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  #101
Alt 22.03.2008, 23:27
Ky!

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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Ky!, 22.03.2008, 23:27)


Zitat:


Tatsache aber ist und bleibt, dass Epilepsie offiziell so gut wie gar nicht vorkommt, von den meisten Züchtern totgeschwiegen wird, die Tierarztpraxen und Kliniken im Gegenzug jedoch voll von Epi-Patienten sind.
Also dazu habe ich Zahlen gefunden , die von einer Inzidenz von 2% ausgehen. Epilepsie ist die häufigste neurologische Erkrankung des Hundes.

Geht man mal von 1000 caninen Patienten in einer Tierarztpraxis aus, müssen das immerhin 20 Hunde sein.....
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  #102
Alt 22.03.2008, 23:29
 
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 22.03.2008, 23:29)


Vor allem möchte ich, dass wir anderen Menschen Mut machen, sich für ihren "Epilepsie - Hund" zu entscheiden.
Sich zu informieren, einen Tierarzt zu suchen, der sich mit dieser Krankheit auskennt. Der den Hund entsprechend untersucht und ihn auf wirksame Medikamente in der richtigen Dosis einstellt.
Mit der Übernahme eines Tieres in die Familie haben wir eine große Verantwortung übernommen. Ein krankes Tier bedarf unseres Schutzes noch mehr, als ein gesundes. Es ist herzlos und total unsinnig einen Hund einschläfern zu lassen, nur weil er Epilepsie hat. Leider bin ich bei meiner Suche im Internet immer wieder in Foren auf Berichte gestoßen, wo Leute schrieben, dass sie das Leid des Tieres nicht ertragen konnten und den Hund nach kurzer Zeit, in Absprache mit dem Tierarzt, eingeschläfert haben. Einige bereuten es später sehr, dass sie sich nicht besser informiert haben.
Nur wenige Tiere sind therapieresistent. Bei optimaler Therapie beeinträchtigt die Epilepsie nicht die Lebenserwartung der Hunde und auch nicht die Lebensqualität.
Bei den generalisierten tonisch-klonischen Anfällen leidet der Hund auch nicht, denn er ist während des Anfalls bewußtlos. Es ist nur für uns Menschen, zumindest bei den ersten Anfällen schrecklich, einfach zuzusehen und nichts dagegen tun zu können. D.h. wir müssen lernen mit der Krankheit umzugehen. Dazu ist jeder Mensch in der Lage, wenn er es nur will.
Stark sein für unseren vierbeinigen Freund, das sind wir ihm schuldig!
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  #103
Alt 23.03.2008, 11:37
Jaybiene
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 23.03.2008, 11:37)


Zitat:


Also dazu habe ich Zahlen gefunden , die von einer Inzidenz von 2% ausgehen. Epilepsie ist die häufigste neurologische Erkrankung des Hundes.
Ich denke, in Wahrheit ist der Prozentsatz deutlich höher. In der Gesamtpopulation liegt der Prozentsatz eher bei 5%.

Hier nur ein einziges Beispiel, bin zu faul die anderen herauszukramen: *grins*

[I]"An Epilepsie erkranken zirka ein Prozent der Menschen und fünf Prozent der Hunde. Die Krankheit kann von mehreren Genveränderungen ausgelöst werden."[/I]

Nachzulesen ist das an dieser Stelle: [url=http://www.hundewelpen.de/hunde/archives/000332.html]Warum Dackel an Epilepsie leiden[/url]

Mir ist das alles deshalb so wichtig, weil Epilepsie immer weiter zunimmt! WENN es nicht öffentlich gemacht wird, wie beispielsweise in diesem Forum hier.
Rassespezifische Epilepsie weist noch ganz andere Zahlen auf. Beim Golden Retriver soll es am Schlimmsten sein, aber auch vom Belgischen Schäferhund hört und liest man was von beänstigenden 5 bis 10%!!!!
Im Gegensatz dazu schreibt der zuständige Rasseverband, der DKBS, dass Epilepsie beim Belgischen Schäferhund so gut wie gar nicht vorkommt und deshalb kein Problem darstellt.
Da dieser Verein ansonsten sehr restriktive und vernünftige Zuchtbestimmungen praktiziert, hatte ich das auch so geglaubt.
Im Zuge meiner Recherchen fand ich dagegen heraus, das es unter den Belgischen Schäferhunden keine einzige epilepsiefreie Linie gibt!

DAS wurde mir von Züchterseite inzwischen sogar persönlich bestätigt!!
Unsere Tierklinik verzeichnet ebenfalls einen rasanten Zuwachs von Epi-Patienten!

Wir hatten uns seinerzeit durchaus bewusst für einen Belgischen Schäferhund entschieden - WEIL es eben KEINE Moderasse ist, die Züchter in der Regel eine Linie der Vernunft fahren und diese Hunde kaum bekannt sind!
@Arwen:
Eine Freundin von mir hat sich z.B. genau aus diesem Grund auch für einen HSH, einen der sehr seltenen Maremmen (weißer Abruzzenschäferhund) entschieden.

