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  #1
Alt 12.06.2008, 08:48
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
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Kalzium (Arwen, 12.06.2008, 08:48)


Nicht alles in der Nahrung enthaltene Kalzium wird im Darm aufgenommen. In Abhängigkeit vom Kalziumspiegel im Blut, kann ein erwachsener Hund zwischen 0 und 90 Prozent des Kalziums aufnehmen. Die absolut aufgenommene Menge hängt natürlich auch von der Zusammensetzung der Nahrung und ihrem Kalzium-Gehalt ab. Aber auch von einzelnen Nahrungsbestandteilen: So kann ein gesteigerter Phytat-Gehalt (Bestandteil vor allem von Getreiden) der Nahrung die Kalzium-Aufnahme im Darm negativ beeinflussen. Die Verwertung von Phosphor variiert mit 25 bis 80 Prozent ebenfalls stark.

Junge Hunde allerdings unterscheiden sich von ausgewachsenen Tieren: Sie haben nämlich keinen Schutzmechanismus vor überhöhter Kalziumzufuhr mit der Nahrung. Deswegen wird unter dem Einfluss der genannten Hormone ein eventueller Kalziumüberschuss überwiegend in Richtung Knochen transportiert. Da hierbei der Knochenabbau parallel nicht gesteigert ist, kommt es zu schwer wiegenden, krankhaften Konsequenzen für die Ausformung des wachsenden Skeletts und dessen Bewegungsfähigkeit. Die gesteigerte und gleichzeitig gestörte Verknöcherung ist, wenn sie länger anhält im späteren Lebensalter nicht wieder gut zu machen. Der Kalzium-Gehalt der Nahrung ist mit Sicherheit - gerade bei schnell wachsenden Junghunden großer Rassen - ein äußerst kritischer Punkt für die normale Entwicklung des Skeletts. Die Gabe zusätzlicher Kalzium- und/oder phosphorhaltiger Mineralstoffpräparate ist - genauso wie isolierte kalziumreiche Futtermittel (z.B. Knochen) - unbedingt zu vermeiden
Die Phosphoraufnahme hängt bei Hunden jeden Alters vom Angebot in der Nahrung ab, d.h. es kann bei überhöhter Phosphor-Fütterung zu einer verstärkten Aufnahme in den Organismus kommen. Gleichzeitig steigt dann aber auch die Ausscheidung über die Nieren.

Kalzium-Mangel bei Hunden führt zu vielfältigen Störungen des Skelettsystems.
Daneben kann Kalzium-Mangel auch zu vielgestaltigen Krämpfen und generalisierten Krampfanfällen des Hundes führen. Zudem führt der zu niedrige Gehalt an Nahrungs-Kalzium zu einem verändertem Bedarf an anderen Nährstoffen wie z.B. Magnesium.

Gerade in der wichtigen Entwicklungsphase hat Odin in Ungarn garantiert keine ausgewogene Nahrung erhalten. Sicher hatte dies neben den schweren Verletzungen zu der frühzeitigen schweren HD beigetragen.

Wen es interessiert, der findet hier noch mehr Information über das Thema Ernährung.
Mineralstoffe und Ernährung
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  #2
Alt 12.06.2008, 14:12
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 06.02.2007
Beiträge: 3.409
Peanuts wird schon bald berühmt werden
Das ist eine ganz wichtige Information, die sich eigentlich alle Welpenbesitzer erst mal zu Gemüte führen lassen sollten, bevor sie mit gefülltem Portemonnaie in den Tierfachhandel gehen und für ihren neuen Welpen einkaufen.
Denn unabhängig von diesen wichtigen Erkenntnissen über die ideale Ernährung eines Welpen überschüttet die Futtermittelindustrie die Hundehalter geradezu mitmineralstoffhaltigen Futterzusatzmitteln und Leckerlis. Und der ahnungslose Kunde, der für sein Tier ja nur das Allerbeste will, lässt sich verleiten von den Packungsaufdrucken und -beilagen, die von lebenswichtigen Vitamin- und Mineralbeigaben für das Tier sprechen, - als ob nicht die normale, auf einen Welpen abgestimmte Trocken- und Nassfutterpalette sowieso schon alle lebenswichtigen Stoffe enthalten würde!

Geändert von Peanuts (12.06.2008 um 16:25 Uhr).
Peanuts ist offline   Mit Zitat antworten
  #3
Alt 12.06.2008, 15:27
Ky!

technischer Support
 
Benutzerbild von Ky!
 
Registriert seit: 28.12.2002
Ort: Elmshorn bei Hamburg
Beiträge: 14.753
Ky! befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich möchte kurz anmerken , dass auch im Erwachsenenalter unkontrollierte Zusätze Probleme machen können!

Ca -> Nierensteine
FE -> Ablagerungen in verschied. Organsystemen (selten)
CU -> -"- , M.Willson

ebenfalls:
Vit.D
etcetc....
Ky! ist offline   Mit Zitat antworten
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hund, hunde


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