Boards-United
Navigation
Zurück   Boards-United > Hund, Katze, Maus > Tierforum
 
 
LinkBack Themen-Optionen

  #1
Alt 09.02.2008, 01:51
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Lächeln

Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 09.02.2008, 01:51)


Odins Krankentagebuch

Freitag, 1.02.08, morgens gegen 9 Uhr.
Wir haben an dem morgen unseren Spaziergang etwas später gemacht, weil ich nicht zur Arbeit musste. Wie immer wollte ich mit den Hunden eine große Runde gehen, damit sie ihre Geschäfte erledigen können. Alles war, wie gewohnt. Nicht die geringsten Anzeichen auf irgendetwas Ungewöhnliches.
Nach ca. 300 m blieb Odin stehen und wollte nicht mehr weiter. Auch ein „Weiter“ brachte ihn nicht dazu den Spaziergang fortzusetzen. Im nächsten Augenblick knickten Odins Hinterläufe weg, er schaute mich fragend an. Dann fiel er ganz um. Ich bekam einen fürchterlichen Schreck und für ein zwei Sekunden wusste ich nicht, was ich machen soll. Dann krampfte Odin auch schon. Jetzt brauchte ich dringend Hilfe. Der Mann, der auf der anderen Straßenseite an einem Gerüst arbeitete, schaute zu mir und ich habe halb hysterisch ihm zugerufen, er soll mir doch eben schnell helfen. Er kam sofort und ich habe ihm die zwei kleinen Hunde in die Hand gedrückt. Endlich hatte ich die Hände frei für Odin. Als erstes mussten Körper und Kopf frei und auf einer Ebene liegen.
Der Mann erzählte mir von seinem alten herzkranken Hund, der regelmäßig umfällt. Ich habe Odin gestreichelt und ruhig auf ihn eingeredet, damit er spürt, dass ich bei ihm bin. Er krampfte tonisch- klonisch, hatte schaumigen Schleim vor dem Maul und hat uriniert.
Nach ca. 1 Minute….der längsten meines Lebens….kam Odin wieder zu sich. Er hat mich fragen angesehen, so als wollte er sagen, was ist mit mir geschehen. Danach ist er aufgestanden und ich habe ihn in die Arme genommen und gekuschelt. Nachdem ich mich bei dem Mann für seine Hilfe bedankt habe, sind wir nach Hause gegangen. Odin war nichts mehr anzumerken. Er hat gefressen und getrunken und wollte Aufmerksamkeit.
Nachmittag hatten wir einen Termin beim Tierarzt. Dort wurde Odin untersucht, doch die Tierärztin konnte nichts Auffälliges feststellen. Wir haben den Laborbericht vorgelegt ( Rekettien positiv. Aber auch das war für die Tierärztin kein Grund eine Blutuntersuchung zu machen. Sie wollte uns nach Hause schicken. Zum Glück hatte KY noch einige Fragen, sodass wir noch eine ganze Zeit im Sprechzimmer waren. Dadurch bekam Odin seinen zweiten epileptischen Anfall in der Tierarztpraxis. Nun war auch die Ärztin bereit Odin zu behandeln. Blut wurde abgenommen und nach der Auswertung wurde Odin an den Tropf gehangen. Wir waren natürlich die ganze Zeit bei ihm und haben mit ihm gesprochen und ihn gekuschelt.
Die weißen Blutkörperchen waren zu hoch (Leuko :23,23 x10^9/l , Diff: Neutro 13,6 x10^9/l ,
Mono 3,4 x10^9/l )
Die Tierärztin hat ihm daraufhin Doxycyclin Mono 400mg p.o.,3x2 Pirimidon p.o. verordnet.
Nach über 4 Stunden, 19.30 Uhr, waren wir endlich wieder zu Hause.
Odin hat sich sofort in sein Zimmer gelegt und hat geschlafen.
Ich habe ihn nicht aus den Augen gelassen. Schon 20.45 Uhr bekam er einen weiteren epileptischen Anfall. Nach sofortiger Rücksprache mit der Ärztin sollten wir nun die Dosis auf 3 x 750mg Primidon herauf setzen. In der Nacht bekam Odin noch zwei Anfälle (22.45 und 3.20 Uhr). An Schlaf war gar nicht zu denken. MÜC, Maus und ich haben auf jedes Geräusch geachtet.
Der arme Odin tat uns so leid. Er hat doch in Ungarn schon genug ertragen müssen.
Am Samstag sollten wir mittags in der Praxis sein.
Odin war durch die Anfälle und das Antiepileptikum total benommen. Er konnte sich nicht orientieren.
Es wurde ihm wieder Blut abgenommen und er hat eine Infusion bekommen. Uns wurde nahe gelegt zu gehen. So ruhig ich konnte habe ich der Ärztin erklärt, dass ich meinen Hund nicht alleine lasse.
Die Blutwerte waren noch schlechter geworden (Leuko:34,72x10^9/l , Diff: Neutro 23,05, Mono 3,79, Lymp 6,79 )
Am späten Nachmittag waren wir wieder zu Hause und Odin ist sofort in seinem Zimmer eingeschlafen.
Nur kurz zum Fressen und Trinken und für eine kleine Pieselrunde ist Odin aufgestanden
In dieser Nacht hat KY mit mir gewacht. Da an Schlaf nicht zu denken war, haben wir uns weiter über Epilepsie, Ehrlichiose und Meningitis informiert. Natürlich auch über die Medikamente, die dafür verabreicht werden. Nebenbei haben wir die Beipackzettel studiert. Dabei sind wir auf Unverträglichkeiten, falsche Dosierung und nicht gut wirksame Medikamente gestoßen.
Darüber wollte KY am Sonntag mit der Ärztin sprechen.
Morgens war Odin absolut orientierungslos und total benommen, aber er hatte keinen Anfall.
In der Praxis waren wir dann auch recht schnell beim Thema. Leider war die Ärztin noch nicht einmal bereit, sich mit unsren Bedenken ernsthaft auseinander zu setzen. Sie beharrte auf der Richtigkeit ihrer Behandlung.
Auch heute wurde uns wieder nahe gelegt Odin da zu lassen und zu gehen. Diesmal habe ich eindringlich darauf hingewiesen, dass ich bei meinem Hund bleibe. Odin bekam noch mal eine Infusion und seine Injektion, dann sind wir gegangen.
Nach einem kurzen Spaziergang hat sich Odin wieder in sein Zimmer gelegt und geschlafen.
KY war davon überzeugt, dass Odin die falschen Medikamente bekommt und hat deshalb an Unikliniken und Biologische Institute gemailt.
Montag sollten wir wieder in die Praxis kommen.
Odin stand unter der Einwirkung des Primidon, war Anfallsfrei und war für kurze Zeit sogar schon zu einem kleinen Spiel mit seinem „Hühnchen“ zu bewegen.
Die Ärztin hat sich Odin angeschaut, noch einmal Blut abgenommen, er hat seine Injektion bekommen und das Primidon sollte auf 3 x 500mg herabgesetzt werden.
Nachmittags hat KY dann eine Antwort auf seine Mail bekommen.

