mir dort schon über den Weg gelaufen sind, die wir kaum mitnehmen können, weil die hier in den Tierheimen niemand haben will! Oder alleine auf den angehängten Bildern sind zwei unterschiedliche Kuvaszi zu sehen: In den oberen Reihe 3 Bilder von dem 8 Monate alten scheuen Welpen, den wir auch Odin genannt haben und der im Raum Straubing vermittelt wurde. Das zweite Bild in der vierten Reihe zeigt (bei einem anderen Transport) einen jungen Kuvaszrüden, den Patricia Schlegel im Raum Frankfurt vermittelt hat. Und die beiden scheuen schwarzen Höllenteufelchen auf Bild Nr. 9 sind zwei reinrassige Mudiwelpen, ich glaube, mich erinnern zu können, dass die übers Tierheim Egelsbach vermittelt wurden. Ich persönlich würde dort Ausschau nach einem Owtscharka halten, aber vermutlich, würde mich einer der vielen schönen großen Husky-Bobtailmixe mit zweierlei Augen genauso auf die Knie gehen lassen, mein Idealbild ist längst nicht mehr an eine Rasse gebunden, der Hund muss nur groß und wuschelig sein.Und selbst dieses Idealbild ließe sich von zwei so süßen kleinen Dackelmixen wie Harald und Conny auf Bild Nr. 12 leicht ins wanken bringen. Nichts ist mehr sicher, seit ich die Ungarnhunde kenne. ![]() Ach ja, die beiden Owtscharkarüden der Frau, die die Tötungstiere versorgt, sind auch sehr schlank. Es gibt dort einfach nicht so ein üppiges Nahrungsangebot für alle Tiere, und Trockenfutter kennen die dort alle nicht. In den Trögen der Hunde liegen alle möglichen Fleischprodukte, von Rohfleischabfällen bis hin zu Fleischwurst und Salami. Ich habe in einem anderen thread schon davon berichtet, dass die Ausscheidungen der Hunde oft auch große Mengen Sägemehl und Hobelspäne enthalten; es wird halt gefressen, was da ist. Eva hat ja den VW Bus immer voll mit Futterspenden, aber sie sagt, sie will der Frau nicht so viel davon abgeben, weil sie dem Hundefänger zutraut, dass er das Futter zu Geld macht, anstatt es den Hunden zugute kommen zu lassen. Ich denk mal, sie kennt die Leute und das Land länger und besser als ich.
__________________ Keine Tierversuche - nehmt Kinderschänder! Peanuts Geändert von Peanuts (10.08.2008 um 04:07 Uhr). | ||||||||||||||
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| Gast
Beiträge: n/a
| Es ist kaum zu ertragen, die Bilder zu sehen, zumal man weiß, wie wichtig Hunden der Zuspruch und die Gemeinsamkeit im Rudel ist. Ich habe mich ja schon einmal geoutet, dass ich bis zu vor etwa 8 Jahren Hunde nicht mochte und keinen Zugang zu ihnen hatte. (War immer der "Katzenmensch"). Aber auch in dieser Zeit hat es mich immer sehr erschüttert zu sehen, wie in Ländern wie Spanien und Griechenland Hunde gehalten wurden, als "wertlos" und manchmal wie Müll behandelt wurden. Das wollte nie in meinem Kopf herein. Jetzt, als totaler Hundenarr, (sollte mein Lebensgefährte fragen: "ich oder die Hunde?"...Ihr wisst,wie die Antwort ausfallen würde... ![]() tun deine Bilder und das, was du beschreibst, natürlich doppelt weh. Seit ich Tuuli habe vertrete ich auch die Einstellung: "nie wieder einen Hund vom Züchter - nur einem aus dem Tierschutz!" Dabei begegnen mir oft Menschen, die sich darüber auslassen, dass es unverantwortlich sei, Tiere aus anderen Ländern zu holen. Schließlich seien die Tierheime voll, und sie würden Krankheiten einschleppen. Gerne sagen das vorallem Menschen, die Rassehunde vom Züchter haben, als kein Tierheim von Innen kennen. Zuletzt bekam ich dieses Statement von einer Frau, die einen Border Collie hat und das zweite Jahr in Folge (ohne Papiere) Nachwuchs züchten wollte...na herzlichen Glückwunsch! |
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Registriert seit: 06.02.2007
Beiträge: 3.153
