Boards-United
Navigation
Zurück   Boards-United > Hund, Katze, Maus > Tierforum
 
 
LinkBack Themen-Optionen

  #126
Alt 12.04.2008, 13:12
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
Beiträge: n/a

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 12.04.2008, 13:12)


Zitat von Ky!

Beitrag anzeigen
Könntest Du mal grob die Informationen posten?
Unser Cayo kann das Autofahren nicht vertragen und bricht jedesmal - manchmal schon nach 500 Metern, obwohl er sehr gerne fährt (aktuell hat sich die Situation durch die Kastration jedoch sehr verbessert)... das ist aber ein anderes Thema.
Die Ärztin meinte deshalb auf Nachfrage, wir sollten vor Abfahrt eine Sicherheit von 1 Stunde nach der Verabreichung von Luminal einbauen.
Aufgenommen wird das Medikament aber schon nach relativ kurzer Zeit, nämlich schon nach einer halben Stunde. Bei Durchfall stellt sich diese Frage deshalb kaum, es sei denn, es handelt sich um Brechdurchfall o.ä..
Und Nachdosieren sollte man NUR, wenn im Erbrochenen noch Tablettenreste zu finden sind. Sonst NICHT!!!
Desweiteren verordnen manche Tierärzte eine einmalige Zugabe von Luminal, wenn sich ein Anfall im Vorhinein sicher ankündigt. Unsere Ärztin lehnt so etwas entschieden ab! Wichtig ist ihr ein gleichmäßiger Phenobarbitalspiegel, der sich nur durch die penibel genaue Einhaltung von Zeit und Dosierung erreichen lässt.
 
  #127
Alt 12.04.2008, 13:26
Ky!

technischer Support
 
Benutzerbild von Ky!
 
Registriert seit: 28.12.2002
Ort: Elmshorn bei Hamburg
Beiträge: 6.533
Ky! wird schon bald berühmt werden

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Ky!, 12.04.2008, 13:26)


Zitat:


Desweiteren verordnen manche Tierärzte eine einmalige Zugabe von Luminal, wenn sich ein Anfall im Vorhinein sicher ankündigt. Unsere Ärztin lehnt so etwas entschieden ab!
Hat sie da zufällig etwas über Diazepam aka Valium gesagt?

In der Humanmedizin wird dies im Status epilepticus gegeben, um auch die Anfallsbereitschaft für nachfolgende Entladungen zu senken. Beim Hund soll dies aber nun recht schnell Verstoffwechselt werden, was den Effekt nun beeinträchtigen könnte, bzw. eher zunichte macht....
Ky! ist gerade online  
  #128
Alt 12.04.2008, 13:41
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
Beiträge: n/a

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 12.04.2008, 13:41)


Ja, Cayo bekommt ebenfalls nach jedem Anfall Diazepam, auch im weitere Anfälle zu verhindern, im schlimmsten Fall eben den Status Epilepticus. Unsere Ärztin sagte aber auch, dass das Diazepam nicht immer wirkt - was bei Cayo nämlich der Fall zu sein scheint - weil er trotzdem 3 Anfälle innerhalb weniger Stunden gehabt hatte. Das war einfach nur noch schrecklich! Aber wer weiß, wie es "ohne" gewesen wäre? Obwohl, dass es zum Status Epilepticus kommt, sei doch eher sehr selten - das käme zwar vor, aber eben wirklich nicht oft, versuchte uns die Ärztin zu trösten.
Deshalb sind wir schon froh, dass es beim letzten mal nicht zu einem Serienanfall gekommen ist und er "nur" einen hatte.
 
  #129
Alt 12.04.2008, 23:18
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 12.04.2008, 23:18)


Bei den Medikamenten gegen Epilepsie geht man immer Risiken ein.
Dosiert man das Luminal zu hoch wird die Leber massiv geschädigt. Ist die Dosis zu gering bekommt der Hund weiter epileptische Anfälle. Jeder Anfall kann Nerven schädigen.
Gibt man bei jedem Anfall Diazepam gewöhnt sich der Organismus daran und es wirkt nicht mehr. Man hat also kein wirksames "Notfallmedikament", wenn der Hund nicht mehr alleine aus einem epileptischen Anfall heraus kommt. Gibt man das Diazepam nicht, kann es zu mehreren Anfällen (Cluster) kommen. Die widerum die Nerven schädigen können.
Wenn, wie bei Odin, ca.4 Stunden zwischen den beiden Anfällen liegen, dann hat der Hund das Diazepam schon abgebaut. Es kann also höchstwahrscheinlich den zweiten Anfall nicht verhindern.
Man muss also immer Nutzen und Risiken abwägen. Das ist nicht einfach!

Genau wir ihr Cayo beobachtet, tun wir es auch. Jedes ungewohnte Geräusch läßt uns aufschrecken.
Beim Spaziergang, beim Spielen und sogar beim Schlafen beobachtet man seinen Hund noch genauer. Die kleinste Unregelmäßigkeit bemerkt man sofort. Das ist sicher anstrengend, aber man lernt dadurch auch seinen Hund besser kennen.
Und...wir haben durch die Krankheit eine noch engere Bindung. Odin vertraut uns, das ist so schön.
Wir genießen unsere gemeinsame Zeit und freuen uns über jeden anfallsfreien Tag.
Arwen ist offline  
  #130
Alt 14.04.2008, 18:43
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
Beiträge: n/a

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 14.04.2008, 18:43)


Zitat:


Der Phenobarbitalspiegel hat aufgezeigt, dass wir im mittleren Referenzbereich sind. D.h. wir können gegebenenfalls höher dosieren.
Cayos Phenobarbitalspiegel steht seit heute ebenfalls fest. Er liegt im therapie-relevanten Bereich von 22,5 ug/ml (10-40 ug/ml).
So haben wir noch einigen Spielraum, hoffen allerdings, dass er möglichst lange anfallsfrei bleibt und wir nicht weiter erhöhen müssen.
Einen gründlichen Organcheck inkl. Leberwerttest gibt's dann in 3 bis 4 Monaten. Der Phenobarbitalspiegel wird dann auch noch einmal ermittelt.

