Boards-United
Navigation
Zurück   Boards-United > Hund, Katze, Maus > Tierforum
Alle Fotoalben Interessensgemeinschaften Linkliste und Partner Werbung Tags RSS

Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose

Dies ist ein Thema über Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose im Tierforum-Forum, in der Kategorie Hund, Katze, Maus : Odins Krankentagebuch Freitag, 1.02.08, morgens gegen 9 Uhr. Wir haben an dem morgen unseren Spaziergang etwas später gemacht, weil ich ...

Antwort

 

LinkBack (1) Themen-Optionen Ansicht

  1 links from elsewhere to this Post. Click to view. #1
Alt 09.02.2008, 00:51
Supporter
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.115
Nominated 2 Times in 2 Posts
TOTW/F/M Award(s): 0
Arwen wird schon bald berühmt werdenArwen wird schon bald berühmt werden
Activity Longevity
17/20 6/20
Today Beiträge
1/5 sssss1115
Lächeln Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose

View Poll  
Odins Krankentagebuch

Freitag, 1.02.08, morgens gegen 9 Uhr.
Wir haben an dem morgen unseren Spaziergang etwas später gemacht, weil ich nicht zur Arbeit musste. Wie immer wollte ich mit den Hunden eine große Runde gehen, damit sie ihre Geschäfte erledigen können. Alles war, wie gewohnt. Nicht die geringsten Anzeichen auf irgendetwas Ungewöhnliches.
Nach ca. 300 m blieb Odin stehen und wollte nicht mehr weiter. Auch ein „Weiter“ brachte ihn nicht dazu den Spaziergang fortzusetzen. Im nächsten Augenblick knickten Odins Hinterläufe weg, er schaute mich fragend an. Dann fiel er ganz um. Ich bekam einen fürchterlichen Schreck und für ein zwei Sekunden wusste ich nicht, was ich machen soll. Dann krampfte Odin auch schon. Jetzt brauchte ich dringend Hilfe. Der Mann, der auf der anderen Straßenseite an einem Gerüst arbeitete, schaute zu mir und ich habe halb hysterisch ihm zugerufen, er soll mir doch eben schnell helfen. Er kam sofort und ich habe ihm die zwei kleinen Hunde in die Hand gedrückt. Endlich hatte ich die Hände frei für Odin. Als erstes mussten Körper und Kopf frei und auf einer Ebene liegen.
Der Mann erzählte mir von seinem alten herzkranken Hund, der regelmäßig umfällt. Ich habe Odin gestreichelt und ruhig auf ihn eingeredet, damit er spürt, dass ich bei ihm bin. Er krampfte tonisch- klonisch, hatte schaumigen Schleim vor dem Maul und hat uriniert.
Nach ca. 1 Minute….der längsten meines Lebens….kam Odin wieder zu sich. Er hat mich fragen angesehen, so als wollte er sagen, was ist mit mir geschehen. Danach ist er aufgestanden und ich habe ihn in die Arme genommen und gekuschelt. Nachdem ich mich bei dem Mann für seine Hilfe bedankt habe, sind wir nach Hause gegangen. Odin war nichts mehr anzumerken. Er hat gefressen und getrunken und wollte Aufmerksamkeit.
Nachmittag hatten wir einen Termin beim Tierarzt. Dort wurde Odin untersucht, doch die Tierärztin konnte nichts Auffälliges feststellen. Wir haben den Laborbericht vorgelegt ( Rekettien positiv. Aber auch das war für die Tierärztin kein Grund eine Blutuntersuchung zu machen. Sie wollte uns nach Hause schicken. Zum Glück hatte KY noch einige Fragen, sodass wir noch eine ganze Zeit im Sprechzimmer waren. Dadurch bekam Odin seinen zweiten epileptischen Anfall in der Tierarztpraxis. Nun war auch die Ärztin bereit Odin zu behandeln. Blut wurde abgenommen und nach der Auswertung wurde Odin an den Tropf gehangen. Wir waren natürlich die ganze Zeit bei ihm und haben mit ihm gesprochen und ihn gekuschelt.