In der Tierklinik meinte man dagegen, gerade, WENN die Zuchtbasis relativ eng wäre, was bei den unbekannteren Rassen durchaus der Fall ist, können sich Erbkrankheiten grundsätzlich schneller vermehren, als z.B. beim Westi um die Ecke, der möglicherweise ein viel größeres Genpotential besitzt.

Das bedeutet, man kann diesem Problem wirklich nur ausweichen, wenn man es öffentlich macht - totschweigen bedeutet das Züchten neuer Erbkrankheiten - ganz generell!

Außerdem ist es wichtig, dass jenseits der Humanmedizin mehr nach den richtigen Medikamenten und Therapien für unsere Tiere geforscht wird.
Das passiert aber nur, wenn Besitzer, Züchter und alle Betroffenen "Druck machen".
Dann ist das Interesse geweckt, sozusagen in aller Munde, und es werden dann vielleicht auch mal die erforderlichen Geldmittel für die Forschung bereit gestellt.
@ Arwen und KY:
Hannover ist da wohl wirklich mal ein positives Beispiel.

Aber all das passiert sicher nicht, wenn die Leute ihre Hunde ohne Not einschläfern lassen und sich dem "Problem" somit einfach entledigen!

Deshalb gebe ich Arwen Recht, wenn sie sagt, man müsse alles menschnmögliche für seinen Hund tun - mal ganz abgesehen davon, sind WIR es ja, die sich für das Tier entschieden haben, also tragen WIR auch die Verantwortung!
Jeder, der das nicht tragen und ertragen kann, sollte sich ein Stofftier zulegen, aber bloß nichts LEBENDES!!
 
  #104
Alt 23.03.2008, 12:05
Peanuts
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Peanuts, 23.03.2008, 12:05)


Bevor das mit Odin passierte, kannte ich nur drei [B]alte[/B] Hunde mit Epilepsie. deshalb dachte ich naiverweise, das sei eine Krankheit, die nur oder hauptsächlich alte Hunde betrifft.Wahrscheinlich wissen die meisten Hundebesitzer viel zu wenig darüber, - warum auch soll man sich damit beschäftigen, so lange es immer nur "die anderen" betrifft? Wenn es einen dann mal selbst betrifft, stehen sicher die meisten Hundebesitzer erst mal ratlos da und so lange es Tierärzte gibt, die denen dann mit den Worten :"Ja, wissen Sie, wenn die Luminal nichthelfen, dann müssen wir halt das Tier von seinem Leiden erlösen" Öl auf's Feuer gießen, kann man keine großen Umdenkprozesse erwarten.
Es müßte mehr geforscht und mehr publiziert werden, aber da beißt sich die Katze in den Schwanz. Die Forschung verschlingt Unsummen und die Pharmaindustrie macht nur da Gelder für die Forschung locker, wo sie ihre Eigeninteressen wahren kann.
Auf jeden Fall hilft es schon mal darüber zu reden und sich Tierärzte zu suchen, die nicht so schnell bereit sind, Tiere (oder vielmehr Besitzer) von ihrem Leiden zu erlösen.
 
  #105
Alt 23.03.2008, 12:52
Jaybiene
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 23.03.2008, 12:52)


@Peanuts:
Ich finde dich kein bisschen naiv! Wie soll man diese Dinge auch "von alleine wissen"? Im Gegenteil, ich habe deine Posting hier zum Thema Epilepsie gelesen und finde, dass du in allem wirklich sehr mitfühlend bist.

Tja, der Forschungsdrang wird von den Forschungsgeldern bestimmt, gefördert... oder eben gebremst, das ist absolut richtig - und wirtschaftliche Interessen geben hier den Ton an.
Nur: Der Hund IST ja ein Wirtschaftsfaktor. Nicht nur er, auch Katzen, Kanninchen etc. - das sieht man allein an der Werbung.
Und denke mal die unsinngen Klamotten für unseren Hund, den Abkömmling des Wolfes: Da wird ein ehemals so kerniger Rattenjäger wie der Yorkshireterrier in richtige Anzüge gesteckt, anschließend geschminkt, frisiert, lackiert, gefärbt - ach weiß ich.
Für all diesen Tamtam gibt es einen echten Markt!
Ein Beispiel zum schlecht werden sind da die USA: Da gibt es verheuchelte Hunde-Hotels, die sehen bald aus wie Bully Herbigs "Puderrosa", die die Tiere auf Seidenkissen betten, anstatt mit den Hunden draußen rumzutoben - das Futter wird ebenfalls entsprechend angepasst - und ähnelt eher einem Menü eines 5-Sterne Restaurants als einer Hundemahlzeit!
Wie sonst könnte dieses Petersilien-Sträusschen neben dem Sheba-Wackelpudding auch zu erklären sein?
All das zielt auf den zahlenden Verbraucher ab.
Deshalb: Das Tier ist über den Besitzer eine Wirtschaftsmacht.