Geändert von Jaybiene (14.04.2008 um 19:06 Uhr)
 
  #131
Alt 23.04.2008, 18:07
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
Beiträge: n/a

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 23.04.2008, 18:07)


Cayo ist 23 Tage anfallsfrei gewesen. Doch heute Mittag bekam er einen Grand Mal, der sogar heftiger war und mit knappen 3 Minuten auch länger dauerte als sonst.
Die gute Nachricht: Wie bereits beim letzten Anfall, hatte sich Cayo auch diesmal wesentlich schneller wieder erholt. Er war weder aufgeregt noch hypernervös, noch hatte er halluziniert oder war ängstlich. Und: Er konnte mir rechtzeitig bescheid geben, ist zu mir gekommen, und so konnte ich ihn noch behutsam hinlegen. Diese Zeit blieb uns sonst nicht, weil er einfach "stehenden Fußes" umkippte.
Natürlich habe ich mich sofort mit der Klinik in Verbindung gesetzt. Aufgrund Cayos recht niedrigen Phenobarbitalspiegels erhöhen wir Luminal nochmals um eine halbe Tablette. Er bekommt in Zukunft also jeweils morgens und abends eine.
Uns gefällt das zwar alles nicht, aber die Leberwerte werden ja überwacht - und über allem steht zunächst einmal die Eindämmung der Anfälle. Denn die ganz große Gefahr ist nämlich, dass sich die Epilepsie bei zu geringer Dosierung Bahn bricht und die Anfälle dann an Heftigkeit und Häufigkeit zunehmen - bis hin zu sich verschlimmernden Serienfällen und der dann steigenden Gefahr eines Status Epilepicus.
Die Tierärztin versicherte uns allerdings noch, dass diese Klinik noch kein Epilepsie-Patient mit einem Leberschaden verlassen hätte.
Die Ärzte passen also auf unseren Cayo auf - genau wie wir es auf unsere Weise tun. Und zusammen werden wir es bestimmt schaffen!
Ein Teil unserer - und der Klinik-Hoffnung basiert auf Cayos Kastration. Allerdings müssen wir uns hier noch echt in Geduld üben, da mit einer Wirkung erst 4 Monate nach der Kastration zu rechnen ist. Bei manchen Hunden dauert es sogar noch länger.
Aber dieses Thema ist für sich so komplex und vielschichtig, dass ich zu diesem Zeitpunkt erst einmal nicht weiter darauf eingehen möchte.
Was allerdings noch zu sagen wäre, ist, dass man auch für die medikamentöse Therapie Geduld braucht. Nicht umsonst spricht man von der richtigen Luminal-Einstellung. Mit einer Tablettengabe "mal eben so auf die Schnelle" ist es nicht getan.
Ich gebe gerne zu, dass man darauf zwar insgeheim HOFFT, aber letztendlich sieht man auch hier: Alles braucht seine Zeit!
Eben kamen Cayo und ich von einem wunderschönen "Sonnenschein-Spaziergang" zurück. Es war einfach herrlich! Er war gut drauf, freute sich und hatte wie immer so richtig gute Laune. Deshalb hoffe ich, dass uns wie beim letzten Mal schon, ein zweiter "Nachfolge-Anfall" erspart bleibt... und, dass er möglicherweise jetzt seine richtige Luminal-Dosierung gefunden hat und er nun vielleicht sogar länger anfallsfrei bleibt als gute 3 Wochen!
Drückt uns mal die Daumen, das hilft bestimmt! :-)
 
  #132
Alt 23.04.2008, 18:13
Ky!

technischer Support
 
Benutzerbild von Ky!
 
Registriert seit: 28.12.2002
Ort: Elmshorn bei Hamburg
Beiträge: 6.533
Ky! wird schon bald berühmt werden

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Ky!, 23.04.2008, 18:13)


Natürlich drücken wir die Daumen!

Aber Kopf hoch! Drei Wochen Anfallsfreiheit sind doch schon einmal eine gute Basis! Wenn ich mich recht erinnere war Cayo auch erst im unteren therapeutischen Luminalbereich.

- Jaybiene - Das wird!!!!!!!!!!!!!
Ky! ist gerade online  
  #133
Alt 23.04.2008, 18:38
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
Beiträge: n/a

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 23.04.2008, 18:38)


Zitat von Ky!

Beitrag anzeigen
Natürlich drücken wir die Daumen!

Aber Kopf hoch! Drei Wochen Anfallsfreiheit sind doch schon einmal eine gute Basis! Wenn ich mich recht erinnere war Cayo auch erst im unteren therapeutischen Luminalbereich.

- Jaybiene - Das wird!!!!!!!!!!!!!