Die weißen Blutkörperchen waren zu hoch (Leuko :23,23 x10^9/l , Diff: Neutro 13,6 x10^9/l ,
Mono 3,4 x10^9/l )
Die Tierärztin hat ihm daraufhin Doxycyclin Mono 400mg p.o.,3x2 Pirimidon p.o. verordnet.
Nach über 4 Stunden, 19.30 Uhr, waren wir endlich wieder zu Hause.
Odin hat sich sofort in sein Zimmer gelegt und hat geschlafen.
Ich habe ihn nicht aus den Augen gelassen. Schon 20.45 Uhr bekam er einen weiteren epileptischen Anfall. Nach sofortiger Rücksprache mit der Ärztin sollten wir nun die Dosis auf 3 x 750mg Primidon herauf setzen. In der Nacht bekam Odin noch zwei Anfälle (22.45 und 3.20 Uhr). An Schlaf war gar nicht zu denken. MÜC, Maus und ich haben auf jedes Geräusch geachtet.
Der arme Odin tat uns so leid. Er hat doch in Ungarn schon genug ertragen müssen.
Am Samstag sollten wir mittags in der Praxis sein.
Odin war durch die Anfälle und das Antiepileptikum total benommen. Er konnte sich nicht orientieren.
Es wurde ihm wieder Blut abgenommen und er hat eine Infusion bekommen. Uns wurde nahe gelegt zu gehen. So ruhig ich konnte habe ich der Ärztin erklärt, dass ich meinen Hund nicht alleine lasse.
Die Blutwerte waren noch schlechter geworden (Leuko:34,72x10^9/l , Diff: Neutro 23,05, Mono 3,79, Lymp 6,79 )
Am späten Nachmittag waren wir wieder zu Hause und Odin ist sofort in seinem Zimmer eingeschlafen.
Nur kurz zum Fressen und Trinken und für eine kleine Pieselrunde ist Odin aufgestanden
In dieser Nacht hat KY mit mir gewacht. Da an Schlaf nicht zu denken war, haben wir uns weiter über Epilepsie, Ehrlichiose und Meningitis informiert. Natürlich auch über die Medikamente, die dafür verabreicht werden. Nebenbei haben wir die Beipackzettel studiert. Dabei sind wir auf Unverträglichkeiten, falsche Dosierung und nicht gut wirksame Medikamente gestoßen.
Darüber wollte KY am Sonntag mit der Ärztin sprechen.
Morgens war Odin absolut orientierungslos und total benommen, aber er hatte keinen Anfall.
In der Praxis waren wir dann auch recht schnell beim Thema. Leider war die Ärztin noch nicht einmal bereit, sich mit unsren Bedenken ernsthaft auseinander zu setzen. Sie beharrte auf der Richtigkeit ihrer Behandlung.
Auch heute wurde uns wieder nahe gelegt Odin da zu lassen und zu gehen. Diesmal habe ich eindringlich darauf hingewiesen, dass ich bei meinem Hund bleibe. Odin bekam noch mal eine Infusion und seine Injektion, dann sind wir gegangen.
Nach einem kurzen Spaziergang hat sich Odin wieder in sein Zimmer gelegt und geschlafen.
KY war davon überzeugt, dass Odin die falschen Medikamente bekommt und hat deshalb an Unikliniken und Biologische Institute gemailt.
Montag sollten wir wieder in die Praxis kommen.
Odin stand unter der Einwirkung des Primidon, war Anfallsfrei und war für kurze Zeit sogar schon zu einem kleinen Spiel mit seinem „Hühnchen“ zu bewegen.
Die Ärztin hat sich Odin angeschaut, noch einmal Blut abgenommen, er hat seine Injektion bekommen und das Primidon sollte auf 3 x 500mg herabgesetzt werden.
Nachmittags hat KY dann eine Antwort auf seine Mail bekommen.