Aber diese Macht könnte ja vielleicht auch mal in sinnvollere Bahnen gelenkt werden.
Aus diesem Grund finde ich Foren wie dieses auch immer wichtiger, das wird mir immer mehr bewusst.
Erstmal gilt es, diese Krankheit publik zu machen, darüber zu informieren und sich informieren zu lassen - die Epilepsie nicht einfach totzuschweigen - und die betroffenen Tierhalter dazu zu bewegen, den Hund eben NICHT vorschnell einschläfern zu lassen - nach anderen, besseren Medizinern zu suchen - und nach anderen, besseren Therapien!
Wenn die Industrie merkt, "das wird bezahlt", "das ist erwünscht", denn "hier gibt es eine Marktlücke", dann werden auch mehr Gelder für die Forschung bereit gestellt - einfach weil es sich rechnet.

Geändert von Jaybiene (23.03.2008 um 13:05 Uhr)
 
  #106
Alt 23.03.2008, 19:56
 
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 23.03.2008, 19:56)


Zitat von Jaybiene

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@Peanuts:
Und denke mal die unsinngen Klamotten für unseren Hund, den Abkömmling des Wolfes: Da wird ein ehemals so kerniger Rattenjäger wie der Yorkshireterrier in richtige Anzüge gesteckt.
Hier möchte ich mal kurz Aufklärung betreiben.
Wir haben zwei Yorkshire Terrier, die bei Kälte auch Pullover anbekommen. Nicht etwa, weil sie schick aussehen sollen, sondern weil sie kein Unterfellhaben. Sie wollen auch im Winter über Stunden mit draußen sein, würden sich aber bei der Kälte total unterkühlen. Die Folge wären diverse Erkrankungen und das wollen wir vermeiden. Ähnliches gilt für Dalmatiner, auch ihnen fehlt die Unterwolle.
Ansonsten sind die Yorkies kernig und sehr robust.
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  #107
Alt 23.03.2008, 20:45
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 23.03.2008, 20:45)


@Arwen:
Nein, ich meinte natürlich keinen sinnvollen Witterungsschutz, sondern ich schilderte hundehalterische Auswüchse - unter denen vor allem die kleineren Hunde zu leiden haben, weil sie nicht als Hunde angesehen werden, sondern einfach bloß zur Handtasche passen müssen.
Es gibt ja sogar Trachtenanzüge und Kleidchen für kleinere Hunde. Mit Wetterschutz hat das nichts zu tun - das ist solchen Haltern mit Sicherheit egal.
 
  #108
Alt 23.03.2008, 21:15
 
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 23.03.2008, 21:15)


@Jaybiene
Die Leute, die ihre Hunde in Kleidchen hüllen und den ganzen Tag in der Tasche herumtragen, sind in meinen Augen Tierquäler. Solche Hunde können kein artgerechtes Leben führen. Wobei ich persönlich schon bei Hundeausstellungen Magenschmerzen bekomme. Leider mussten wir bei einer Ausstellung (die Züchterin hat Lion als Welpe zu einer Ausstellung angemeldet) dabei sein. Da wurde literweise Spray in das Fell der Hund gemacht, es wurde gerupft und gerissen. Und einige enttäuschte "Züchter" haben ihren Unmut, über weniger gute Bewertungen ihrer Hunde, an den armen Tieren ausgelassen.
Daraufhin haben wir unseren Hunden versprochen, dass sie nie wieder zu einer Ausstellung müssen.
@Peanuts
Du bist nun wirklich nicht naiv.
Wenn wir alle über jede Krankheit der Tiere bescheid wüßten, wären wir hochqualifizierte Tierärzte.
Es ist völlig normal, dass man sich mit der Krankheit auseinandersetzt und sich darüber bestmöglich informiert, die das eigene Tier hat (oder ein Tier im Verwanden-/ Bekanntenkreis).
Dabei fällt mir ein, wie geht es Teddy?
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  #109
Alt 23.03.2008, 22:20
Peanuts
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Peanuts, 23.03.2008, 22:20)


Sieht so aus, als wäre er auf dem Weg der Besserung.Die Kralle ist ja nun ab, wir baden den ganzen Fuß einmal täglich in einer gut handwarmen Kernseifenlauge und träufeln dann nach dem abtrocknen mit Küchenpapier als Unterlage ein paar Tropfen verdünnte Jodlösung drauf. Dann wird das Küchenpapier um die Pfote gewickelt, ein alter Socken (na gut, inzwischen sind uns die alten Socken ausgegangen da muss es denn auch mal ein neuer Socken tun) darüber gestülpt, mit dem Fell durch einen breiten Streifen gutes Klebeband haltbar verklebt und wenn wir rausgehen, kommt noch eine Plastiktüte, ebenfalls mit dem Fell verklebt, darüber. Teddy bekommt morgens und abends je 1 Synulox 500, dazu morgens anderthalb Rimadyl und so wird das ganze bestimmt bald Geschichte sein. Der Zeh, der anfangs wirklich fast viermal so breit wie normal war, ist schon fast völlig wieder auf Normalmaß abgeschwollen.
Ich war ja zu Beginn, als der Tierarzt das tägliche Kernseifenbad (ungefähr 10 Minuten den Fuß in der Lauge lassen) verordnete, sehr skeptisch, erinnerte mich aber dann an meinen 6-jährigen Job in einer Hotelküche. Dort war es fast an der Tagesordnung, sich mal bei der Nahrungszubereitung mehr oder weniger heftig zu schneiden, aber dadurch, dass man gezwungenermaßen täglich, ob mit oder ohne Schnittwunden an den Händen, die schweren Kessel und das Kochbesteck mit scharfer, ziemlich heißer Spülmaschinenlauge zu spülen, lernte ich schnell, dass es niemals Infektionen gab (auch nicht, wenn das Wasser hinterher schmutzig und fettig wurde) und dass alle Schnittwunden in Rekordzeit zuheilten. Also: Heiße Kernseifenlauge an Teddys Hinterpfote.
Er musste sich ja in den letzten Tagen mit dem 5-einhalb Monate alten Malamute-Welpen hier in der Wohnung "abfinden", meistert das aber ziemlich gelassen.
Und natürlich haben wir uns heute auch getraut, ihn auf der Wiese abgeleint mit dem Rudel laufen zu lassen, - er orientiert sich erwartungsgemäß an Teddy und folgt uns auch tadellos wieder mit hinein. Teddy darf ja noch nicht so viel herumflitzen, hat eigentlich noch Leinenzwang....aber da drücken wir doch öfter mal ein Auge zu und achten nur drauf, dass er nicht anfängt, zu rennen und zu toben.
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Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-3.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-mit-teddy-auf-tuchfuehlung.1.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-5.jpg  
 