Danke!!! Das tut so richtig gut!!!
Aber euer Odin war doch auch 3 Wochen anfallsfrei gewesen? Und sein Phenobarbitalspiegel (was für ein ätzend-langes Wort!) weist auf eine Menge Spielraum hin... tja, und streng genommen stehen wir hüben wie drüben deshalb wirklich erst am Anfang.
Es kommt einem manchmal nur so lange vor, weil man schon so viel getan, durchdacht und erlebt hat!
Und ich habe NOCH ein schönes Wort: Kaliumbromid. Das wird oft zusätzlich zum Luminal eintherapiert - und beides soll zusammen einen sehr großen Wirkungsgrad haben.
Nachteil: Es wirkt erst nach ca. 6 bis 8 Wochen, ist dafür aber viel netter zur Leber!
Ich hab' das wirklich nur mal so als Beispiel genommen - insgesamt gesehen, kann man eine ganze, ganze Menge für seinen Hund tun - und irgendwas greift eigentlich immer... nur leider nicht sofort... und da wären wir wieder beim Thema Geduld!
Die Leute, die wirklich am Ball geblieben sind, haben in aller Regel auch einen guten Therapieerfolg erzielen können!!

Ach so, was mir in diesem Zusammenhang sehr wichtig ist: Wahrscheinlich habe ich Hunderte Epilepsie-Berichte gelesen im Laufe der Zeit - doch bloß einer der vielen Hundehalter hat zugegeben, schon mal mit der Tablettengabe geschlampt zu haben - woraufhin der Hund natürlich am nächsten Tag krampfte!
Tja, und die Tierhalter sagen auch den Ärzten nur, was die hören SOLLEN, aber nicht, was sie eigentlich wissen MÜSSTEN!
Deshalb bin ich überzeugt: Der Therapieerfolg mit Luminal wäre bei wirklich ganz restriktiver Einhaltung von Dosis und Zeit bestimmt noch viel, viel größer! Außerdem reduzieren nicht wenige die Dosierung völlig eigenmächtig - was dann auch wieder Anfälle provoziert.
Also, wenn wir all dies NICHT machen, bzw. alles beachten, was zu beachten ist und alles tun, was wir tun können - dann können wir wirklich optimistisch in die Zukunft blicken! Unsere Hunde haben nämlich genau das verdient!! :-)

Geändert von Jaybiene (23.04.2008 um 18:50 Uhr)
 
  #134
Alt 23.04.2008, 18:48
Ky!

technischer Support
 
Benutzerbild von Ky!
 
Registriert seit: 28.12.2002
Ort: Elmshorn bei Hamburg
Beiträge: 6.533
Ky! wird schon bald berühmt werden

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Ky!, 23.04.2008, 18:48)


Also, zum Thema Medikamentengabe:

Es ist schon eine ziemliche Umstellung, dass man jetzt Punkt 19.00 Uhr zu Huase sein muß, damit Odin sein Luminal bekommt. Deshalb mußte Arwen neulich von nem Grillfest weg. Aber wenn man etwas vorbaut und ein bis zwei Dosen des Phenobarbitals mit ins Notfallpack reinnimmt, wird das für alle Beteiligten leichter. Derjenige , der mit Odin unterwegs ist, hat jetzt gut verpackt sowohl die Notfallmedikation, als auch das Phenobarbital dabei. Muß man sich halt zur Gewohnheit machen oder an die Leine hängen....
Ky! ist gerade online  
  #135
Alt 23.04.2008, 18:58
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
Beiträge: n/a

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 23.04.2008, 18:58)


Zitat von Ky!

Beitrag anzeigen
Also, zum Thema Medikamentengabe:

Es ist schon eine ziemliche Umstellung, dass man jetzt Punkt 19.00 Uhr zu Huase sein muß, damit Odin sein Luminal bekommt. Deshalb mußte Arwen neulich von nem Grillfest weg. Aber wenn man etwas vorbaut und ein bis zwei Dosen des Phenobarbitals mit ins Notfallpack reinnimmt, wird das für alle Beteiligten leichter. Derjenige , der mit Odin unterwegs ist, hat jetzt gut verpackt sowohl die Notfallmedikation, als auch das Phenobarbital dabei. Muß man sich halt zur Gewohnheit machen oder an die Leine hängen....
Jau!! Das stimmt!! Wir mussten da innerlich erstmal genauso "umschalten" und für uns gilt ebenso das Motto: Cayo MUSS sein Medikament nun mal pünktlich haben... da beißt die Maus keinen Faden ab!!
Während ich hier schreibe, hat Cayo seinen Anfall anscheinend schon wieder längst vergessen.
Unser Kater Joschy hat einen neuen "Rascheltunnel" und rennt da ständig rein und raus - was Cayo maßlos nervt, da er nun nicht mehr in diesen schicken Katzenschwanz zwacken kann! Die zwei ärgern sich nämlich immer auf's Freundschaftlichste... und es kommt gar nicht mal so selten vor, dass der Hund vor der Katze Reißaus nimmt!! *hüstel* :36_23_10:
 
  #136
Alt 24.04.2008, 07:56
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 24.04.2008, 07:56)