Anfrage:

Pharmakologische Fragestellung:

Primidon als Enzyminduktor verringert den Doxycyclin-Plasmaspiegel durch erhöhten Abbau. Als bakteriostatisches Tetracyclin mit schlechter Liquorgängigkeit, obgleich Mittel der ersten Wahl bei einer angenommenen Rickettsien-Infektion, erscheint diese Therapie per se als eher problematisch. Die Zugabe des zum Doxycyclin antagonistisch wirkenden Enrofloxacins könnte dessen Wirkung noch weiter beeinträchtigen. (Imidocarb?)

Problematisch an dieser Stelle erscheint mir, daß der spekulative Benefit des Doxycyclins nachhaltig beeinträchtigt wird, die Symptomatik - nämlich die epileptiformen Anfälle - jedoch durch die Pirimidongabe zunächst verschleiert wird.
Wäre hier nicht eine Dosisanpassung indiziert? ( Leberwerte befinden sich innerhalb der Norm, Crea hochnormal, Urea grenzwertig erhöht )

Primidon erfordert in der Leber als Prodrug des Phenobarbitals einen weiteren Metabolisierungsschritt,
wäre zu deren Schonung Phenobarbital deshalb nicht geeigneter?

Wie ist die Gabe des Enrofloxacins einzuschätzen? Relative KI wie Anfallsleiden und Wachstum bei Riesenrasen bis 18 Mo. und antagonistische Wirkung zum Doxycyclin vs. breiteres Erregerspektrum und spekulativer Benefit im klinischen Erscheinungsbild des Hundes .

Wie eingangs gesagt, wäre ich Ihnen über eine Hilfestellung überaus dankbar!
Hochachtungsvoll





Sehr geehrter Herr K ,

bezugnehmend auf Ihre Anfrage würden wir folgendes empfehlen:

1. Enrofloxacin sofort absetzen, da es bei Epilepsie kontraindiziert ist und sogar Anfälle auslösen kann, wenn es sich um ein zentrales Anfallsleiden handelt..
2. Einstellung lieber mit Luminal, Primidon bitte nicht mehr verwenden.
3. Statt Enrofloxacin lieber Synulox (Amoxicillin + Clavulansäure) verwenden.

Unter Umständen ist die Epilepsie auch hormonell bedingt. Unkastrierte Rüden haben schon mal epileptiforme Anfälle, wenn läufige Hündinnen in der Nachbarschaft sind. Man könnte versuchen, das z.B. mit Tardastrex in den Griff zu bekommen. Wenn das funktioniert, sollte man langfristig doch eher an Kastration denken.

Es wäre schön, wenn Sie mich auf dem Laufenden halten könnten.

Hoffentlich hilft das ein bisschen weiter,

Gruß



FU XXXX
XXXXXXX



Nun hatten wir eine Aussage von Fachleuten, aber keinen Tierarzt, der bereit war vernünftig zu therapieren.
Durch eine Freundin von KY erfuhren wir von einer Spezialistin in Hamburg, die sogar eine Abhandlung über Erlichia canis geschrieben hat.
Gleich am Mittwoch haben wir bei ihr angerufen und sofort für Donnerstag einen Termin bekommen.
Wir haben den Mittwoch genutzt um alles, was bis dahin geschehen ist, genauestens aufzuschreiben. Jede noch so kleine Kleinigkeit kann bei so einem Krankheitsbild wichtig sein.

Die Ärztin war dankbar für unsere Unterlagen und hat sie auch erst mal zur Einsicht behalten.
Sie hat viele Fragen gestellt, hat sich alles noch einmal berichten lassen und dann mit uns die Vorgehensweise besprochen.
Das Enrofloxacin sofort absetzen!
Doycyclin Mono durch Doxyhyclat ersetzen. Es ist bei Hunden wirksamer (hatten wir ja auch schon herausgefunden).
Auch das Primidon hätte sie nicht verordnet, statt dessen das Phenobarbital.

Dann hat sie Odin wirklich gründlich untersucht.
Lunge, Herz, Lympfknoten, Zähne, Schleimhäute, Hals, Rachen, Ohren, Augen, Bauch, Hoden, Penis, Puls, Gelenke und der Gesamteindruck. Gewogen wurde Odin vorher.
Hier gab es nichts Auffälliges.