  #110
Alt 23.03.2008, 22:32
 
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 23.03.2008, 22:32)


Schön, dass es Teddy besser geht.
Eigentlich müsste man mal die ganzen Hausmittel zusammen tragen, die auch beim Hund gut helfen. Da hat bestimmt jeder schon Erfahrungen.
Eine Socke habe ich damals auch bei Lion verwendet, nur musste die auf dem Rücken zusammengebunden werden.
Auf den Bildern liegen die zwei Hunde ja ganz friedlich beisammen. Deine Hunde sind richtige Therapie Hunde. Aber offensichtlich macht ihnen ihr "Job" Spaß.
Arwen ist offline  
  #111
Alt 23.03.2008, 22:58
Peanuts
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Peanuts, 23.03.2008, 22:58)


Ach ja.... Teddy ist eigentlich immer der, den alle "Neuen" als erstes versuchen, zu überzeugen. Auf diesen Bildern macht er ein Gesicht, als wenn es ihm recht lästig wäre. Aber letztlich spielt er gerne den Chef und er mag es, wenn er so richitg von allen Neuen "hofiert" wird.

Shiloh ist immer der, der so aus dem Hintergrund mit eifersüchtigem Blick den Neuen hinterherspioniert und böse Verwünschungen hinter ihnen her murmelt, aber dann wieder ist er auch derjenige, der mit größter Albernheit mit sich spielen lässt.

Und die beiden Hündinnen sind sowieso klasse, obwohl Laika, wenn es zu viele Welpen sind, auch schonmal genervt ist.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-pic_0027.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-pic_0029.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-pic_0040.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-pic_0035.jpg   Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose-pic_0036.jpg  

 
  #112
Alt 24.03.2008, 11:41
 
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 24.03.2008, 11:41)


Zitat von Peanuts

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.....Und die beiden Hündinnen sind sowieso klasse, obwohl Laika, wenn es zu viele Welpen sind, auch schonmal genervt ist.
Bei so vielen kleinen Plagegeistern und wenn es dann noch nicht mal die eigenen Welpen sind, darf der Hund schon mal genervt sein.

Balu ist auch genervt, wenn er schlafen will und Odin meint mit ihm kuscheln oder spielen zu müssen. Dann verkriecht sich Balu in seine Höhle, aber selbst da steckt Odin seinen riesigen Kopf rein.
Das ist dann der Zeitpunkt, wo ich eingreife und Odins Aufmerksamkeit auf ein Spielzeug lenke. So bekommt jeder Hund, was er will.

Odin geht es wieder richtig gut. Der Schalk sitzt ihm des öfteren im Nacken.
Je nach Situation gehen wir darauf ein oder ignorieren es.
Durch die epileptischen Anfälle ist er anhänglicher geworden. Er reagiert immer öfter, wenn wir ihn rufen. Gestern hat er sich sogar aus großer Enfernung, er war mit Finn und Herrchen ca.100m von mir entfernt, abrufen lassen. Ich habe mich weggeschlichen, als Odin ein Leckerli bekam und mich hinter einem Baum versteckt. Dann einmal gerufen, sofort hat er nach mir gesucht. Beim zweiten Mal "Odin komm" hat er geordet, woher es kam und ist zu mir gelaufen. Dafür hatte er sich überschwengliches Lob und ein Leckerli verdient.
Nach wie vor achtet Odin sehr auf seine "Klienen". Den Westie, der Lion schnappen wollte, hätte sich Odin gerne vorgeknüpft.
In der Wohnung ist Lion der Chef und draußen überlassen sie Odin diesen Job.
Arwen ist offline  
  #113
Alt 31.03.2008, 17:19
Jaybiene
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 31.03.2008, 17:19)


Zitat:


Odin hatte ja auch nun mit einer recht niedrigen Dosis Luminal eine anfallsfreie Phase von ca. 3 Wochen. Bemerkenswert ist es aber, dass dann gleich zwei kamen.