Anfrage:

Pharmakologische Fragestellung:

Primidon als Enzyminduktor verringert den Doxycyclin-Plasmaspiegel durch erhöhten Abbau. Als bakteriostatisches Tetracyclin mit schlechter Liquorgängigkeit, obgleich Mittel der ersten Wahl bei einer angenommenen Rickettsien-Infektion, erscheint diese Therapie per se als eher problematisch. Die Zugabe des zum Doxycyclin antagonistisch wirkenden Enrofloxacins könnte dessen Wirkung noch weiter beeinträchtigen. (Imidocarb?)

Problematisch an dieser Stelle erscheint mir, daß der spekulative Benefit des Doxycyclins nachhaltig beeinträchtigt wird, die Symptomatik - nämlich die epileptiformen Anfälle - jedoch durch die Pirimidongabe zunächst verschleiert wird.
Wäre hier nicht eine Dosisanpassung indiziert? ( Leberwerte befinden sich innerhalb der Norm, Crea hochnormal, Urea grenzwertig erhöht )

Primidon erfordert in der Leber als Prodrug des Phenobarbitals einen weiteren Metabolisierungsschritt,
wäre zu deren Schonung Phenobarbital deshalb nicht geeigneter?

Wie ist die Gabe des Enrofloxacins einzuschätzen? Relative KI wie Anfallsleiden und Wachstum bei Riesenrasen bis 18 Mo. und antagonistische Wirkung zum Doxycyclin vs. breiteres Erregerspektrum und spekulativer Benefit im klinischen Erscheinungsbild des Hundes .

Wie eingangs gesagt, wäre ich Ihnen über eine Hilfestellung überaus dankbar!
Hochachtungsvoll





Sehr geehrter Herr K ,

bezugnehmend auf Ihre Anfrage würden wir folgendes empfehlen:

1. Enrofloxacin sofort absetzen, da es bei Epilepsie kontraindiziert ist und sogar Anfälle auslösen kann, wenn es sich um ein zentrales Anfallsleiden handelt..
2. Einstellung lieber mit Luminal, Primidon bitte nicht mehr verwenden.
3. Statt Enrofloxacin lieber Synulox (Amoxicillin + Clavulansäure) verwenden.

Unter Umständen ist die Epilepsie auch hormonell bedingt. Unkastrierte Rüden haben schon mal epileptiforme Anfälle, wenn läufige Hündinnen in der Nachbarschaft sind. Man könnte versuchen, das z.B. mit Tardastrex in den Griff zu bekommen. Wenn das funktioniert, sollte man langfristig doch eher an Kastration denken.

Es wäre schön, wenn Sie mich auf dem Laufenden halten könnten.

Hoffentlich hilft das ein bisschen weiter,

Gruß



FU XXXX
XXXXXXX



Nun hatten wir eine Aussage von Fachleuten, aber keinen Tierarzt, der bereit war vernünftig zu therapieren.
Durch eine Freundin von KY erfuhren wir von einer Spezialistin in Hamburg, die sogar eine Abhandlung über Erlichia canis geschrieben hat.
Gleich am Mittwoch haben wir bei ihr angerufen und sofort für Donnerstag einen Termin bekommen.
Wir haben den Mittwoch genutzt um alles, was bis dahin geschehen ist, genauestens aufzuschreiben. Jede noch so kleine Kleinigkeit kann bei so einem Krankheitsbild wichtig sein.

Die Ärztin war dankbar für unsere Unterlagen und hat sie auch erst mal zur Einsicht behalten.
Sie hat viele Fragen gestellt, hat sich alles noch einmal berichten lassen und dann mit uns die Vorgehensweise besprochen.
Das Enrofloxacin sofort absetzen!
Doycyclin Mono durch Doxyhyclat ersetzen. Es ist bei Hunden wirksamer (hatten wir ja auch schon herausgefunden).
Auch das Primidon hätte sie nicht verordnet, statt dessen das Phenobarbital.

Dann hat sie Odin wirklich gründlich untersucht.
Lunge, Herz, Lympfknoten, Zähne, Schleimhäute, Hals, Rachen, Ohren, Augen, Bauch, Hoden, Penis, Puls, Gelenke und der Gesamteindruck. Gewogen wurde Odin vorher.
Hier gab es nichts Auffälliges.

Anschließend wurde ein EKG gemacht…..auch hier war alles in Ordnung.
Bis hierhin war Odin super lieb.

Sonographie…..alles in Ordnung…..
Das Fell am Bauch rasieren war okay, auf den Tisch von vier Menschen gehoben werden auch noch, aber auch noch mit so einem Ding in den Bauch drücken, fand Odin dann doch nervig. Er ließ sich aber schnell wieder beruhigen. Ab und an hat er meinem Arm gefasst, ich konnte ihn jedoch überreden los zu lassen.

Die Milzpunktion haben wir gelassen, dazu hatte Odin keine Lust. Da er durch die Medikamente nicht nüchtern war, hätte dieses Ergebnis sowieso keine große Aussagekraft.

Dann Röntgen…..Herz ist in Ordnung. Allerdings gibt es an der Wirbelsäule eine Auffälligkeit, um genaues sagen zu können muss aber eine neue Aufnahme gemacht werden.

Anschließend wurde Blut abgenommen für Blutbild Vet ABC, Blutchemie Comprehensive Profile 8133, Anaplasma phagocytophilium (IFAT), Blutgerinnung aPTT, Ehrlichia canis (IFAT), Neosporose (IFAT), Toxoplsmose Antikörperbestimmung, Blutgerinnung (PT, Quick), PCR B henselae + B. quitana.

Blutdruckmessung……alles in Ordnung.

Harn mit der Kelle auffangen für Harnuntersuchung und Mikroskopische Untersuchung (nativ) des Harnsediments.

Die Laborergebnisse bekommen wir nächste Woche.

Unser „Großer“ war ein geduldiger und super lieber Patient.
Die Ärztin hat sich große Sorgen um die Müdigkeit von Odin gemacht. Er hat eindeutig zu viel Primidon verordnet bekommen. Deshalb haben wir auf ihre Anweisung hin die Abend- und Morgendosis weggelassen.

Abends hat die Ärztin uns noch einmal angerufen und die Blutwerte durchgegeben, die in Ihrem Labor getestet wurden Leuko und Lymp sind runter gegangen, Eos sind noch viel zu hoch.
Harn ist in Ordnung.

Heute haben wir wieder zusammen telefoniert. Ich habe über Odins Befinden berichtet. Die Ärztin hat entschieden Odin auf Phenobarbitol umzustellen.
Für den Notfall haben wir Diazepam Zäpfchen und die Handynummer der Ärztin.