Anschließend wurde ein EKG gemacht…..auch hier war alles in Ordnung.
Bis hierhin war Odin super lieb.

Sonographie…..alles in Ordnung…..
Das Fell am Bauch rasieren war okay, auf den Tisch von vier Menschen gehoben werden auch noch, aber auch noch mit so einem Ding in den Bauch drücken, fand Odin dann doch nervig. Er ließ sich aber schnell wieder beruhigen. Ab und an hat er meinem Arm gefasst, ich konnte ihn jedoch überreden los zu lassen.

Die Milzpunktion haben wir gelassen, dazu hatte Odin keine Lust. Da er durch die Medikamente nicht nüchtern war, hätte dieses Ergebnis sowieso keine große Aussagekraft.

Dann Röntgen…..Herz ist in Ordnung. Allerdings gibt es an der Wirbelsäule eine Auffälligkeit, um genaues sagen zu können muss aber eine neue Aufnahme gemacht werden.

Anschließend wurde Blut abgenommen für Blutbild Vet ABC, Blutchemie Comprehensive Profile 8133, Anaplasma phagocytophilium (IFAT), Blutgerinnung aPTT, Ehrlichia canis (IFAT), Neosporose (IFAT), Toxoplsmose Antikörperbestimmung, Blutgerinnung (PT, Quick), PCR B henselae + B. quitana.

Blutdruckmessung……alles in Ordnung.

Harn mit der Kelle auffangen für Harnuntersuchung und Mikroskopische Untersuchung (nativ) des Harnsediments.

Die Laborergebnisse bekommen wir nächste Woche.

Unser „Großer“ war ein geduldiger und super lieber Patient.
Die Ärztin hat sich große Sorgen um die Müdigkeit von Odin gemacht. Er hat eindeutig zu viel Primidon verordnet bekommen. Deshalb haben wir auf ihre Anweisung hin die Abend- und Morgendosis weggelassen.

Abends hat die Ärztin uns noch einmal angerufen und die Blutwerte durchgegeben, die in Ihrem Labor getestet wurden Leuko und Lymp sind runter gegangen, Eos sind noch viel zu hoch.
Harn ist in Ordnung.

Heute haben wir wieder zusammen telefoniert. Ich habe über Odins Befinden berichtet. Die Ärztin hat entschieden Odin auf Phenobarbitol umzustellen.
Für den Notfall haben wir Diazepam Zäpfchen und die Handynummer der Ärztin.

Odin ist heute deutlich munterer. Er ist sehr anhänglich und liebebedürftig. Er schläft immer noch viel, hat aber schon längere Phasen, wo er spielen will. Auf der Wiese nebenan hat er sich nicht davon abhalten lassen ca.2 Minuten mit einer Hündin zu spielen. Er frisst gut und genießt seine Leberwurstbrote (mit den Tabletten).

Wir sind mit dem Gefühl medizinisch und menschlich optimal betreut zu werden von der Ärztin weggefahren.

Nun hoffen wir, dass sich bald die Ursache für Odins krank sein findet und der Große wieder richtig gesund wird.
Wir werden alles dafür tun und immer für unseren Odin da sein.
Unser Großer hat ja auch nicht nur uns….die ganze Familie, sondern seine ganzen Kumpels und ihre Menschen, die sich täglich nach seinem Befinden erkundigen und ihm die Daumen drücken.

DANKE!!!


__________________
Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.
Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.

Alexander v. Humbold

Geändert von Ky! (09.02.2008 um 07:08 Uhr).
Arwen ist gerade online  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!Spurl this Post!Reddit!Stumble this Post!Google Bookmark this Post!Yahoo Bookmark this Post!Live Bookmark this Post!Bookmark to LinkARENA!Bookmark to AskJeeves! Wong this Post!
Mit Zitat antworten