Ich bin aber zuversichtlich, dass mit einer Dosisanpassung weitgehende Anfallsfreiheit erreicht werden kann.
Genau wie bei Cayo. Leider hatten auch wir uns zu früh gefreut: Heute gegen Mittag hatte er seinen 7. Anfall, genau am 20. Tag. Es sind also, wie bei Odin, ebenfalls fast 3 Wochen ohne Anfälle, die hiermit zuende gehen. Ungefähr solange bekommt er Luminal, allerdings ebenfalls vergleichsweise gering dosiert - so dass wir hier wohl noch einigen Therapie-Spielraum haben.

Der Anfall war in seiner Schwere wie sonst, ebenfalls ein Grand Mal, Dauer wieder ungefähr 2 Minuten.
Das Positive: Er ist sonst immer direkt umgefallen und konnte nicht mehr reagieren, wenn es los ging. Meistens geschah dies aus dem Schlaf heraus. Doch heute konnte er noch zu mir laufen und mich warnen, ich merkte schon dieses Körperzittern, aber es setzte langsamer ein als bei den vorangegangen Malen. Ich konnte ihn noch behutsam auf die Seite legen und so haben wir den Anfall gut überstanden.
Er war danach gleich wieder gut drauf und war auch nicht so hibbelig, verstört und desorientiert.
Heute müssen wir sowieso noch in die Tierklinik, weil Cayo an der prima verheilten OP-Wunde herumgebissen hatte und sich nun alles entzündet hat. Aber Cayo war für solche Dummheiten schon immer gut.
Einmal musste er wegen Darmveschlusses notoperiert werden - er hatte Steine, Bauschutt u.ä. gefressen - und ein andermal hatte er sich in eine versteckt liegende Stacheldrahtrolle eingewickelt, die der Bauer dort liegen ließ.
Bin ja mal gespannt, was er in Zukunft noch so alles "auf der Pfanne hat".
Aber erstmal heißt es opitmistsch sein und sehen, wie sich alles weiter entwickelt. In guten Händen ist er ja. Das tröstet ungemein.
Trotzdem sind wir während der anfallsfreien 3 Wochen nicht selten zusammen gezuckt, wenn wir Geräusche hörten, die einem Anfall ähnelten.
Einfach ist das alles nicht - aber heute Nachmittag tobte Cayo schon wieder total übermütig durch unser Moor... ganz so, als wäre niiiie etwas gewesen.
 
  #114
Alt 31.03.2008, 17:30
Ky!

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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Ky!, 31.03.2008, 17:30)


Oh, das mit dem "zusammenzucken" kenne ich. Arwen und ich sind heute beide aufgesprungen und zu Odin gelaufen, weil seine MArke klimperte und seine Krallen auf dem Boden Geräusche machten. Er hatte sich aber nur gedreht. - Ich denke, dass sind einfach Sachen, die wir bald routinierter angehen können. Wir leben nun einmal mit einem epileptischen Hund und die Anfälle können immer auftreten. Das läßt sich halt nicht ändern. Das muß man mitlieben...

Naja, ich wünsche dann Cayo heut' , dass alles bei seinem Doc gut verläuft und die Entzündung nicht so schlimm ist. Nicht, dass er dann noch lange Antibiotika bekommen muß, die sich mit dem Lumninal beißen. Bzw. anders herum. ( Stichwort Enzyminduktor )
Ky! ist offline  
  #115
Alt 31.03.2008, 17:46
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 31.03.2008, 17:46)


Zitat von Ky!

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Oh, das mit dem "zusammenzucken" kenne ich. Arwen und ich sind heute beide aufgesprungen und zu Odin gelaufen, weil seine MArke klimperte und seine Krallen auf dem Boden Geräusche machten. Er hatte sich aber nur gedreht. - Ich denke, dass sind einfach Sachen, die wir bald routinierter angehen können. Wir leben nun einmal mit einem epileptischen Hund und die Anfälle können immer auftreten. Das läßt sich halt nicht ändern. Das muß man mitlieben...

Naja, ich wünsche dann Cayo heut' , dass alles bei seinem Doc gut verläuft und die Entzündung nicht so schlimm ist. Nicht, dass er dann noch lange Antibiotika bekommen muß, die sich mit dem Lumninal beißen. Bzw. anders herum. ( Stichwort Enzyminduktor )
Danke für die guten Wünsche!
Ja, dein Einwand was das Antibiotikum vs. Luminal angeht, ist sicher berechtigt! Deshalb ist es gut, das Cayos Ärztin heute in der Klinik Dienst hat und er auch heute von ihr behandelt wird.
Und wahr ist auch, dass man erst lernen muss, mit dieser Krankheit zu leben - nicht nur unsere Hunde, sondern wir genauso.
Man hofft auf völlige Anfallsfreiheit, wenn nicht jetzt, dann doch in Zukunft, giert förmlich nach positiven Beispielen im Netz und anderswo - und doch ist es nicht immer ganz leicht.
Denn die Krankheit ist tückisch. Irgendwie ist es ja nie vorbei - selbst nach einem überstandenen Anfall kann ein zweiter oder dritter folgen. Der nächste kann wochenlang ausbleiben oder schon 2 Tage später vor der Tür stehen. Man steht dem relativ hilflos gegenüber.
Aber trotzdem sind wir hüben wie drüben sicherlich eher "Kämpfernaturen". Aufgeben, das gibt's nicht, wir lieben unseren Cayo genauso wie ihr euren Odin und wir geben auch nicht klein bei, bloß, weil's mal schwierig wird.