Odin ist heute deutlich munterer. Er ist sehr anhänglich und liebebedürftig. Er schläft immer noch viel, hat aber schon längere Phasen, wo er spielen will. Auf der Wiese nebenan hat er sich nicht davon abhalten lassen ca.2 Minuten mit einer Hündin zu spielen. Er frisst gut und genießt seine Leberwurstbrote (mit den Tabletten).

Wir sind mit dem Gefühl medizinisch und menschlich optimal betreut zu werden von der Ärztin weggefahren.

Nun hoffen wir, dass sich bald die Ursache für Odins krank sein findet und der Große wieder richtig gesund wird.
Wir werden alles dafür tun und immer für unseren Odin da sein.
Unser Großer hat ja auch nicht nur uns….die ganze Familie, sondern seine ganzen Kumpels und ihre Menschen, die sich täglich nach seinem Befinden erkundigen und ihm die Daumen drücken.

DANKE!!!


:36_4_8:

Geändert von Ky! (09.02.2008 um 08:08 Uhr)
Arwen ist offline  
  #2
Alt 09.02.2008, 04:01
Peanuts
Gast
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Beiträge: n/a
Durch Ky! wußte ich ja schon von Odins Krankheit und habe mitgelitten und versucht, mitzudenken.
Trotzdem hatte ich gerade beim Lesen des Berichtes mächtig Pipi in den Augen.
Manno, was tut der Große mir leid! Und ich kann mir gut dein Entsetzen angesichts des 1. Anfalls "aus heiterem Himmel" vorstellen!
Und ich bin sicher, dass ihr nun nach dem Tierarztwechsel - das macht bestimmt niemand gerne, so mitten im Rennen quasi die Pferde zu wechseln! - mit Odin in wirklich guten Händen seid.
Ky! hörte sich gestern am Telefon doch sehr viel ruhiger und zuversichtlicher an, als er von der Untersuchung bei den Tierspezialisten in Hamburg erzählte!
:36_1_75:
Da ich weiß, dass Odins Behandlung bereits sehr viel Geld gekostet hat - und sicher ist da das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht! - werde ich am kommenden Wochenende die langen Stunden der nächsten Fahrt nach Ungarn nutzen, um mit Eva eine Kostenbeteiligung zu besprechen.
Über die genaue Höhe kann ich hier noch nichts äußern, aber sicher werden einige hundert €, die wir zwischen dem 1. 3. und dem 1. 4. 08 an dich überweisen können, dir helfen, die große Belastung der Behandlungskosten erträglicher zu machen.
Und ganz sicher werde ich, wenn einer der nächsten Ungarnhunde positiv auf Rickettsien oder Ehrlichien gestestet wird, mit größter Sorgfalt den behandelnden Tierarzt und die potentiellen neuen Besitzer auf die möglichen Komplikationen durch nicht gründlichst abgeschlossenen Heilprozess hinweisen!
Inzwischen wünsche ich Odin weiterhin gute Besserung und hoffe, dass du uns hier gelegentlich vom Fortschritt des Gesundungs / Behandlungsverlaufs erzählst!
:36_1_11:

Geändert von Peanuts (09.02.2008 um 04:04 Uhr)
 
  #3
Alt 09.02.2008, 08:58
 
Benutzerbild von mecss
 
Registriert seit: 26.11.2007
Ort: Hamburg/Hamm-Nord
Beiträge: 4.422
mecss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Unglücklich

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (mecss, 09.02.2008, 08:58)


Das am frühen Morgen zu lesen, ließ mich in eine große Bestürzung fallen. Als Hundehalter kann ich deine Besorgnis gut verstehen, aber auch die Hilflosigkeit in dem Moment. Das hätte ich dem "Großen" so nicht gewünscht. Hoffe, daß sich alles wieder richten wird und meine Hundedamen, Tequila und Bonita, wünschen Odin eine gute Besserung und wir natürlicha auch...wäre nett, wenn du uns weiter über den Verlauf informieren könntest...

i.d.S. mecss *vielgutebesserungwünschend*
mecss ist offline  
  #4
Alt 09.02.2008, 21:34
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Euch allen vielen Dank!!
Es war so gut, den Tierarzt zu wechseln.
Die Gesundheit von unserem "Großen" ist wichtiger als alles Geld.
Wir haben ihm versprochen, dass wir uns um ihn kümmern und ihn immer lieben werden.
Er zeigt uns seinen Dank jeden Tag.
Heute Morgen wurde ich endlich wieder durch eine zärtliche große Hundeschnauze geweckt. Ich war so glücklich, Odin zeigt Interesse und fordert Aufmerksamkeit.
Der Morgenspaziergang hat Odin Spaß gemacht. Er nimmt seine Umwelt wieder wahr und hat keine Orientierungsschwierigkeiten mehr.
Nachdem er seine Geschäfte erledigt hat, wollte er spielen.
Er ist richtig fröhlich auf der Wiese herumgelaufen, hat mich gefangen und fand sogar das Stöckchen toll.
Es ist unbeschreiblich schön, Odin so lebensfroh zu sehen.
Zuhause gab es Frühstück, dann hat er etwas geschlafen und gegen 10 Uhr sind wir in den Garten gegangen. Odin hat sich seinen Ball geschnappt und wir haben gespielt. Dann hat er sich aufs Gras in die Frühlingssonne gelegt.
Das habe ich genutzt um einige Gehwegplatten zu verlegen. So hatte ich Odin immer im Auge und konnte mich nützlich machen.
Als ich dann einen Busch umpflanzen wollte, war Odin der Meinung, nun muss er mich unterstützen. Löcher graben kann er doch viel besser und schneller.
Habe heute gelesen, dass es Herdenschutzhunden angeboren ist zu graben. Sie suchen in ihrer Heimat, wo sie oft sehr wenig oder auch mal nichts zu fressen bekommen, nach Wurzeln u.ä., außerdem fressen sie dort Gräser, Obst, Gemüse und Getreide, auch Insekten und Exkremente.
Insekten und Exkremente frißt Odin hier, zum Glück, nicht.
Beim zweiten Spaziergang haben wir seinen Kumpel Donny getroffen. Mit einem glücklichen Gesicht hat Odin Donny zum Spielen aufgefordert. Donny hatte aber gar keine Lust und hat sich von Odin abgewandt.
"Dann eben nicht...ich habe ein Frauchen, die spielt gerne mit mir!"
So haben wir gespielt und dann kam auch noch Odins KY. Im Galopp ist Odin zu KY gerannt. Unser "Großer" war richtig glücklich und aufgedreht.
Zuhause durfte er in seinen Garten, dort hat er sich wieder ins Gras gelegt.
Nach Ruhepausen, in denen er geschlafen hat, kam er immer zu mir und wollte spielen oder er hat sich neben mich gelegt.
Es ist so schön, dass es ihm wieder so gut geht.

Mit Spannung warten wir nun auf die Blutergebnisse.

Die Ärztin hat das Wissen und den Willen herauszufinden, was Odin hat.