Es tut mir sehr leid, dass Cayo einen neuen epileptischen Anfall bekommen hat.
Aber wie du schreibst, wir müssen erst die wirksame Dosis finden und das braucht seine Zeit.
Es ist aber alle mal besser sich langsam an die optimale Dosis heran zu tasten, als den Hund total zu sedieren.
Sicher birgt jeder Anfall große Risiken, aber eine Überdosierung ist genau so gefährlich.
Deshalb ist es wichtig einen guten Arzt zu haben, der sich wirklich mit Epilepsie auskennt.
Den habt ihr und wir haben zum Glück auch eine tolle Ärztin gefunden.
Ich glaube ganz fest daran, dass wir mit all der Zuwendung, die unsere Hunde bekommen, es schaffen werden ihnen ein schönes, langes, anfallfreies oder zumindest anfallreduziertes Leben zu bereiten.
Arwen ist offline  
  #137
Alt 24.04.2008, 10:24
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
Beiträge: n/a

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 24.04.2008, 10:24)


Zitat von Arwen

Beitrag anzeigen
Es tut mir sehr leid, dass Cayo einen neuen epileptischen Anfall bekommen hat.
Aber wie du schreibst, wir müssen erst die wirksame Dosis finden und das braucht seine Zeit.
Es ist aber alle mal besser sich langsam an die optimale Dosis heran zu tasten, als den Hund total zu sedieren.
Sicher birgt jeder Anfall große Risiken, aber eine Überdosierung ist genau so gefährlich.
Deshalb ist es wichtig einen guten Arzt zu haben, der sich wirklich mit Epilepsie auskennt.
Den habt ihr und wir haben zum Glück auch eine tolle Ärztin gefunden.
Ich glaube ganz fest daran, dass wir mit all der Zuwendung, die unsere Hunde bekommen, es schaffen werden ihnen ein schönes, langes, anfallfreies oder zumindest anfallreduziertes Leben zu bereiten.
Ja, Arwen, eigentlich muss man dem, was du da schreibst nichts mehr hinzufügen, denn du hast in allen Punkten Recht - und andererseits alles genauuu auf den Punkt gebracht. :-)
Doch was du da von ZUWENDUNG schreibst, finde ich besonders wichtig. Gut, das ist es IMMER, auch ohne Epilepsie, klar, aber ich bin total überzeugt: Hunde, denen es seelisch gut geht, die sich aufgenommen und angenommen fühlen, haben bestimmt ganz grundsätzlich bessere Chancen, wieder gesund zu werden!
Und wenn ich die Fotos von eurem Odin sehe, sieht man sofort, dass es ihm bei euch super-gut geht! Das wird ihm bestimmt bei seiner Therapie helfen. Und ist eine ganz große Unterstützung dabei. Auch Odin weiß einfach, dass ihr zu ihm haltet und alles Nötige und mehr für ihn getan wird.
Besser kann es doch gar nicht sein!
Für Odin und auch für Cayo ist das Leben einfach lebenswert - und es macht viiiel Spaß... trotz der Epilepsie!!!
 
  #138
Alt 03.05.2008, 15:44
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 03.05.2008, 15:44)


Genau wie beim letzten Mal waren es drei Wochen, die Odin anfallsfrei war.
Diesmal war es aber so heftig, wie noch nie zuvor.
Heute 0.55 Uhr wurde ich durch die typischen Kratzgeräusche geweckt, d.h. ich bin regelrecht aufgesprungen.
Da lag Odin und hatte wieder einen Grand Mal Anfall. Wie schon bei den vorherigen Anfällen hat er 45 Sekunden gedauert. Ich habe beruhigend auf ihn eingesprochen und gerade die Handtücher unter seinen Bauch geschoben um seinen Urin aufzusaugen, da stierte er mich total abwesend an. So, als wolle er sagen,.... nimm deine Hände von mir, gleich kann ich nichts mehr steuern. Und schon kam der nächste Anfall. Es waren gerade 5 Minuten vergangen. Da Odin so da lag, dass er sich nicht verletzen konnte, bin ich schnell in die Küche gelaufen und habe die Diazepam- Zäpfchen geholt. Sofort hat er eins bekommen. Nachdem Odin wieder ansprechbar war, habe ich ihn abgewischt und seinen Urin entfernt. Dann ist er aufgestanden und hat ganz viel getrunken. In der Küche ist er zur Futtertonne gegangen und hat mit der Pfote daran gekratzt. Nach zwei "Marathonläufen" hatte Odin natürlich richtig Hunger. Nachdem er eine Hand voll Trockenfutter gefressen und noch mal ordentlich getrunken hat, ist er erschöpft eingeschlafen. 30 Minuten später hatte er den dritten Anfall, wieder habe ich ihm ein Zäpfchen gegeben. Jetzt war auch schon Ky da, den ich angerufen hatte. Wir haben Odin beruhigt, frische Handtücher untergelegt, den Puls gemessen und ihn sauber gemacht. Wenig später bekam er den vierten Anfall, wieder ein Zäpfchen. Aber Odin fand keine Ruhe. Er ist in der Wohnung herum gelaufen und gegen die Möbel gestoßen. Auch diesmal hat er viel getrunken und wollte Futter.
Nun war es aber an der Zeit nach der Nummer vom Tierarzt zu schauen. Da krampfte Odin zum fünften Mal in zwei Stunden(er bekam das 4.Zäpfchen). In der Zeit, wo ich mich um Odin kümmerte hat Ky den Tierarzt in Uetersen angerufen.
Wir haben Odin, der nicht mehr laufen wollte auf eine Decke gelegt und 43kg, die bei total erschlafften Muskeln um Einiges mehr wiegen, zum Auto getragen.
Bei dichtem Nebel sind wir dann zum Tierarzt gefahren (6.Anfall). Dort wurden wir schon erwartet. Da die Tierärztin nicht unsere behandelnde Ärztin ist, haben wir ihr in Kurzform Odins Krankengeschichte erzählt. Sie hat dem Großen noch 10mg Diazepam gespritzt. Danach ist Odin noch mal durch das Behandlungszimmer getigert und dann erschöpft auf seine Decke gefallen.
Da kein Mensch weiß, wann der nächste Anfall kommt und wir keine neue Serie haben wollten, hat die Ärztin in ihrem schlauen Buch nachgeschaut, was man noch tun kann. Dabei stößt man unweigerlich auf die wegweisenden Veröffentlichungen von Prof. Dr. Schwartz-Porsche. Deshalb wurde Odin eine Braunüle gelegt und wir bekamen ein Notfallmedikament und Zäpfchen mit.
Die Ärztin hat uns alles genau erklärt, wir haben unseren Großen ins Auto gepackt und sind nach Hause gefahren.
Hier haben wir ihn wieder in die Wohnung getragen, wo er tief und fest weiter geschlafen hat.
7 Uhr gab es dann das Luminal, das nach Rücksprache mit Frau Dr. Jensen nun auf morgens 2Tabletten und abends 2 Tabletten hoch gesetzt wurde. Bei jedem Anfall bekommt Odin sofort 3 Diazepam und wenn das nicht hilft Pentobarbital gespritzt.
Wir werden jetzt in Notfällen immer nach Uetersen fahren. Die Ärztin gibt sich große Mühe, man kann mit ihr reden und alles hinterfragen. Sie hat einige Epilepsie Patienten und informiert sich über die Krankheit.