Ach so, was ich noch unbedingt fragen wollte: Bekommt Odin inzwischen mehr Luminal oder ist die Dosis erstmal noch die gleiche?
Bisher waren es glaube ich, 2 Tabletten am Tag bei einem Körpergewicht von kuscheligen 43 Kilo?
Cayo ist da ja ein Leichtgewicht von ca. 24kg, er bekommt morgens und abends jeweils eine halbe Luminal.
Mein Mann und meine Tochter sind mit Cayo gerade unterwegs in die Klinik, sonst könnte ich hier gar nicht solange schreiben - hatte zur selben Zeit nämlich einen Zahnarzttermin - und da bin ich dann mal gar nicht kämpferisch, sondern eine ziiiemliche Pfeife! *grins*
Bin schon gespannt, was die beiden erzählen, wenn sie wieder da sind.
 
  #116
Alt 31.03.2008, 19:03
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Peanuts, 31.03.2008, 19:03)


Ist das nicht eine Frage der Dosisanpassung, ob die Anfälle ausbleiben oder nicht? Ich hatte doch eigentlch ein bisschen die Hoffnung, dass man - bezogen auf das Körpergewicht des Hundes einfach die Optimaldosis finden muss, die einerseits Anfälle zuverlässig unterdrückt und andererseitsnicht allzu apathisch macht und in diesem Zusammenhang bin ich - sicherheitshalber - doch der Ansicht, lieber in den ersten Tagen mal ein bisschen dösig, als immer wieder durchbrechende Anfallsbereitschaft, nur weil man den Hund so lebhaft wie möglich halten will.
Ach, ich bin kein Tierarzt, die werden schon wissen, wie es am besten ist.
Auf jeden Fall drücke ich euch fest die Daumen, dass eure Hunde bald dauerhaft anfallsfrei bleiben.
 
  #117
Alt 31.03.2008, 21:19
Jaybiene
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 31.03.2008, 21:19)


Zitat von Peanuts

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Ist das nicht eine Frage der Dosisanpassung, ob die Anfälle ausbleiben oder nicht? Ich hatte doch eigentlch ein bisschen die Hoffnung, dass man - bezogen auf das Körpergewicht des Hundes einfach die Optimaldosis finden muss, die einerseits Anfälle zuverlässig unterdrückt und andererseitsnicht allzu apathisch macht und in diesem Zusammenhang bin ich - sicherheitshalber - doch der Ansicht, lieber in den ersten Tagen mal ein bisschen dösig, als immer wieder durchbrechende Anfallsbereitschaft, nur weil man den Hund so lebhaft wie möglich halten will.
Ach, ich bin kein Tierarzt, die werden schon wissen, wie es am besten ist.
Auf jeden Fall drücke ich euch fest die Daumen, dass eure Hunde bald dauerhaft anfallsfrei bleiben.

Da gebe ich dir natürlich Recht! Aber die gute Nachricht ist, dass diese sedative Wirkung im Allgemeinen nach ungefähr 2 Wochen verschwindet - aber die antileptische bleibt dann natürlich erhalten.
Da Cayos Luminaldosis erhöht wird, ist er möglicherweise erstmal wieder etwas müder... aber lange lässt sich dieser Temperamentsbolzen sicherlich nicht ausbremsen!
 
  #118
Alt 31.03.2008, 22:34
Peanuts
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Peanuts, 31.03.2008, 22:34)


Na, das klingt doch viel versprechend, dann lässt sich doch bestimmt eine anfallsfreie stabile Lage bewirken.
 
  #119
Alt 31.03.2008, 22:47
 
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 31.03.2008, 22:47)


Unsere Ärztin hat sich Odin heute wieder genau angesehen. Sie hat den Meningitis Test gemacht, ihn gründlich untersucht und Blut abgenommen.
Die Eosinophilen sind, wie erwartet, noch genau so hoch. Es ist eben eine von Odins Besonderheiten, mit der wir leben müssen.
Der Phenobarbitalspiegel wird im Labor bestimmt und das Blut wird noch mal auf Dirofilarien untersucht. Die können sich auch erst nach Monaten entwickeln. Da wollen wir Sicherheit haben.
Die Luminaldosis soll erst mal so bleiben. Das Luminal hat nun mal Nebenwirkungen (Leberschädigung). Unsere Ärztin will bei einem so jungen Hund nicht mehr als unbedingt nötig geben.
Bekommt Odin allerdings noch einen Anfall, dann muss erhöht werden.
Tollerierbar ist ein epileptischer Anfall in drei Monaten.
Die Blutergebnisse bekommen wir telefonisch mitgeteilt.
Unsere Ärztin hat uns heute noch mal wegen der Kastration angesprochen. Sie hat noch mal ausführlich mit den Kollegen in Hannover und den Neurologen gesprochen. Alle haben ihr übereinstimmend versichert, dass es keinen einzigen nachgewiesenen Fall gab, wo die Kastration eine positive Auswirkung auf die Epilepsie hat.
Wir werden Odin nicht kastrieren lassen. Er hat keinen starken Trieb, den wir eindämmen müssen. Und einfach so setze ich Odin nicht den Gefahren einer Narkose und Operation aus.
Nach alternativen Zeckenmittel haben wir unsere Ärztin gefragt. Sie kennt kein einziges, dass nachweislich wirksam ist.
Auf keinen Fall sollte man Hunden Knoblauch geben. Sie können dadurch eine Anämie bekommen.
Hochkonzentrierte ätherische Öle sind für Odin auch schädlich.
Momentan können wir ihn nur gründlich absuchen. Bei dem dichten Fell kann man aber unmöglich alle Zecken finden.
Nun hoffen wir einfach, dass Odin von Zecken und den epileptischen Anfällen verschon bleibt.
Das Gleiche wünschen wir Cayo!
Arwen ist offline  
  #120
Alt 31.03.2008, 23:01
 