Leider sind bei Odin von Anfang an Fehler von Ärzten gemacht worden.
Wenn bei einem Hund der Test Rickettsien positiv ausfällt, dann muss er 4 bis 6 Wochen mit Doxyhyclat behandelt werden. Außerdem müssen weitere Tests gemacht werden. Es muss herausgefunden werden um welche Bakterien es sich handelt.
Sind es Anaplasmen oder Ehrlichien. Bei den Ehrlichien gibt es wiederum 6 verschiedene Erregerarten.
Drei davon sind medizinisch relevant, sie unterscheiden sich bezüglich ihres Siedlungsortes im Hund, d.h. welche Zellen sie befallen und welche Organe sie schädigen.
Mit dem Zeckenspeichel gelangen die Erreger ins Blut des Hundes und suchen sich je nach Erregerart unterschiedliche Blutzellen als Wirtszellen.
E. canis und E. ristici - Monozyten ( weiße Blutkörperchen)
E. platys - Thrombozyten ( Blutplättchen/ Blutgerinnung )
E. equi - Granulozyten
In den befallenen Wirtszellen vermehren sich die Erreger. Zunächst kommt es zu einer Verdrängung des Zellkerns an den Rand, danach zur Zerstörung der Zelle und auf diesem Weg zur Infektion weiterer Blutzellen.
E. canis benötigt die Monozyten als "Transportmittel" in verschiedene Organe, in die sie alleine nicht eindringen könnten. Monozyten sind als Teil des weißen Blutbilbs in der Lage, Blugefäße zu verlassen und in innere Organe zu migrieren. Die Folge sind Gefäßentzündungen, innere und äußere Blutungen und Organschwellungen.
Wird der Erreger nicht aus dem Körper ausgeschieden, kann es zur chronischen Phase kommen. Knochenmarksveränderungen führen zu einer milden bis schweren Verlaufsform. Dabei können Gehirnhautentzündungen zu epileptischen Anfällen und Bewegungsstörungen führen.

Auch bei einer richtigen Behandlung können sich Reste der Erreger vermutlich im Knochenmark aufhalten, wo schwer an sie heranzukommen ist. Dadurch kann es auch später zu erneuten Schüben kommen.
Es gibt bei einer Infektion mit Rickettsien keine 100%ige Sicherheit und Kontrollmöglichkeit, dass alle Erreger ausgeschieden sind.
Man muss solche Tiere immer genau beobachten und bei Auffälligkeiten sofort einen Bluttest machen und das Tier behandeln.

Menschen können nur mit Ehrlichiose - Erregern über Zecken infiziert werden. Direkte Infektionen durch den Hund spielen keine Rolle.
Arwen ist offline  
  #5
Alt 10.02.2008, 10:25
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Von Tag zu Tag geht es Odin nun etwas besser.
Das gewohnte Morgenritual (Frauchen mit Kuss wecken) findet er wieder gut.
Auf dem Morgenspaziergang beobachtet er alles nach Herdenschutzhundmanier. Jede Bewegung, egal ob es ein Vogel, ein Mensch, ein anderer Hund oder nur Zweige sind hat er im Auge. Man kann richtig erkennen, wie er seine Umwelt "fotografiert". Erst wenn er der Meinung ist, dass alles ungefährlich ist oder ich ihm sage, "alles okay", dann geht er weiter.
Sein Owtscharkacharakter ist auch wieder zum Vorschein gekommen.
..."Sitz"....Odin schaut dann zu mir und überprüft, ob ich durch meine Körpersprache auch meine, was ich sage.
..."Komm"....heißt für einen Owtscharka eben nicht, dass er gesprintet kommt. Langsam kommt Hund auch zum Ziel. Schließlich kann ein HSH seine Kräfte nicht sinnlos verpulvern.
Anders sieht es aus, wenn der Schalk in seinem Nacken sitzt. Dann kann er blitzschnell sein. Beim "Fangen" haben wir nun wieder keine Chance.
Wir geben Odin jetzt langsam jeden Tag etwas mehr Bewegung. Seine gestaute Energie will er frei lassen. Natürlich achten wir darauf, dass er sich nicht Verausgabt.
Im Garten und in der Wohnung mache ich viele Suchspiele mit ihm ( Leckerli und Spielzeug verstecken ). Das findet er total spannend.
Wenn Odin ausgepowert ist und sich erst mal erholt, kommen die Kleinen dran.

Nun gehen wir aber erst mal in den Garten.
Die Hunde wollen auch hier die "Zeitung" lesen.
Vögel, Katzen, Eichhörnchen und anderes Getier hinterlassen ja täglich Nachrichten.
Arwen ist offline  
  #6
Alt 10.02.2008, 10:52
 
Benutzerbild von mecss
 
Registriert seit: 26.11.2007
Ort: Hamburg/Hamm-Nord
Beiträge: 4.422
mecss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Damit ist der Sonntag gerettet, denn es ist schön zu lesen, daß es dem Odin wieder besser geht...aber ob dieses Verhalten wirklich nur auf Odin oder seine Artgenossen gilt, alles um sich herum zu beobachten und zu kontrollieren, wage ich zu bezweifeln, denn unser Westie und Foxterrier sind nicht anders. Gerade unsere Bonita, Foxterrier ist sehr wachsam reagiert analog und erst wenn ich ihr das Gefühl gebe, daß alles in Ordnung ist, entspannt sie sich...aber egal, Hauptsache ist, daß es unseren Hundis gut geht...hoffe, daß Odin zukünftig von dieser Krankheit befreit leben kann...

i.d.S. mecss
mecss ist offline  
  #7
Alt 10.02.2008, 11:27
Peanuts
Gast
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Beiträge: n/a
Jap..mein Sonntag ist auch gerettet, jetzt, wo wir wissen, dass Odin wieder auf die gewohnte Weise am Leben teilnimmt.
Ich konnte dank der Arcor-üblichen Kinderkrankheiten hier ab gestern nach Mittag wieder mal nicht ins Netz und auch nicht telefonieren, aber na Gott sei Dank! jetzt geht's wieder.
Tja... ich denke, viele Tierärzte wissen einfach nicht viel über die Einzelheiten und die speziellen Gefahren, die mit den so genannten "Mittelmeerkrankheiten verbunden sind.
Ich bin ja vor ein paar Tagen mal auf meine Tierärzte zugegangen und habe ihnen die Krankheit von Odin geschildert und nach eventuellem Änderungsbedarf in der Medikamentenstellung gefragt.
Beide haben sich sehr zurückhaltend geäüßert, man hatte direkt den Eindruck, als wollte da eine Krähe der anderen kein Auge aushacken oder als wollten sie sich grundsätzlich nicht in die Behandlungsmethoden von anderen einmischen.
Aber nachdem ihr nun - zu Odins Glück möchte ich behaupten! - den Schritt gemacht und das Ärzteteam gewechselt habt, werde ich meinen Tierärzten davon auch erzählen. Speziell die behandelnde Tierärztin des Tierheims in Wiehl sollte meiner Meinung nach unbedingt davon erfahren, denn sie ist ja diejenige, die Odin zuerst behandelt hatte und sie kommt ja zwangläufig durch die Hunde der Mittelmeerländer immer wieder mit den typisch südeuropäischen Krankheiten in Berührung. Es ist für diese Tiere lebenswichtig, durch Ärzte behandelt zu werden, die sich mit diesen Krankheitserregern auskennen.
 