Nominated 4 Times in 1 Post T-d-M gewonnen:![]() | Ich bin vor einigen Jahren selbst der Meinung gewesen, dass es Unsinn ist, Tiere aus Südeuropa zu imortieren, und mein Argument war, dass es hier genug Tierelend gibt, das wir beseitigen können. Über die möglichen Krankheiten habe ich damals nichts gewusst und nicht nachgedacht. Dann habe ich angefangen, zunächst ehrenamtlich und später auf 400€-Basis im Tierheim zu arbeiten und habe dadurch die vielen lieben, hübschen Hunde kennen gelernt, von denen die meisten trotz ihrer Erfahrungen erstaunlich zutraulich sind. Aber gefangen genommen haben mich trotzdem eher die Hunde, denen man ihr Martyrium anmerkte. Die sich nicht anfassen lassen konnten, die uns Menschen nicht mal in die Augen schauen konnten, die nur geduckt und verängstigt in einer Ecke hockten und in Panik ausbrachen, wenn ein Mensch ihren Raum betrat. Nach meiner regulären Arbeit habe ich Stunden damit zugebracht, auf dem Bauch liegend, - also so klein, wie nur irgend möglich, - diese Hunde mit Geduld und oft auch mit Spielgegenständen, später dann mit vorsichtigem kämmen und vielen Kuscheleinheiten davon zu überzeugen, dass sie nun an einem Ort sind, wo es auch liebe Menschen gibt. Das war eine Freude, als die erste von ihnen mich freudig watschelnd wie ein kleiner Seehund begrüßte, sobald ich ins Zimmer trat! Ich häng mal zwei Bilder von ihr an, das war "meine" Moni, die sich anfangs (nach ca. 3-4 Monaten ) nur von mir anfassen, anleinen und ausführen ließ und die nun schon seit langem hier im Raum Gummersbach-Wiehl vermittelt und ein ganz normaler, fröhlicher Hund geworden ist. Moni kam mit ihren 2 Schwestern mit Parvovirose infiziert aus der Abdeckerei in Baja und das Schlimme war, dass man die drei verängstigten Tiere mit ihrer schweren Erkrankung behandeln musste,d.h. fixieren und an den Tropf legen musste und sie dazu erst mal mit einer Decke einfangen musste, so werden die Tiere, denen es durch die Krankheit im wahrsten Sinn des Wortes wirklich besch... geht, noch zusätzlich traumatisiert und es ist schwer, sie das alles wieder vergessen zu lassen. Eine von Monis Schwestern ist gestorben und die andere, Nelly, hat die Tochter von Eva später mit nach Hause genommen, um mein "joining-up" fortzusetzen. Ich habe bei dieser Aktion überhaupt erst von Evas Arbeit erfahren, die sie seit nunmehr 12 Jahren macht und die weiteren Schritte folgten dann zwangsläufig. Eigentlich wollte ich nur mal mitfahren, um mir ein Bild davon zu machen, aber schon während meiner ersten Fahrt, mit Arwen's Odin schlafend neben mir in seiner Box, (siehe Foto 3) war für mich klar: Das will ich weitermachen! War nix mit "nur mal gucken, wie es dort ist". Auf meinen Reisen mit Eva lernte ich viele sehr engagierte Menschen kennen, über 90 % Frauen übrigens - und eine der taffsten von ihnen hat schon gelegentlich die Entscheidung gegen den Lebenspartner und für den Tierschutz treffen müssen: Patricia Schlegel aus dem Raum Frankfurt.Sie lässt sich nicht unterkriegen und hat im Moment auch wieder einen Mann an ihrer Seite, der damit umgehen kann, nach ihren Auslandshunden (und der vielen Arbeit, die damit verbunden ist) an zweiter Stelle zu kommen. Ich habe heute meinen "familienfreien Sonntag", weil ich mit Eva am Vormittag zu Frau Schlegel's "Tag der offenen Tür" fahren werde. Zum einen, um sie in ihrer Arbeit ein bisschen zu unterstützen (denn so einen Tag der offenen Tür zu organisieren, dient immer auch dem Ziel, weitere Hunde aus dem Ausland zu vermitteln) - und zum anderen, weil Patricia Schlegel in der Vergangenheit den einen oder anderen Kuvasz vermittelt hat und vielleicht was für unseren Notfallhund Gina tun kann.
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| Gast
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| Es ist sehr beeindurckend, was du erzählst. Ich denke, mir würde es ähnlich gehen: ich würde die Herausforderung wollen, gerade den Ärmsten der Armen versuchen wieder etwas Vertrauen in das Wesen Mensch zu vermitteln. Allerdings weiß ich nicht, wie ich damit umgehen würde, wenn ich scheitern würde. Bin manchmal ein verdammtes Sensibelchen... Vor ein paar Jahren hätte ich mich auch nie so einer Aufgabe gestellt. Ich wollte auch immer einen Welpen haben, da ich Angst hatte, nicht fähig zu sein, Missständen aus der Vergangenheit eines Hundes richtig zu begegnen. Heute nach "fünf Jahren Hund", diverser Fortbildungen und Kontakten, sowie meiner unerstütterlichen Liebe zu Hunden, würde ich mir zutrauen, den Schritt zu wagen und einen traumatisierten Hund aufnehmen. Leider erlaubt das ganze "Drumherum" das nicht. Ich würde zur Zeit einem dritten Hund nicht gerecht werden. Wenn eines Tages eine meiner Mädels nicht mehr sein wird, werde ich solch einen Hund aufnehmen. Aber bis dahin vergeht hoffentlich noch eine Ewigkeit! |
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