Wir haben im Freundeskreis eine junge Familie mit wenig Geld, aber einem großen Herz für Katzen. Aktuell gibt es dort so um die 13 bis 15 Katzen in einer ca. 100 qm-Wohnung und die dürfen alle nicht raus, weil das Haus an einer stark befahrenen Straße steht.
Wer nun aber glaubt "Ach Gott, die armen Tiere!", der hat keine Vorstellung davon, mit welcher Liebe und Phantasie Pia und Thorsten ihre Wohnung zum Katzen-Abenteuerspielplatz umgestaltet haben.
In mehreren Etagen stehen dort aus einfachen, bunt beklebten oder bemalten Kartons mit verschiedenen Gucklöchern und Höhleneingängen neben- oder über einander angebracht und mit um das Fachwerkgebälk geschlungenen Kletter- und Schaukelseilen verbunden - ein richtig toller Abenteuer- und Agility-Parcours und die Katzen haben ihren Spaß daran.
Ich muss beim nächsten Mal unbedingt meinen Fotoapparat mitnehmen, denn das Ganze ist sehenswert.
Wenn man die Wohnung betritt, wird man zuerst einmal von dem riesigen und auch mit 5 Jahren noch albernen und stürmischen Deerhound-Mischling Ivanhoe begrüßt und abgeschlabbert, wobei man im Allgemeinen nicht mehr als maximal drei Katzen irgendwo dekorativ herumliegen sieht. Wenn man aber weiß, wie viele Katzen dort leben und in die ineinander verschachtelten und nur durch Fachwerkgebälk optisch getrennten Räume suchend guckt, sieht man evtl. weitere 2 Katzen. Alle anderen findet man erst nach und nach in den verschiedenen Ebenen der Karton- und Fachwerkburg. Oder wenn Pia in der Küche mit der Brekkies-Tüte raschelt, dann kommen sie alle angestürmt und der ahnungslose Besucher kriegt tellergroße Augen beim zählen.
edit:
Hier mal ein kleiner Eindruck davon, wie die beiden mit ihrem Sohn Jerry und der ganzen Menagerie leben:
Bild 1: Ivanhoe mit lammfrommem Gesicht, als könnte er kein Wässerchen trüben und der alte Däta, der inzwischen sicher im Hundehimmel ist.
Bild 2: Pia mit dem Bruder von unserem Rudi.
Bilder 3 bis 6: Kleine Dressur mit Jerry als Mitwirkendem in der Küche. Bilder 4 und 5 zeigen den Bruder von unserem Rudi.
Last but not least: Der aktuelle Stand : Nicht 13, sondern 20 Katzen.
Alle liebevoll gehegt und gepflegt, alle geliebt, auch wenn sie "Macken" haben, alle kastriert natürlich und aufs Beste tierärztlich betreut.
Das vorletzte Bild:Mit Liebe zum Detail basteln Pia (hier mal in blond) und ihr Mann das Weihnachtsgeschenk für Jerry
Und das letzte: Pia hat sie mit der Brekkies-Schachtel in die Küche "geraschelt".
Das Erstaunlichste von allem: Man sollte ja meinen, bei so vielen Tieren, vor allem weil auch der Siamkater auf dem letzten Bild rechts im Bildvordergrund einer von denen ist, die trotz Kastration markieren, riecht es evtl. unangenehm. Aber keineswegs, man riecht nichts. Es stehen in jedem Zimmer mehrere Katzenklos und Pia und Thorsten sind da hinterher, wie der Teufel hinter der armen Seele, dass sofort alle Hinterlassenschaften entfernt werden.
Nun ja, Pia ist den ganzen Tag daheim, aber das heißt ja nchts. Ich kenne auch Leute, die haben nur eine Katze mit nur einem Katzenklo und die Frau des Hauses ist auch den ganzen Tag daheim - und trotzdem ist das Katzenklo nicht immer sauber.
Bei Pia und Thorsten schon - und ehrlich gesagt, auch wenn's unvernünftig klingt: Den beiden würde ich auf der Stelle auch noch Katze Nr. 21, 22, 23 anvertrauen. denn sie tun alles für ihre Tiere.