  #8
Alt 10.02.2008, 19:07
Ky!

technischer Support
 
Benutzerbild von Ky!
 
Registriert seit: 28.12.2002
Ort: Elmshorn bei Hamburg
Beiträge: 6.534
Ky! wird schon bald berühmt werden

Epilepsie beim Hund und Primidon (Ky!, 10.02.2008, 19:07)


Zitat:


Pharmakologische Fragestellung:

Primidon als Enzyminduktor verringert den Doxycyclin-Plasmaspiegel durch erhöhten Abbau. Als bakteriostatisches Tetracyclin mit schlechter Liquorgängigkeit, obgleich Mittel der ersten Wahl bei einer angenommenen Rickettsien-Infektion, erscheint diese Therapie per se als eher problematisch. Die Zugabe des zum Doxycyclin antagonistisch wirkenden Enrofloxacins könnte dessen Wirkung noch weiter beeinträchtigen. (Imidocarb?)

Problematisch an dieser Stelle erscheint mir, daß der spekulative Benefit des Doxycyclins nachhaltig beeinträchtigt wird, die Symptomatik - nämlich die epileptiformen Anfälle - jedoch durch die Pirimidongabe zunächst verschleiert wird.
Wäre hier nicht eine Dosisanpassung indiziert? ( Leberwerte befinden sich innerhalb der Norm, Crea hochnormal, Urea grenzwertig erhöht )

Primidon erfordert in der Leber als Prodrug des Phenobarbitals einen weiteren Metabolisierungsschritt,
wäre zu deren Schonung Phenobarbital deshalb nicht geeigneter?

Wie ist die Gabe des Enrofloxacins einzuschätzen? Relative KI wie Anfallsleiden und Wachstum bei Riesenrasen bis 18 Mo. und antagonistische Wirkung zum Doxycyclin vs. breiteres Erregerspektrum und spekulativer Benefit im klinischen Erscheinungsbild des Hundes .
Kommentar zum Primidon in der Therapie der Epilepsie des Hundes:
Wie oben erwähnt, ist Primidon ein Prodrug des Phenobarbitals. In der Leber – die übrigens auch Ursache für epileptiforme Anfälle sein kann- muss das Primidon erst noch zum pharmakologisch wirksamen Phenobarbital verstoffwechselt werden. Es diesem Grunde ist es einfach leberschonender, gleich die wirksame Substanz zu geben. Zudem ist Phenobarbital kostengünstiger als das Primidon.
Bei beiden Substanzen gleich ist offenbar die Enzyminduktion. Beim Hund offenbar noch schneller und größer als beim Menschen. Damit bleibt die Problematik der Arzneimittelinteraktionen bei beiden bestehen.


Kommentar zum Doxycyclin:
Von dieser Substanz stehen zwei „Varianten“ zur Verfügung. Zum einen Doxycyclin Mono und Doxycyclinhyclat. Letzteres scheint beim Hund einen gleichbleibenderen Wirkstoffspiegel aufrecht zu erhalten und wird daher sehr oft bevorzugt. Studien gibt es darüber nicht, allerdings werden bessere Ergebnisse berichtet. Preislich unterscheiden sich beide Medikamente kaum.
Gerade bei Meningitiden aufgrund einer Rickettsieninfektion, bleibt allerdings die schlechte Liquorgängigkeit weiterhin problematisch. Auch das es sich hier lediglich um ein bakteriostatisches Medikament handelt, erscheint suboptimal. Expertenmeinungen scheiden sich aber:
Durch die Entzündung der Meningen könnte die Bluthirnschranke beeinträchtigt werden und somit besser zugänglich für das Doxycyclin sein.

Geändert von Ky! (22.05.2009 um 15:42 Uhr)
Ky! ist offline  
  #9
Alt 10.02.2008, 20:57
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

Zitat von mecss

Beitrag anzeigen
Damit ist der Sonntag gerettet, denn es ist schön zu lesen, daß es dem Odin wieder besser geht...aber ob dieses Verhalten wirklich nur auf Odin oder seine Artgenossen gilt, alles um sich herum zu beobachten und zu kontrollieren, wage ich zu bezweifeln, denn unser Westie und Foxterrier sind nicht anders. Gerade unsere Bonita, Foxterrier ist sehr wachsam reagiert analog und erst wenn ich ihr das Gefühl gebe, daß alles in Ordnung ist, entspannt sie sich...aber egal, Hauptsache ist, daß es unseren Hundis gut geht...hoffe, daß Odin zukünftig von dieser Krankheit befreit leben kann...

i.d.S. mecss
Ich meinte damit nicht, dass er der einzige Hund ist, der aufmerksam seine Umwelt beobachtet.
Da hast du Recht, dass tun alle Hunde und andere Tiere auch.
Meine Kleinen beobachten auch alles sehr genau, aber irgendwie schneller und sie bellen auch rascher.
Bei Odin hat man immer das Gefühl er macht Fotos von dem, was er sieht und vergleicht sie. Alles natürlich ohne Hetze. Er ist eher ein gründlicher Kriminalbeamter.
Nur bei Gefahr kann er blitzschnell reagieren.

@Penuts: So viele Tierärzte, wie möglich müssen über die richtige Untersuchung und Behandlung von Mittelmeerkrankheiten erfahren. Auch deswegen schreiben wir so ausführlich über alles, was wir bei Odin durchgemacht und nun auch erfahren haben.
Ich wünsche mir, dass es auch bei Tieren, wie beim Menschen Spezialisten gibt. Eigentlich sollten in jeder Tierklinik Spezialisten sein. Nur so macht eine Klinik Sinn. Es nützt nichts, wenn alle das gleiche Wissen haben. Noch schlimmer ist es, wenn Tierärzte nicht bereit sind dazu zu lernen.
Und zu schweigen, wenn der Kollege einen Fehler macht, kann für das Tier tödlich sein!
Arwen ist offline  
  #10
Alt 10.02.2008, 23:16
 
Benutzerbild von Witchcraft
 
Registriert seit: 07.08.2007
Beiträge: 220
Witchcraft befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hallo,
nachdem ich dieses WE auf einem Lehrgang war und nicht bei Euch anrufen konnte, bin ich glücklich, zu lesen, dass es Luna`s Kumpel wieder soviel besser geht. Sie lässt es sich immer noch bei Hähnchen und Reis gutgehen und schickt viele feuchte Küßchen an Euch alle. Wir beide hoffen, Euch bald mal wieder zu sehen.
Witchcraft ist offline  
  #11
Alt 10.02.2008, 23:26
kollege
Gast
 
Benutzerbild von kollege
 
Beiträge: n/a
[B]Mann, das war ja richtig spannend.
Habe dies eben erst gelesen und stelle fest, dass IHR die richtigen "Eltern" für Odin seid. Toll, wie ihr euch um den Hund gekümmert habt und Euch nicht auf 1 Aussage (der tierärztin) verlassen habt. Immer kritisch sein, mehrere Meinungen einholen.
Ich drück´Euerm "Dicken" die Daumen! Gruss[/B]:36_5_6:
 
  #12
Alt 11.02.2008, 00:59
Peanuts
Gast
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Beiträge: n/a
Das hätte ich nicht besser ausdrücken können!
Ich kann es nur nochmal unterstreichen.
 