Im Moment ist Odin doch recht geschwächt. Wir gehen nur kleine Runden, damit er seine Geschäfte erledigen kann. Mehr schafft er nicht.
Er hat sehr viel Hunger und ist total liebebedürftig.
Nun hoffen wir, dass er keine weiteren Anfälle bekommt.


Habe hier noch eine recht informative Seite gefunden.

[url=http://www.planetpoodle.de/health/epilepsie/info.php]Planet Poodle - The German Poodle Magazine[/url]
Zitat:
Bei einem schweren generalisierten Anfall liegt das Tier bewußtlos auf der Seite mit mahlenden Kiefern, zuckenden oder paddelnden Gliedmaßen, Speichelfluß und möglicherweise Urinieren und Defäkieren.
Dieser Anfallstyp dauert im allgemeinen nur ein paar Minuten und ist der bei vererbter Epilepsie und ausgedehnter Betroffenheit des Gehirns beobachtete Anfallstyp.
Das Anfallsereignis erzeugt elektrische Energie, die in einer höchst anomalen Weise durch die Schaltkreise des Gehirns übertragen wird. Das Gehirn wird zeitweise erschöpft und Konfusion und Desorientierung sind die Folge. Die neuronalen Zellen sind erschöpft und können benötigte Stoffwechselprodukte nicht verwerten.
Die Phase nach dem Anfall, welche durch Desorientierung, Speichelfluß, Umherwandern, Teilnahmslosigkeit und/oder vorübergehende Blindheit gekennzeichnet ist, kann tagelang anhalten und ist ebenso bedeutsam wie die Anfallsphase Das Tier kann erschöpft sein und schlafen wollen oder es kann überaktiv sein und in Gegenstände hineinlaufen oder mit ihnen zusammenstoßen. Es kann hungrig und durstig sein oder muß urinieren und defäkieren. Die Schwere der postikte-rischen Phase reflektiert nicht die wahre Natur der zugrundeliegenden neurologischen Funktionsstörung. Die postikterische Phase ist oft der ernstere Aspekt der ganzen epileptischen Ereignisabfolge. Da viele Anfallserkrankungen nachts auftreten, ist dies oft die einzige Phase, welche durch den Besitzer des Tieres beobachtet wird.

STATUS EPILEPTICUS
Status epilepticus bedeutet mehrere Anfälle, einer nach dem anderen, oder einen verlängerten Anfall. Dies kann schwere Hirnschädigungen durch übermäßigen Energieverbrauch hervorrufen, wodurch Hypoxie, Erweiterung der Blutgefäße und Hirnödem entstehen. Dieser Notfall muß schnellstens behandelt werden.
ALLGEMEINE BEOBACHTUNGEN
Ausgenommen im Status epilepticus (fortwährende Anfälle) sterben die Tiere selten an einem Anfall. Die meisten Anfallskrankheiten werden sich, ungeachtet der Ätiologie, verschlechtern, wenn sie nicht kontrolliert und behandelt werden und bei nahezu jeder Anfallskrankheit werden Rückfälle auftreten (sogar bei denen, die gut kontrolliert werden). Die Exazerbation einer Anfallskrankheit nach erfolgreicher Behandlung bedeutet gewöhnlich, daß ein aggressiverer Therapiekurs angezeigt ist, deutet aber wahrscheinlich nicht darauf hin, daß die Schädigung sich verschlimmert hat. Falls die antikonvulsive Medikation gestoppt wird, treten beim Patienten oft erneut eine Reihe von Anfällen oder ein Status epilepticus auf.
Im allgemeinen wird die Behandlung von Anfällen umso erfolgreicher sein, je jünger das Tier ist, falls keine ernste oder progressive strukturelle Hirnschädigung besteht. Die erfolgreiche Behandlung von Anfällen erfordert oft mehrere Medikamente. Ein Versuch mit einem oder mehreren Typen von Medikamenten ist oft angezeigt, bevor eine erfolgreiche Kombination oder Dosierungshöhe gefunden wird. Wenn die Medikamente per os gegeben werden, dauert es gewöhnlich einige Tage, bis ein therapeutischer Effekt eintritt. Anfälle können kurz nach Beginn der Behandlung auftreten. Dies bedeutet aber nicht, daß die Behandlung nicht effektiv ist, sondern nur, daß die Zeit zu kurz war, um eine wirksame Konzentration des Medikaments im Körper zu erreichen. Wechselnde Arten von Anfällen zeigen eher unkontrollierte oder unzureichend behandelte Arten von Anfällen als eine progressive Hirnerkrankung an.
Allgemein gesprochen, je länger das Tier die Krankheit hat, desto besser ist die Prognose. Die meisten Anfallspatienten ohne fortschreitende strukturelle Erkrankung können zumindest teilweise kontrolliert werden.
Arwen ist offline  
  #139
Alt 03.05.2008, 20:59
 