Thema des Monats August, 2008   View Poll   View Top 3 Awards

Nominated Die folgenden User haben dieses Thema nominiert:  
Ky!  (21.07.2008)
  #2
Alt 09.02.2008, 03:01
Teammitglied
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 06.02.2007
Beiträge: 2.205
Nominated 0 Times in 0 Posts
TOTW/F/M Award(s): 0
Peanuts befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Activity Longevity
19/20 5/20
Today Beiträge
0/5 sssss2205
Durch Ky! wußte ich ja schon von Odins Krankheit und habe mitgelitten und versucht, mitzudenken.
Trotzdem hatte ich gerade beim Lesen des Berichtes mächtig Pipi in den Augen.
Manno, was tut der Große mir leid! Und ich kann mir gut dein Entsetzen angesichts des 1. Anfalls "aus heiterem Himmel" vorstellen!
Und ich bin sicher, dass ihr nun nach dem Tierarztwechsel - das macht bestimmt niemand gerne, so mitten im Rennen quasi die Pferde zu wechseln! - mit Odin in wirklich guten Händen seid.
Ky! hörte sich gestern am Telefon doch sehr viel ruhiger und zuversichtlicher an, als er von der Untersuchung bei den Tierspezialisten in Hamburg erzählte!

Da ich weiß, dass Odins Behandlung bereits sehr viel Geld gekostet hat - und sicher ist da das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht! - werde ich am kommenden Wochenende die langen Stunden der nächsten Fahrt nach Ungarn nutzen, um mit Eva eine Kostenbeteiligung zu besprechen.
Über die genaue Höhe kann ich hier noch nichts äußern, aber sicher werden einige hundert €, die wir zwischen dem 1. 3. und dem 1. 4. 08 an dich überweisen können, dir helfen, die große Belastung der Behandlungskosten erträglicher zu machen.
Und ganz sicher werde ich, wenn einer der nächsten Ungarnhunde positiv auf Rickettsien oder Ehrlichien gestestet wird, mit größter Sorgfalt den behandelnden Tierarzt und die potentiellen neuen Besitzer auf die möglichen Komplikationen durch nicht gründlichst abgeschlossenen Heilprozess hinweisen!
Inzwischen wünsche ich Odin weiterhin gute Besserung und hoffe, dass du uns hier gelegentlich vom Fortschritt des Gesundungs / Behandlungsverlaufs erzählst!
__________________
Keine Tierversuche - nehmt Kinderschänder! Peanuts

Geändert von Peanuts (09.02.2008 um 03:04 Uhr).
Peanuts ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!Spurl this Post!Reddit!Stumble this Post!Google Bookmark this Post!Yahoo Bookmark this Post!Live Bookmark this Post!Bookmark to LinkARENA!Bookmark to AskJeeves! Wong this Post!
Mit Zitat antworten
  #3
Alt 09.02.2008, 07:58
 
Benutzerbild von mecss
 
Registriert seit: 26.11.2007
Ort: Hamburg/Hamm-Nord
Beiträge: 2.346
Nominated 0 Times in 0 Posts
TOTW/F/M Award(s): 0
mecss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Activity Longevity
11/20 2/20
Today Beiträge
0/5 sssss2346
Unglücklich

Das am frühen Morgen zu lesen, ließ mich in eine große Bestürzung fallen. Als Hundehalter kann ich deine Besorgnis gut verstehen, aber auch die Hilflosigkeit in dem Moment. Das hätte ich dem "Großen" so nicht gewünscht. Hoffe, daß sich alles wieder richten wird und meine Hundedamen, Tequila und Bonita, wünschen Odin eine gute Besserung und wir natürlicha auch...wäre nett, wenn du uns weiter über den Verlauf informieren könntest...