  #13
Alt 12.02.2008, 09:54
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die Tageswache hat am Montag wieder KY übernommen. Ich war arbeiten, einer muss ja das Geld verdienen.
Odin fordert tagsüber Aufmerksamkeit, er setzt dafür die bekannten Mittel ein ( Schuhe provokativ vor seinen Menschen legen, das Maul um das Tischbein u.ä.). Nachdem man mit ihm gespielt hat, schläft er aber auch einige Zeit.
Am späten Nachmittag hat er Besuch von zwei Hundefreundinnen bekommen. Wir waren erst bei uns nebenan auf der Wiese. Hier konnte man sehen, welche Energie sich in Odin aufgestaut hat. Er ist sofort losgelaufen, als ich ihn von der Leine gelassen habe. Dann hat er mit Tuuli gespielt, endlich ein Hund, der richtig spielen will.
Anschließend haben wir noch einen kleinen Spaziergang gemacht.
Zu Hause war Odin sogar bereit Liv und Tuuli seine Wohnung zu zeigen. Sie durften mit seinem Spielzeug spielen, seine Leckerlis haben und sogar den Kauknochen hat er abgegeben. Lion hat darauf geachtet, dass sich alle Hunde ordentlich benehmen. Herumtoben hat er energisch unterbunden.
Als wir wieder alleine waren gab es Abendessen, danach sind die Hunde glücklich eingeschlafen.

Die Tabletteneinstellung verträgt Odin gut. Er ist Anfallsfrei und hat Interesse an seiner Umwelt.
Wir beobachten ihn natürlich weiter intensiv und lassen ihn noch nicht alleine.
Gestern habe ich telefonisch mit der Tierärztin gesprochen, auch sie ist mit Odins Befinden zufrieden. Die Gallenwerte waren aus dem Labor gekommen, sie sind total in Ordnung. Nun warten wir auf die übrigen Blutwerte.
Am Freitag fahren wir wieder nach Hamburg zur Kontrolluntersuchung, da wird Blut abgenommen um die weißen Blutkörperchen erneut zu kontrollieren. Und wir besprechen das weitere Vorgehen.

Auch wenn einige Leute der Meinung sind, dass man für einen "Hund" nicht so viel Aufwand treiben soll, wir sind der Meinung, dass jedes Lebewesen eine optimale Versorgung verdient.
Ein Tierarzt, der experimentiert und dabei nicht weiß, wie er vorgehen soll. Falsche Medikamente in der falschen Dosis gibt. Einem solchen Tierarzt kann ich nicht vertrauen. Dort kann ich nicht bleiben und meinen Hund der Gefahr aussetzen, dass er an den Folgen einer falschen Behandlung dauerhaften Schaden nimmt.
Es ist sehr viel Geld, dass man für eine gründliche Untersuchung bezahlen muss. Es ist auch nicht einfach einen Spezialisten zu finden, aber ich würde es immer wieder für meine Hunde tun.
Mit der Aufnahme in die Familie hat man für das Tier eine große Verantwortung übernommen. Das Tier vertraut seinem Menschen, dieses Vertrauen darf man nicht enttäuschen.
Arwen ist offline  
  #14
Alt 12.02.2008, 10:22
 
Benutzerbild von mecss
 
Registriert seit: 26.11.2007
Ort: Hamburg/Hamm-Nord
Beiträge: 4.422
mecss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Reden

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (mecss, 12.02.2008, 10:22)


@Arwen, ich habe großen Respekt vor deiner Einstellung...wenn nur jeder Hundehalter so wäre...genau so denke ich auch...finde ich echt klasse wie du das alles schaffst...dabei auch noch einen Sohn großziehen wie Ky!...uf...war und ist nicht einfach bestimmt...:36_1_21:

Hut ab...

i.d.S. mecss
mecss ist offline  
  #15
Alt 13.02.2008, 08:27
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

Zitat von mecss

Beitrag anzeigen
@Arwen, ich habe großen Respekt vor deiner Einstellung...wenn nur jeder Hundehalter so wäre...genau so denke ich auch...finde ich echt klasse wie du das alles schaffst...dabei auch noch einen Sohn großziehen wie Ky!...uf...war und ist nicht einfach bestimmt...:36_1_21:

Hut ab...

i.d.S. mecss
Den süßen Ky!...habe ich ja Ninna abgegeben, die darf sich nun um ihn kümmern.

Wie Menschen ihre Tiere behandeln, daran kann man erkennen, ob sie die Tiere wirklich lieben.
Zu sehen, wie es Odin jeden Tag besser geht, ist einfach ein schönes Gefühl. Er schaut uns wieder fröhlich an, er schmiegt sich mit seinem großen Kopf an uns und schlappt mit seiner feuchten Zunge.
Durch diese Krankheit, ist er noch anhänglicher geworden. Beim Spaziergang achtet er viel mehr auf uns.
Sein Vertrauen ist noch einmal gewachsen.
Das darf man doch nicht enttäuschen.

Gestern haben KY und Ninna Odin tagsüber betreut. Sie haben sogar seine Freundin Mona mitgebracht.
Unser Großer fand das natürlich richtig toll.
Wenn Odin geschlafen hat, war Balu da, um sich Mona zu widmen.
Abends waren dann alle Hunde müde.
Arwen ist offline  
  #16
Alt 22.02.2008, 10:44
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Am Dienstag waren wir wieder in Hamburg bei unserer Tierärztin.
Sie hat Odin gründlich untersucht und Blutdruck gemessen, dabei konnte sie nichts Ungewöhnliches feststellen.
Danach hat sie Blut abgenommen, einen Teil für die sofortige Untersuchung ( Leukozyten u.ä.) und drei Röhrchen, die noch mal ins Labor geschickt werden. Hier soll noch mal auf Toxoplasmose, Borrelliose, Blutgerinnung usw. untersucht werden.
Die Ergebnisse von der Blutuntersuchung in der Praxis haben wir nach kurzer Wartezeit mitgeteilt bekommen.
Leider ist schon wieder ein starker Anstieg der Leukozyten und hier vor allem der Eosinophile im Blut vorhanden.
Dafür haben wir ein neues Antibiotikum bekommen, dass Odin zwei mal täglich bekommt.
Heute müssen wir wieder zum Tierarzt, Untersuchung und Blutuntersuchung.
Wenn die Eosinophilen weiter gestiegen sind, muss Odin Hirnwasser abgenommen und ein CT gemacht werden. Das wird dann am Mittwoch in Hannover durchgeführt.
Der arme Odin tut mir so leid. Er hat schon so viel Schlimmes in seinem Leben ertragen müssen.
Wir hoffen nun allle ganz doll, dass das Antibiotikum anschlägt.
Arwen ist offline  
  #17
Alt 22.02.2008, 12:06
 