Benutzerbild von Witchcraft
 
Registriert seit: 07.08.2007
Beiträge: 220
Witchcraft befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Witchcraft, 03.05.2008, 20:59)


Das ist ja nicht so eine tolle Nachricht, aber es freut mich, dass dir die Uetersener Ärztin gefällt. Ich hoffe, dass der große möglichst schnell wieder fit wird, jetzt wo das Wetter endlich besser wird und Luna mit ihm an die Elbe möchte....
Witchcraft ist offline  
  #140
Alt 04.05.2008, 12:21
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 04.05.2008, 12:21)


Odin geht es wieder besser.
Er hatte keine weiteren Anfälle. Trotzdem bin ich nachts bei jedem Geräusch aufgewacht und habe nach ihm geschaut.
Beim Morgenspaziergang hat Odin alles beschnüffelt und er wollte auch die normale Runde laufen. Zu Hause gab es dann ein großes Frühstück für die Hunde. Danach haben sich die Wauzis hingelegt und geschlafen. Da ich auch ein großes Schlafdefizit hatte, habe ich es ihnen gleich getan.
Nun sind wir im Garten. Odin liegt im Gras, im Schatten. Balu hat sich einen Sonnenplatz gesucht und Lion liegt bei mir, auf dem Stuhl.
Es ist richtig schön, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, Bäume und Blumen blühen und das Wichtigste......den Wauzis geht es gut!
Odin verträgt die höhere Tablettendosis recht gut.
Nach den 6 "Marathon" vom Samstagmorgen ist er natürlich noch geschwächt, er hat bestimmt starken Muskelkater. Ab und an bekommt er die Kurve nicht richtig und stößt gegen Gegenstände, das hat sicher mit der Erhöhung der Tabletten Dosis zu tun. Ich bin aber erstaunt, dass es nur geringe Auswirkungen hat.
Da ich nächste Woche Urlaub habe, kann ich mich total auf Odins Bedürfnisse einstellen. Unser Großer zeigt dann schon, wenn er wieder richtig fit ist.
Arwen ist offline  
  #141
Alt 05.05.2008, 11:52
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 05.05.2008, 11:52)


Auf den Fotos kann man erkennen, dass Odin recht geschwächt von den Anfällen ist.
Gestern sind wir einige kleine Runden gegangen, danach hat Odin immer wieder geschlafen. Zwischendurch wollte er gekuschelt werden.
Futter und Wasser waren natürlich auch sehr wichtig.
Mittags haben wir ihm dann die Braunüle gezogen. Durch Odins Fell war es doch recht mühsam das Pflaster schmerzlos zu entfernen. Es war ja einige Male um seinen Fuß gewickelt.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-040520081373.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-040520081374.jpg  
Arwen ist offline  
  #142
Alt 05.05.2008, 12:04
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 05.05.2008, 12:04)


Auch heute werden wir einen "Schontag" einlegen.
Odin hat noch nicht genügend Kraft um große Spaziergänge zu machen. Außerdem merkt man ihm an, dass er starken Muskelkater von seinen 6 "Marathon" hat.
Bei dem schönen Wetter können wir unseren Garten genießen, so sind die Wauzis draußen ohne sich anzustrengen. Zwischendurch gehen wir kleine Runden, damit sie ihre Geschäfte erledigen können.
Auf den Bildern kann man Odin richtig ansehen, dass er noch nicht fit ist. Es fehlt sein "Lächeln".
Arwen ist offline  
  #143
Alt 05.05.2008, 12:07
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 05.05.2008, 12:07)


Hier die Bilder.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-050520081388.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-050520081389.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-050520081390.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-050520081392.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-050520081393.jpg  

Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-050520081395.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-050520081397.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-050520081398.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-050520081375.jpg  
Arwen ist offline  
  #144
Alt 05.05.2008, 12:13
undine
Gast
 
Benutzerbild von undine
 
Beiträge: n/a

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (undine, 05.05.2008, 12:13)


Natürlich bin ich froh, dass es Odin besser geht. Aber ich kriege auch nasse Augen wenn ich die Bilder betrachte, wie er so darliegt. In meinem "Kopfkino" sehe ich ihn noch am Freitag mit Tuuli an der Elbe toben und es tut in der Seele weh, ihn so erschöpft zu sehen. Wenn man jedoch weiß, mit wieviel Lebensfreude er das Leben genißen kann, wenn es ihm gut geht, weiß man, dass der Kampf, seiner und deiner, sich lohnt.