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 31.03.2008, 23:01)


Zitat von Peanuts

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Ist das nicht eine Frage der Dosisanpassung, ob die Anfälle ausbleiben oder nicht? Ich hatte doch eigentlch ein bisschen die Hoffnung, dass man - bezogen auf das Körpergewicht des Hundes einfach die Optimaldosis finden muss, die einerseits Anfälle zuverlässig unterdrückt und andererseitsnicht allzu apathisch macht und in diesem Zusammenhang bin ich - sicherheitshalber - doch der Ansicht, lieber in den ersten Tagen mal ein bisschen dösig, als immer wieder durchbrechende Anfallsbereitschaft, nur weil man den Hund so lebhaft wie möglich halten will.
Ach, ich bin kein Tierarzt, die werden schon wissen, wie es am besten ist.
Auf jeden Fall drücke ich euch fest die Daumen, dass eure Hunde bald dauerhaft anfallsfrei bleiben.
Es ist ein langer Prozeß, die richtige Luminaldosis zu finden.
Natürlich sollen die Hunde möglichst keine epileptischen Anfälle bekommen.
Eine zu hohe Dosis schädigt aber die Leber, damit haben wir nichts gewonnen.
Deshalb so niedrig, wie möglich und so viel wie nötig das Luminal dosieren.
Arwen ist offline  
  #121
Alt 02.04.2008, 20:49
 
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 02.04.2008, 20:49)


Mittel der ersten Wahl der veterinärmedizinischen Therapie ist Phenobarbital, ein Barbiturat; enthalten in den Produkten Luminal und Luminaletten. Neben der Therapie der Epilepsie wird Phenobarbital in der Narkosevorbereitung angewandt.
Da die Wirkung von Phenobarbital stark dosierungsabhängig ist, von Beruhigung über eine leichte Dämpfung des Bewusstseins bis zur Betäubung reicht, ist die Dosierung unbedingt vorsichtig vorzunehmen und gezielt einzusetzen.
Die möglichen Nebenwirkungen bei falscher Dosierung reichen über Atemlähmung bis zum Kreislaufversagen und Nierenschädigung.
Erwähnenswert ist, dass es kein Gegenmittel bei einer Überdosierung gibt.
Treten unerwünschte Nebenwirkungen auf, so ist unbedingt die Dosierung zu reduzieren!

Die hohe Dosis, die Odin von der ersten Tierärztin verordnet bekommen hat, war viel zu hoch. Wir hatten großes Glück und natürlich die neue, sehr kompetente Tierärztin, die das sofort erkannt hat.
Wir vertrauen Odins "Lieblingsärztin" total.

Was uns bei Odin aber auffällt, er ist unheimlich verfressen geworden. Das Luminal regt den Apetitt an.
Da er aber nicht zunehmen soll, muss ich sein Futter abwiegen. Leckerlis werden natürlich abgezogen.
Will ihm nun gekochte Möhren zum Futter dazu geben, das füllt den Magen und hat wenig Kalorien.
Hat jemand noch einen anderen Ratschlag?
Arwen ist offline  
  #122
Alt 04.04.2008, 12:35
 
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 04.04.2008, 12:35)


Soeben hat mir Odins Tierärztin die Ergebnisse der Blutuntersuchung mitgeteilt.
Er hat keineDirofilarien ( Herzwürmer).:36_1_75:
-Dirofilarien sind erst 7-10 Monate nach einer Infektion sicher nachweisbar. Deshalb haben wir noch mal einen Test machen lassen.
Bevor man Wurmkuren anwendet ist es wichtig zu wissen, ob der Hund Dirofilarien hat.

Der Phenobarbitalspiegel hat aufgezeigt, dass wir im mittleren Referenzbereich sind. D.h. wir können gegebenenfalls höher dosieren.