Benutzerbild von mecss
 
Registriert seit: 26.11.2007
Ort: Hamburg/Hamm-Nord
Beiträge: 4.422
mecss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Liebe Arwen!
Ich möchte gar nicht sagen, wie toll dein Engagement ist, denn das versteht sich selber...ich möchte dir Hoffnung und Mut auf dem Wege geben...es wird schon wieder alles gut werden...der Hundegott wird euch hören bzw. riechen und alles richten...denn das habt ihr, du und Odin, verdient...

i.d.S. mecss
mecss ist offline  
  #18
Alt 22.02.2008, 12:35
Peanuts
Gast
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Beiträge: n/a
Hab ja schon am Telefon gesagt, ich hör die Euros nur so scheppern, - aber nicht alleine deshalb wünsche ich euch, dass Odin die Hirnwasserpunktion und das CT in Hannover erspart bleibt. Es ist ja auch für Odin eine Belastung, die Fahrerei, die Behandlungen und alles was damit verbunden ist.
Nun, aber was auch immer kommt, ich weiß ihn bei dir bestens aufgehoben, Arwen und ich glaube, er weiß das auch.
Ein relativ ute Nachricht von hier: die ersten drei Welpen sind schon angefragt worden und zwei von ihnen gehen evtl. schon an diesem Wochenende in ihr neues Zuhause. Das ist zwar noch nicht völlig "in trockenen Tüchern", aber so kann ich mit etwas Glück nach dem Motto "Einer für alle und alle für einen" schon recht bald den Verkaufserlös an dich überweisen.
So gesehen müssten die angefragten Welpen eigentlich nicht Zebo, Maylo und Bambina heißen, sondern Arthos, Porthos und D'Artagnan.
:asik:
 
  #19
Alt 23.02.2008, 10:06
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Wir danken euch allen für eure Unterstützung!
Es ist gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die so sehr Anteil nehmen.

Gestern waren wir in Hamburg bei unserer Tierärztin.
Odin geht gerne zu ihr und sie freut sich Odin zu sehen. Er untersucht immer erst mal das Behandlungszimmer, dann legt er sich entspannt hin.
"So nun darfst du anfangen mich zu untersuchen!"
Bei der Untersuchung war nichts ungewöhnliches zu erkennen. Dann wurde Blut abgenommen, dass unsere Ärztin auch gleich untersucht hat.
Die weißen Blutkörperchen sind leicht gesunken und auch die Eosinophilen Granulozyten. Das ist noch keine Entwarnung, aber ein kleiner Hoffnungsschimmer. Die Ärztin hat uns auf alle Risiken hingewiesen und dann aber gesagt, dass sie es verantworten kann, bis Dienstag, die jetzige Therapie fortzusetzen. Sollte irgendetwas Ungewöhnliches vorkommen, dann sollen wir die Tierärztin sofort auf Handy anrufen.
Haben sich am Dienstag die Blutwerte nicht deutlich in Richtung Normalität gewandelt, dann bleibt uns Hannover nicht erspart.
Nun hoffen und beten wir natürlich inständig, dass die jetzige Therapie erfolgreich ist.
Arwen ist offline  
  #20
Alt 23.02.2008, 11:34
Peanuts
Gast
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Beiträge: n/a
*feste Daumen drück* Ich denk so oft an euch und erzähle Odins Krankheits- und Genesungsprozess soo vielen Leuten hier in meinem Umfeld (sowohl privatem als auch tierschützerischem), dass euch eigentlich pausenlos die Ohren klingeln müßten!
Auch wenn es momentan noch immer wieder mal bergauf und bergab zu gehen scheint, bin ich doch zuversichtlich, dass es ein gutes Ende nimmt.
Und - ich hab ja immer wieder mal Anlauf genommen, für das Vier-Pfötchen-Formum Odins Geschichte von A-Z aufzuschreiben, aber ich glaube, es ist richtig so, dass es noch nicht wirklich was geworden ist, denn das Happy End steht ja noch aus.und ich will auch nicht zu früh jubeln.
Danach mag Odins Geschichte gut und gerne als Paradestück für einen erfolgreichen Auslandstierschutz mit Überwindung sämtlicher Tücken und Hndernisse dienen.
 
  #21
Alt 24.02.2008, 20:38
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Gestern waren wir, Ninna, KY und ich, mit unseren Hunden und Mona eine große Runde auf Feldwegen spazieren. Es war richtig schön, alle Hunde sind glücklich gelaufen und haben miteinander gespielt.
Dann kam uns eine Frau mit zwei Border Collies entgegen. Wir sind mit ihr ins Gespräch gekommen. Nachdem sie gehört hat, dass Odin ein Tierschutzhund aus dem Ausland ist, erzälte sie, dass sie vor den zwei Hündinnen einen Beagel Mix aus Spanien hatte. Nachdem der arme Kerl krank geworden ist, hat sie ihn einfach zurückgegeben. Sie wollte einen gesunden Hund, einen kranken kann sie nicht gebrauchen.
Ich habe ihr daraufhin erzählt, dass Odin auch krank ist. Für nichts in der Welt würde ich meinen Hund aber deswegen abgeben. Wenn man sein Tier liebt, kann man nicht so herzlos sein und das Vertrauen so missbrauchen.
Wir sind dann gegangen und waren total geschockt über so viel Kälte und Grausamkeit.
...Ob man solche Menschen auch einfach weggiebt, wenn sie krank sind?