Ganz liebe Grüße von ****** und den Mädels
 
  #145
Alt 05.05.2008, 15:58
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 05.05.2008, 15:58)


Zitat von Tuuli_Liv

Beitrag anzeigen
Natürlich bin ich froh, dass es Odin besser geht. Aber ich kriege auch nasse Augen wenn ich die Bilder betrachte, wie er so darliegt. In meinem "Kopfkino" sehe ich ihn noch am Freitag mit Tuuli an der Elbe toben und es tut in der Seele weh, ihn so erschöpft zu sehen. Wenn man jedoch weiß, mit wieviel Lebensfreude er das Leben genißen kann, wenn es ihm gut geht, weiß man, dass der Kampf, seiner und deiner, sich lohnt.

Ganz liebe Grüße von ****** und den Mädels
Mir geht es genau wie dir.
Odin tut mir so leid.
Noch am Freitag war er ein glücklicher Hund, dem man seine Krankheit überhaupt nicht angemerkt hat. Wenige Stunden später tobt ein "Gewitter" in seinem Gehirn. Und man kann nichts dagegen tun, nur hoffen, dass die Medikmente endlich anschlagen. Ich bin froh, dass ich Urlaub habe und somit den ganzen Tag Zeit für meine Hunde.
Odin liegt im Garten, im Schatten und schläft. Er frißt und säuft mehrfach am Tag. So kommt es sicher bald wieder zu Kräften und kann dann seine Freunde bald treffen.
Arwen ist offline  
  #146
Alt 05.05.2008, 19:09
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
Beiträge: n/a

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 05.05.2008, 19:09)


Ich bin echt geschockt, mit einem 6er Grand Mal bei Odin hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet!
Umso wichtiger ist sicherlich die Dosiserhöhung von Luminal. 4 Tabletten sind auf den ersten Blick zwar "der Hammer", aber es gibt z.Zt. bestimmt keine bessere Alternative, um diese schrecklichen Anfälle endlich in den Griff zu bekommen.
Nun hoffe ich inständig für euch alle, dass dies nun auch so passiert und Odin hoffentlich lange, lange anfallsfrei bleibt!

Ich glaube, ich habe in der Vergangenheit leider viel zu viel über das Thema Epilepsie im Internet geforscht.
Leider deshalb, weil vieles sehr negativ ist - mit brutalsten Schilderungen der gequälten Tiere.
Dagegen stehen gottseidank auch positive Berichte, die in der Regel allerdings weniger ausführlich ausfallen, wahrscheinlich, weil es den Hunden inzwischen einfach super geht. Aber weiter brachten mich diese vielen Gegensätze eigentlich nicht. Man fragt sich einfach, was all das für den eigenen Hund bedeutet, wo er steht, wie sein Weg ist und wohin ihn diese Krankheit noch führt.
Andererseits bin ich Optimist und sehe unterm Strich immer die Chancen - nicht die Niederlagen!
Auch und gerade in der "allseits bekannten" Epilepsie-Fibel steht, dass bei konsequenter Therapie lediglich runde 20% aller Hunde tatsächlich therapie-resistent sind und allen anderen Hunden geholfen werden kann.
Es gibt nicht wenige, die auch nach schrecklichen Serienanfällen und der richtigen Medikamenteneinstellung später völlig anfallsfrei und richtig alt wurden.
Außerdem spielen nicht nur die Halter eine wesentliche Rolle, sondern die richtige Tierarzt-Praxis ist doch wohl mindestens genauso wichtig! Ich bin überzeugt, dass bei euch all das stimmt! Eure Ärztin ist mit Sicherheit sehr kompetent - ihr tut ein Übriges, um eurem Hund zu helfen und Odin hat ja nun wirklich ein super-gutes Zuhause!! Er wird bald wieder lachen - und die Anfälle werden aufhören, vielleicht sogar für immer!
Vielleicht ja schon jetzt? Sonst später, ganz bestimmt!!!

Ich selber habe momentan so eine Art "3-Wochen-Angst", weil die Anfälle sowohl bei Odin, als auch bei Cayo immer nach dieser Zeit kamen! DAS finde ich allerdings schon irgendwie merkwürdig.
Aber BEIDE Hunde waren ja auch noch nicht richtig eingestellt - wie wir alle wissen dauert das, doch manchmal wird man schon etwas ungeduldig und möchte einfach, dass es endlich soweit ist!
Ach, was ich abschließend noch fragen wollte: Verhält Odin sich vor den Anfällen anders?
Bei Cayo konnte ich nämlich eine stärkere Anhänglichkeit feststellen, er war dann irgendwie unsicherer - und ist nicht so selbstbewusst wie sonst.
Eurem "Kleinen" drücke ich ganz fest und optimistisch die Daumen!!!!