i.d.S. mecss *vielgutebesserungwünschend*
__________________
Lebe heute und denke nicht an morgen und genieße jeden Tag als wäre es Absicht...
mecss ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!Spurl this Post!Reddit!Stumble this Post!Google Bookmark this Post!Yahoo Bookmark this Post!Live Bookmark this Post!Bookmark to LinkARENA!Bookmark to AskJeeves! Wong this Post!
Mit Zitat antworten
  #4
Alt 09.02.2008, 20:34
Supporter
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.115
Nominated 2 Times in 2 Posts
TOTW/F/M Award(s): 0
Arwen wird schon bald berühmt werdenArwen wird schon bald berühmt werden
Activity Longevity
17/20 6/20
Today Beiträge
1/5 sssss1115
Euch allen vielen Dank!!
Es war so gut, den Tierarzt zu wechseln.
Die Gesundheit von unserem "Großen" ist wichtiger als alles Geld.
Wir haben ihm versprochen, dass wir uns um ihn kümmern und ihn immer lieben werden.
Er zeigt uns seinen Dank jeden Tag.
Heute Morgen wurde ich endlich wieder durch eine zärtliche große Hundeschnauze geweckt. Ich war so glücklich, Odin zeigt Interesse und fordert Aufmerksamkeit.
Der Morgenspaziergang hat Odin Spaß gemacht. Er nimmt seine Umwelt wieder wahr und hat keine Orientierungsschwierigkeiten mehr.
Nachdem er seine Geschäfte erledigt hat, wollte er spielen.
Er ist richtig fröhlich auf der Wiese herumgelaufen, hat mich gefangen und fand sogar das Stöckchen toll.
Es ist unbeschreiblich schön, Odin so lebensfroh zu sehen.
Zuhause gab es Frühstück, dann hat er etwas geschlafen und gegen 10 Uhr sind wir in den Garten gegangen. Odin hat sich seinen Ball geschnappt und wir haben gespielt. Dann hat er sich aufs Gras in die Frühlingssonne gelegt.
Das habe ich genutzt um einige Gehwegplatten zu verlegen. So hatte ich Odin immer im Auge und konnte mich nützlich machen.
Als ich dann einen Busch umpflanzen wollte, war Odin der Meinung, nun muss er mich unterstützen. Löcher graben kann er doch viel besser und schneller.
Habe heute gelesen, dass es Herdenschutzhunden angeboren ist zu graben. Sie suchen in ihrer Heimat, wo sie oft sehr wenig oder auch mal nichts zu fressen bekommen, nach Wurzeln u.ä., außerdem fressen sie dort Gräser, Obst, Gemüse und Getreide, auch Insekten und Exkremente.
Insekten und Exkremente frißt Odin hier, zum Glück, nicht.
Beim zweiten Spaziergang haben wir seinen Kumpel Donny getroffen. Mit einem glücklichen Gesicht hat Odin Donny zum Spielen aufgefordert. Donny hatte aber gar keine Lust und hat sich von Odin abgewandt.
"Dann eben nicht...ich habe ein Frauchen, die spielt gerne mit mir!"
So haben wir gespielt und dann kam auch noch Odins KY. Im Galopp ist Odin zu KY gerannt. Unser "Großer" war richtig glücklich und aufgedreht.
Zuhause durfte er in seinen Garten, dort hat er sich wieder ins Gras gelegt.
Nach Ruhepausen, in denen er geschlafen hat, kam er immer zu mir und wollte spielen oder er hat sich neben mich gelegt.
Es ist so schön, dass es ihm wieder so gut geht.

Mit Spannung warten wir nun auf die Blutergebnisse.

Die Ärztin hat das Wissen und den Willen herauszufinden, was Odin hat.

Leider sind bei Odin von Anfang an Fehler von Ärzten gemacht worden.
Wenn bei einem Hund der Test Rickettsien positiv ausfällt, dann muss er 4 bis 6 Wochen mit Doxyhyclat behandelt werden. Außerdem müssen weitere Tests gemacht werden. Es muss herausgefunden werden um welche Bakterien es sich handelt.
Sind es Anaplasmen oder Ehrlichien. Bei den Ehrlichien gibt es wiederum 6 verschiedene Erregerarten.
Drei davon sind medizinisch relevant, sie unterscheiden sich bezüglich ihres Siedlungsortes im Hund, d.h. welche Zellen sie befallen und welche Organe sie schädigen.
Mit dem Zeckenspeichel gelangen die Erreger ins Blut des Hundes und suchen sich je nach Erregerart unterschiedliche Blutzellen als Wirtszellen.
E. canis und E. ristici - Monozyten ( weiße Blutkörperchen)
E. platys - Thrombozyten ( Blutplättchen/ Blutgerinnung )
E. equi - Granulozyten
In den befallenen Wirtszellen vermehren sich die Erreger. Zunächst kommt es zu einer Verdrängung des Zellkerns an den Rand, danach zur Zerstörung der Zelle und auf diesem Weg zur Infektion weiterer Blutzellen.
E. canis benötigt die Monozyten als "Transportmittel" in verschiedene Organe, in die sie alleine nicht eindringen könnten. Monozyten sind als Teil des weißen Blutbilbs in der Lage, Blugefäße zu verlassen und in innere Organe zu migrieren. Die Folge sind Gefäßentzündungen, innere und äußere Blutungen und Organschwellungen.
Wird der Erreger nicht aus dem Körper ausgeschieden, kann es zur chronischen Phase kommen. Knochenmarksveränderungen führen zu einer milden bis schweren Verlaufsform. Dabei können Gehirnhautentzündungen zu epileptischen Anfällen und Bewegungsstörungen führen.