Heute waren wir mit Ninna und Mona in der Hundeschule.
Odin hat sich gefreut seine Freunde wieder zu sehen.
Er ist in der Hundeschule der "Richter". Wenn sich Hunde streiten, muss er nachsehen gehen. Meist stellt er sich zwischen die "Streithähne" und beendet damit den Disput.
Wenn die Stimmung zu aufgeheizt ist, halte ich ihn aber fest.
Heute sind wir nach dem "Unterricht" mit Ninna und Mona noch eine Runde spazieren gegangen. Ganz entspannt den Sonntag genießen.
Das Einzige, was Odin nicht versteht ist, warum er das leckere Wasser aus Pfützen und Tümpeln nicht mehr trinken darf. Da wir aber kein Risiko eingehen wollen, haben wir immer eine Flasche Trinkwasser mit. Das ist natürlich längst nicht so köstlich, wie das Wasser, das man unterwegs findet.
Arwen ist offline  
  #22
Alt 24.02.2008, 21:34
Peanuts
Gast
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Beiträge: n/a

Zitat von Arwen

Beitrag anzeigen
Nachdem sie gehört hat, dass Odin ein Tierschutzhund aus dem Ausland ist, erzälte sie, dass sie vor den zwei Hündinnen einen Beagel Mix aus Spanien hatte. Nachdem der arme Kerl krank geworden ist, hat sie ihn einfach zurückgegeben. Sie wollte einen gesunden Hund, einen kranken kann sie nicht gebrauchen.
Wenn ich sowas lese, dann möchte ich am liebsten mit den Zähnen knirschen und in die Tischkante beissen.
Leider gibt es genug Leute, die ähnlich reagieren. Man muss ja der Gerechtigkeit halber auch berücksichtigen, dass vielen Leuten, die sich Tiere anschaffen, auch sehr enge finanzielle Grenzen gesetzt sind. Ich habe vor anderthalb Jahren in einem anderen Forum mitgekriegt, dass eine junge Frau, die von ihrem Lebensgefährten verlassen wurde und dann auch noch die Wohnung gekündigt bekommen hat, arg ins schleudern gekommen ist, weil sie so schnell mit ihren 2 Labrador Retrievern keine andere Wohnung fand, aber auch den Wohnort nicht wechseln konnte, weil sie dort arbeiten ging und kein Auto hatte. Da haben eine Hand voll Forenmitglieder (alles Hundebesitzer) zusammengearbeitet, damit es mit einer anderen Wohnung klappte.
Aber das ist ja eigentlich was anderes, als wenn ein Hund krank wird.
Auch wenn viele Tierärzte entgegenkommenderweise Ratenzahlung akzeptieren (bei ihnen bekannten Patienten jedenfalls) kann sich nicht jeder leisten Tausend(e) für tierärztliche Behandlung auszugeben. Das ist ja noch nicht mal Lieblosigkeit oder Verantwortungslosigkeit.
Aber einen Hund einfach zurückzugeben, weil nur ein gesunder Hund akzeptabel ist - und dies dann auch noch zuzugeben, das ist schon ein harter Brocken.
Ich würde mich in Grund und Boden schämen, wenn ich so ein liebloses Miststück wäre und ganz gewiss nicht damit auch noch hausieren gehen.
 
  #23
Alt 25.02.2008, 08:13
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Ich kann absolut nachvollziehen, dass man enge finanzielle Möglichkeiten hat.
Mein Gehalt ist auch gering, die Hälfte davon geht für die Wohnung drauf. Ohne Auto brauche ich ca 90 Minuten zur Arbeit, zurück die gleiche Zeit. Also muss ich ein Auto haben. Mein Auto ist sehr günstig im Unterhalt und braucht wenig Sprit.
Da ich wenig Geld für mich brauche, habe ich für den normalen Unterhalt der Hunde genug Geld. Bei so hohen Tierarztrechnungen, wie jetzt bei Odin wird es aber eng.
Aber trotzdem kann ich Odin doch nicht weggeben. Für ihn würde eine Welt zusammen brechen und ich könnte keine Nacht mehr schlafen.
Notfalls würde ich einen Kredit aufnehmen oder mir noch einen Aushilfsjob suchen.
Arwen ist offline  
  #24
Alt 25.02.2008, 09:05
Peanuts
Gast
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Beiträge: n/a

Zitat von Arwen

Beitrag anzeigen

Notfalls würde ich einen Kredit aufnehmen oder mir noch einen Aushilfsjob suchen.
Ich auch.
 
  #25
Alt 26.02.2008, 15:23
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Heute waren wir wieder in Hamburg bei unserer Ärztin.
Bevor sie Odin Blut abgenommen hat, erzählte sie uns, dass sie mit ihren Kollegen in Hannover über Odins Erkrankung gesprochen hat. Sie wollte sich noch mal versichern, ob sie alles getan hat, als untersucht hat oder ob die Spezialisten in der Uniklinik noch eine weitere Idee haben. Aber auch sie wissen nichts, was noch an "normalen Untersuchungen" gemacht werden kann.

Also hat die Ärztin Odin wieder Blut abgenommen und es auch gleich untersucht.
Ihr Gesicht sprach Bände, als sie ins Behandlungszimmer kam.

Odins Blutwerte sind unverändert, es gibt keine Besserung!
Das bedeutet, dass ihm Hannover, d.h. die Kernspinntomografie und die Hirnpunktion, nicht erspart bleiben.

Unsere Ärztin ist immer Mittwoch in Hannover. Sie klärt alles mit ihren Kollegen.
Wir werden nächsten Mittwoch mit Odin zur Uniklinik fahren. Dort wird er untersucht, Blut abgenommen und kontrolliert und der Brustbereich geröntgt. Wenn das ausgewertet ist, bekommt Odin einen Katheder gelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt sind wir immer bei ihm.
Dann wird er in Narkose gelegt, das geschieht in einem sterilen Raum. Da dürfen wir natürlich nicht mit hin. Danach kommt er in die Röhre, dort werden sein Kopf und die Wirbelsäule untersucht. Dabei wird auch die Einstichstelle für die Hirnwasserentnahme genau festgelegt. Die Entnahme wird von einem erfahrenen Spezialisten durchgeführt.
Die Narkose wird dabei so gering, wie möglich gehalten. Habe deswegen unsere Ärztin auch ausdrücklich gefragt. HSH reagieren auf Narkose anders, als "normale" Hunde. Das habe ich im Internet gelesen und wollte natürlich von unserer Tierärztin wissen, ob sie darüber Bescheid weiß. Wie erwartet kennt sie sich auch damit aus und hat uns auch den Grund für diese Besonderheit der Herdenschutzhunde genannt.
So wie Odin die Augen aufmacht, bringen die Ärzte ihn wieder zu uns.
Ein Owtscharka ist ein "gefährlicher Hund", der am Besten bei seinen Menschen aufgehoben ist.
Ich will Odin auf keinen Fall in einem Käfig haben. Er soll kein traumatisches Erlebnis haben. Deshalb wird er als gefährlich eingestuft.
Unsere Ärztin überwacht alles und zu ihr hat Odin Vertrauen. Also vertrauen auch wir ihr!
Wir bekommen dann irgendwann die Ergebnisse mitgeteilt.

Auch wenn ich Odin in guten Händen weiß, bleibt natürlich immer ein Risiko und die Angst.

Da wir aber keine Alternative haben, müssen wir den armen Kerl dieser Untersuchung unterziehen.
Arwen ist offline  
 

Stichworte
epilepsie, epilepsie beim hund, fragen, hund, hunde, probleme, zecken
Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 00:35 Uhr.
Powered by vBulletin®, Copyright ©2000 - 2010, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO ©2010, Crawlability, Inc.
Boards-United und Fetter-Esel since 18.03.2002