Geändert von Jaybiene (05.05.2008 um 19:34 Uhr)
 
  #147
Alt 06.05.2008, 10:52
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 06.05.2008, 10:52)


@Jaybiene....Erst mal DANKE für deine tröstenden Worte.
Da die Anfälle immer nach drei Wochen kamen, habe ich Odin am Donnerstag und Freitag natürlich noch genauer beobachtet. Dabei aber versucht keine Nervosität aufkommen zu lassen und unserem Großen nette Tage zu ermöglichen, die er auch wirklich genossen hat.
Odin war in den Tagen vor dem Anfall nicht anders als sonst. Das haben mir auch alle Leute bestätigt, mit denen wir an den Tagen zusammen waren.
Nach seinen Anfällen weicht er mir nicht von der Seite. Bei Spaziergängen sucht er sehr oft Körperkontakt und schaut regelmäßig zu mir.
Ich hatte bei den zwei Anfällen vor drei Wochen sogar den Camcorder auf ein Stativ gestellt und ihn über Stunden aufnehmen lassen. Dieses Band habe ich mir dann angesehen. Auch hier kann man nichts erkennen, was auf einen baldigen Anfall hinweisen würde. Er schläft ganz ruhig. Erst wenn der Anfall beginnt, sieht man es.
So informativ das Internet ist, so sehr beunruhigt es auch. Wenn man auf guten Seiten liest, weiß man von Forschern und Ärzten immer mehr über die Risiken und natürlich auch über die Fortschritte. Man weiß, welchen Schaden eine Anfallsserie anrichten kann oder gar ein status epilepticus.
Wenn man die Risiken kennt, hat man noch mehr Angst.
Leider können wir nicht mehr tun als optimistisch in die Zukunft schauen, unsere Hunde optimal zu betreuen und zu beobachten, punktgenau die Tabletten geben und ihnen natürlich all unsere Liebe schenken.
Wir glauben ganz fest daran, dass wir die Krankheit in den Griff bekommen.

Gestern am späten Nachmittag kam Ky. Nachdem Odin den ganzen Tag geschlafen hat, war er nun richtig fit. Er hat Ky zum Spielen aufgefordert und konnte endlich wieder "Lächeln".
Bei unserem Abendspaziergang hatte er an allem Interesse.

Heute sind wir gleich nach seinen Tabletten eine große Morgenrunde gegangen. Kurz nach 7 Uhr ist es noch angenehm kühl für Odin. Er war richtig gut drauf und hat sogar seine kleinen Hunde gegen einen "gemeinen Kläffer" verteidigt. Danach hat er mich angeschaut, als wolle er sagen....das habe ich doch gut gemacht!
Nach dem Frühstück haben sich die Wauzis in den Garten gelegt und schlafen.
Arwen ist offline  
  #148
Alt 06.05.2008, 22:08
 
Benutzerbild von Witchcraft
 
Registriert seit: 07.08.2007
Beiträge: 220
Witchcraft befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Witchcraft, 06.05.2008, 22:08)


Na, das sind doch gute Nachrichten...
Luna hat momentan auch Schonprogramm, sie hat sich am Sonntag an der Elbe wohl übernommen. Sonntagabend konnte sie nur noch auf drei Beinen laufen und seitdem schont sie hinten rechts, aber schwimmen geht sie trotzdem...
Wenn es nach ihr ginge, würde sie ihre Schonung bestimmt gern gemeinsam mit Odin verbringen. Aber das es ihr nicht so gut geht, beweist, dass sie heute noch nicht mal ihr Futter eingefordert hat, nachdem sie beim Grillen zwei große Stücke Bauchfleisch ohne Gewürz abstauben konnte. Wir warten immer noch, dass sie merkt, das der Napf bereits gefüllt ist, sehr merkwürdig für einen Labbi, etwas Eßbares nicht sofort aufzuspüren....
Witchcraft ist offline  
  #149
Alt 06.05.2008, 22:12
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 21.09.2006
Ort: Elmshorn
Beiträge: 1.672
Arwen sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreArwen sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 06.05.2008, 22:12)


Heute ging es Odin schon wesentlich besser. Das kann man auch auf den Bildern sehen.
Gegen Mittag hatten die Hunde ausgeschlafen. Zu dieser Zeit kam Ky. Den tollen Pool hat Odin von ihm bekommen. So ein "Wassernapf" ist viel schöner, als die kleinen Näpfe, wo man die Pfoten nicht rein stellen kann.
Am Nachmittag hben wir einen Krankenbesuch bei Müc gemacht. Dort hat es sich Odin nach einem Spaziergang am Deich im Schatten gemütlich gemacht.
Gegen Abend sind wir dann noch zu Lady in den Garten gefahren. Dort hat Odin erst mal ein Bad im Teich genommen, danach haben wir noch einen schönen Abendspaziergang über Wiesen gemacht. Die Hunde fanden das richtig toll. Endlich gab es etwas ordentliches zu fressen, ganz viel saftiges Gras....lecker!
Jetzt schlafen die Hunde total zufrieden.
Natürlich gab es zu Hause noch ein richtiges Abendessen.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081401.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081402.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081403.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081404.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081408.jpg  

Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081409.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081410.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081411.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081412.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081419.jpg  

Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081423.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081424.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081427.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081430.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081431.jpg  

Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081432.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-060520081433.jpg  
Arwen ist offline  
  #150
Alt 07.05.2008, 00:03
Jaybiene
Gast
 
Benutzerbild von Jaybiene
 
Beiträge: n/a

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 07.05.2008, 00:03)


Zitat von Arwen

Beitrag anzeigen
Heute ging es Odin schon wesentlich besser. Das kann man auch auf den Bildern sehen.
:-))) Jau, das sieht man wirklich deutlich!
Schön, dass Odins Lebensgeister wieder zurückgekehrt sind! Bin richtig erleichtert, das zu lesen!!! :emot177:
 
 

Stichworte
epilepsie, epilepsie beim hund, fragen, hund, hunde, probleme, zecken
Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 16:36 Uhr.
Powered by vBulletin®, Copyright ©2000 - 2010, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO ©2010, Crawlability, Inc.
Boards-United und Fetter-Esel since 18.03.2002