Auch bei einer richtigen Behandlung können sich Reste der Erreger vermutlich im Knochenmark aufhalten, wo schwer an sie heranzukommen ist. Dadurch kann es auch später zu erneuten Schüben kommen.
Es gibt bei einer Infektion mit Rickettsien keine 100%ige Sicherheit und Kontrollmöglichkeit, dass alle Erreger ausgeschieden sind.
Man muss solche Tiere immer genau beobachten und bei Auffälligkeiten sofort einen Bluttest machen und das Tier behandeln.

Menschen können nur mit Ehrlichiose - Erregern über Zecken infiziert werden. Direkte Infektionen durch den Hund spielen keine Rolle.
__________________
Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.
Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.

Alexander v. Humbold
Arwen ist gerade online  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!Spurl this Post!Reddit!Stumble this Post!Google Bookmark this Post!Yahoo Bookmark this Post!Live Bookmark this Post!Bookmark to LinkARENA!Bookmark to AskJeeves! Wong this Post!
Mit Zitat antworten
  #5
Alt 10.02.2008, 09:25
Supporter
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.115
Nominated 2 Times in 2 Posts
TOTW/F/M Award(s): 0
Arwen wird schon bald berühmt werdenArwen wird schon bald berühmt werden
Activity Longevity
17/20 6/20
Today Beiträge
1/5 sssss1115
Von Tag zu Tag geht es Odin nun etwas besser.
Das gewohnte Morgenritual (Frauchen mit Kuss wecken) findet er wieder gut.
Auf dem Morgenspaziergang beobachtet er alles nach Herdenschutzhundmanier. Jede Bewegung, egal ob es ein Vogel, ein Mensch, ein anderer Hund oder nur Zweige sind hat er im Auge. Man kann richtig erkennen, wie er seine Umwelt "fotografiert". Erst wenn er der Meinung ist, dass alles ungefährlich ist oder ich ihm sage, "alles okay", dann geht er weiter.
Sein Owtscharkacharakter ist auch wieder zum Vorschein gekommen.
..."Sitz"....Odin schaut dann zu mir und überprüft, ob ich durch meine Körpersprache auch meine, was ich sage.
..."Komm"....heißt für einen Owtscharka eben nicht, dass er gesprintet kommt. Langsam kommt Hund auch zum Ziel. Schließlich kann ein HSH seine Kräfte nicht sinnlos verpulvern.
Anders sieht es aus, wenn der Schalk in seinem Nacken sitzt. Dann kann er blitzschnell sein. Beim "Fangen" haben wir nun wieder keine Chance.
Wir geben Odin jetzt langsam jeden Tag etwas mehr Bewegung. Seine gestaute Energie will er frei lassen. Natürlich achten wir darauf, dass er sich nicht Verausgabt.
Im Garten und in der Wohnung mache ich viele Suchspiele mit ihm ( Leckerli und Spielzeug verstecken ). Das findet er total spannend.
Wenn Odin ausgepowert ist und sich erst mal erholt, kommen die Kleinen dran.

Nun gehen wir aber erst mal in den Garten.
Die Hunde wollen auch hier die "Zeitung" lesen.
Vögel, Katzen, Eichhörnchen und anderes Getier hinterlassen ja täglich Nachrichten.
__________________
Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.
Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.

