Zitat:
Also dazu habe ich Zahlen gefunden , die von einer Inzidenz von 2% ausgehen. Epilepsie ist die häufigste neurologische Erkrankung des Hundes.
Ich denke, in Wahrheit ist der Prozentsatz deutlich höher. In der Gesamtpopulation liegt der Prozentsatz eher bei 5%.
Hier nur ein einziges Beispiel, bin zu faul die anderen herauszukramen: *grins*
[I]"An Epilepsie erkranken zirka ein Prozent der Menschen und fünf Prozent der Hunde. Die Krankheit kann von mehreren Genveränderungen ausgelöst werden."[/I]
Nachzulesen ist das an dieser Stelle: [url=http://www.hundewelpen.de/hunde/archives/000332.html]Warum Dackel an Epilepsie leiden[/url]
Mir ist das alles deshalb so wichtig, weil Epilepsie immer weiter zunimmt! WENN es nicht öffentlich gemacht wird, wie beispielsweise in diesem Forum hier.
Rassespezifische Epilepsie weist noch ganz andere Zahlen auf. Beim Golden Retriver soll es am Schlimmsten sein, aber auch vom Belgischen Schäferhund hört und liest man was von beänstigenden 5 bis 10%!!!!
Im Gegensatz dazu schreibt der zuständige Rasseverband, der DKBS, dass Epilepsie beim Belgischen Schäferhund so gut wie gar nicht vorkommt und deshalb kein Problem darstellt.
Da dieser Verein ansonsten sehr restriktive und vernünftige Zuchtbestimmungen praktiziert, hatte ich das auch so geglaubt.
Im Zuge meiner Recherchen fand ich dagegen heraus, das es unter den Belgischen Schäferhunden keine einzige epilepsiefreie Linie gibt!
DAS wurde mir von Züchterseite inzwischen sogar persönlich bestätigt!!
Unsere Tierklinik verzeichnet ebenfalls einen rasanten Zuwachs von Epi-Patienten!
Wir hatten uns seinerzeit durchaus bewusst für einen Belgischen Schäferhund entschieden - WEIL es eben KEINE Moderasse ist, die Züchter in der Regel eine Linie der Vernunft fahren und diese Hunde kaum bekannt sind!
@Arwen:
Eine Freundin von mir hat sich z.B. genau aus diesem Grund auch für einen HSH, einen der sehr seltenen Maremmen (weißer Abruzzenschäferhund) entschieden.
In der Tierklinik meinte man dagegen, gerade, WENN die Zuchtbasis relativ eng wäre, was bei den unbekannteren Rassen durchaus der Fall ist, können sich Erbkrankheiten grundsätzlich schneller vermehren, als z.B. beim Westi um die Ecke, der möglicherweise ein viel größeres Genpotential besitzt.
Das bedeutet, man kann diesem Problem wirklich nur ausweichen, wenn man es öffentlich macht - totschweigen bedeutet das Züchten neuer Erbkrankheiten - ganz generell!
Außerdem ist es wichtig, dass jenseits der Humanmedizin mehr nach den richtigen Medikamenten und Therapien für unsere Tiere geforscht wird.
Das passiert aber nur, wenn Besitzer, Züchter und alle Betroffenen "Druck machen".
Dann ist das Interesse geweckt, sozusagen in aller Munde, und es werden dann vielleicht auch mal die erforderlichen Geldmittel für die Forschung bereit gestellt.
@ Arwen und KY:
Hannover ist da wohl wirklich mal ein positives Beispiel.
Aber all das passiert sicher nicht, wenn die Leute ihre Hunde ohne Not einschläfern lassen und sich dem "Problem" somit einfach entledigen!
Deshalb gebe ich Arwen Recht, wenn sie sagt, man müsse alles menschnmögliche für seinen Hund tun - mal ganz abgesehen davon, sind WIR es ja, die sich für das Tier entschieden haben, also tragen WIR auch die Verantwortung!
Jeder, der das nicht tragen und ertragen kann, sollte sich ein Stofftier zulegen, aber bloß nichts LEBENDES!!