Alexander v. Humbold
Arwen ist gerade online  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!Spurl this Post!Reddit!Stumble this Post!Google Bookmark this Post!Yahoo Bookmark this Post!Live Bookmark this Post!Bookmark to LinkARENA!Bookmark to AskJeeves! Wong this Post!
Mit Zitat antworten
  #6
Alt 10.02.2008, 09:52
 
Benutzerbild von mecss
 
Registriert seit: 26.11.2007
Ort: Hamburg/Hamm-Nord
Beiträge: 2.346
Nominated 0 Times in 0 Posts
TOTW/F/M Award(s): 0
mecss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Activity Longevity
11/20 2/20
Today Beiträge
0/5 sssss2346
Damit ist der Sonntag gerettet, denn es ist schön zu lesen, daß es dem Odin wieder besser geht...aber ob dieses Verhalten wirklich nur auf Odin oder seine Artgenossen gilt, alles um sich herum zu beobachten und zu kontrollieren, wage ich zu bezweifeln, denn unser Westie und Foxterrier sind nicht anders. Gerade unsere Bonita, Foxterrier ist sehr wachsam reagiert analog und erst wenn ich ihr das Gefühl gebe, daß alles in Ordnung ist, entspannt sie sich...aber egal, Hauptsache ist, daß es unseren Hundis gut geht...hoffe, daß Odin zukünftig von dieser Krankheit befreit leben kann...

i.d.S. mecss
__________________
Lebe heute und denke nicht an morgen und genieße jeden Tag als wäre es Absicht...
mecss ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!Spurl this Post!Reddit!Stumble this Post!Google Bookmark this Post!Yahoo Bookmark this Post!Live Bookmark this Post!Bookmark to LinkARENA!Bookmark to AskJeeves! Wong this Post!
Mit Zitat antworten
  #7
Alt 10.02.2008, 10:27
Teammitglied
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 06.02.2007
Beiträge: 2.205
Nominated 0 Times in 0 Posts
TOTW/F/M Award(s): 0
Peanuts befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Activity Longevity
19/20 5/20
Today Beiträge
0/5 sssss2205
Jap..mein Sonntag ist auch gerettet, jetzt, wo wir wissen, dass Odin wieder auf die gewohnte Weise am Leben teilnimmt.
Ich konnte dank der Arcor-üblichen Kinderkrankheiten hier ab gestern nach Mittag wieder mal nicht ins Netz und auch nicht telefonieren, aber na Gott sei Dank! jetzt geht's wieder.
Tja... ich denke, viele Tierärzte wissen einfach nicht viel über die Einzelheiten und die speziellen Gefahren, die mit den so genannten "Mittelmeerkrankheiten verbunden sind.
Ich bin ja vor ein paar Tagen mal auf meine Tierärzte zugegangen und habe ihnen die Krankheit von Odin geschildert und nach eventuellem Änderungsbedarf in der Medikamentenstellung gefragt.
Beide haben sich sehr zurückhaltend geäüßert, man hatte direkt den Eindruck, als wollte da eine Krähe der anderen kein Auge aushacken oder als wollten sie sich grundsätzlich nicht in die Behandlungsmethoden von anderen einmischen.
Aber nachdem ihr nun - zu Odins Glück möchte ich behaupten! - den Schritt gemacht und das Ärzteteam gewechselt habt, werde ich meinen Tierärzten davon auch erzählen. Speziell die behandelnde Tierärztin des Tierheims in Wiehl sollte meiner Meinung nach unbedingt davon erfahren, denn sie ist ja diejenige, die Odin zuerst behandelt hatte und sie kommt ja zwangläufig durch die Hunde der Mittelmeerländer immer wieder mit den typisch südeuropäischen Krankheiten in Berührung. Es ist für diese Tiere lebenswichtig, durch Ärzte behandelt zu werden, die sich mit diesen Krankheitserregern auskennen.
__________________
Keine Tierversuche - nehmt Kinderschänder! Peanuts
Peanuts ist offline  
Digg this Post!