Jetzt hoffen wir, dass Odin anfallsfrei bleibt und mit der jetzigen Dosis Luminal auskommt (morgens 1 Tablette und abends 1 Tablette).
Arwen ist offline  
  #123
Alt 11.04.2008, 20:24
 
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Arwen, 11.04.2008, 20:24)


Es waren genau drei Wochen....ohne epileptische Anfälle.
Heute 11.20 Uhr hatte Odin wieder Einen. Den Zweiten bekam er 13.55 Uhr. Bei beiden Anfällen hat Odin vorher fest geschlafen. Es waren auch diesmal Grand Mal Anfälle, die ca. 45 Sekunden dauerten. Beim zweiten Krampf habe ich Odin ein Diazepam Zäpfchen gegeben. Er soll auf keinen Fall mehr als die zwei Anfälle bekommen.
Ich habe dann auch sofort mit der Tierärztin gesprochen. Nachdem ich ihr ausführlich alles geschildert habe und sie sich nach Odins derzeitigen Befinden erkundigt hat, war sie der Meinung, dass wir uns bei unserem Großen damit abfinden müssen, dass er immer ein Cluster bekommen wird.
Außerdem wollen wir ganz langsam die Luminaldosis anheben, um so zu sehen, welche Dosis Odin braucht.
Ab heute bekommt Odin morgens und abends je 1 1/4 Tabletten. Wenn er damit maximal 1 epileptischen Anfall in 3Monaten bekommt, können wir bei der Dosis bleiben. Sonst wird um 1/4 Tablette erhöht.
Die Ärztin will die Leber nicht zu sehr belasten, deshalb die geringe Erhöhung.

Nach dem zweiten Anfall war Odin sichtlich geschwächt. Er hat zwei Stunden geschlafen, dann sind wir zum "Geschäfte" erledigen raus gegangen. Anschließend hat er wieder geschlafen.
Deshalb mussten wir das Treffen mit Odin`s Liebligsfreundin Luna absagen.

Nun hoffen wir natürlich, dass die Tabletten wirken und Odin keine witeren Anfälle bekommt.
Arwen ist offline  
  #124
Alt 12.04.2008, 11:52
Jaybiene
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Jaybiene, 12.04.2008, 11:52)


Das tut mir wirklich sehr leid - und ich weiß genau, wie ihr euch fühlt! Irgendwie fängt man nach einem solchen Anfall ja immer wieder von vorne an: Man HOFFT neu und stellt die Stoppuhr wieder auf "Start".

Hinzu kommt, dass man überhaupt erst lernen muss, mit den Anfällen umzugehen, denn sie haben manchmal schon etwas Endgültiges ansich und die eigenen Nerven liegen blank, zumal man ja ständig auf diese typischen Anfallsgeräusche und evtl. Vorboten achten MUSS und sie nie wird ignorieren DÜRFEN.
Deshalb ist man eigentlich ständig in Anspannung - was aber natürlich auch nicht gut ist.
Unser Trost und unsere Hoffnung ist, dass "doch noch alles gut wird", denn wir tun ALLES menschenmögliche für unseren Hund, genauso wie ihr für euren Odin ja auch! Und mehr geht eben nicht - und ich denke, dass viele Therapie-Misserfolge auch mit vielen Fehlern der Hundehalter zusammen hängen.
Wie oft habe ich gelesen, dass schon mal "eine Tablette vergessen wurde" oder sie nicht punktgenau verabreicht wird.
Wir dagegen haben versucht, alle denkbaren Situationen möglichst im Vorhinein abzuklären - beispielsweise, was macht man, wenn der Hund brechen muss oder Durchfall hat - ab wann sind die Wirkstoffe im Magen drin - bzw. in der Blutbahn - wann muss man ggfs. vielleicht noch mal etwas geben... usw., usw.
Wir haben der Ärztin jedenfalls Löcher in den Bauch gefragt - nur, um immer mehr zu erfahren und Risiken möglichst zu minimieren.
Außerdem wird Cayo mit seiner Epilepsie nicht von einem "Wald- und Wiesendoc" betreut, sondern von fachkompetenten Ärzten einer renomierten Tierklinik mit 7 festangestellten Medizinern, die sich in Zweifelsfällen auch untereinander beraten.
So "ausgestattet" können wir eigentlich optimistisch nach vorne blicken.
Ich weiß, dass das alles ein Prozess ist und womöglich noch ein langer Weg vor uns liegt - das kann alles sein, aber ich weiß auch, dass Cayo in guten Händen ist und das schafft die Kraft für den Blick nach vorne!
Deshalb bin ich auch überzeugt, dass euer Odin, wenn vielleicht nicht sofort, aber doch irgendwann, entweder ganz anfallsfrei wird - oder es, übers Jahr verteilt, wirklich nur sehr wenige sind - so dass Mench und Tier damit entspannt und gefahrlos leben können.
Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft und Optimismus!

Geändert von Jaybiene (12.04.2008 um 11:55 Uhr)
 
  #125
Alt 12.04.2008, 12:42
Ky!

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Ky! wird schon bald berühmt werden

AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose (Ky!, 12.04.2008, 12:42)


Zitat:


Wie oft habe ich gelesen, dass schon mal "eine Tablette vergessen wurde" oder sie nicht punktgenau verabreicht wird.
Wir dagegen haben versucht, alle denkbaren Situationen möglichst im Vorhinein abzuklären - beispielsweise, was macht man, wenn der Hund brechen muss oder Durchfall hat - ab wann sind die Wirkstoffe im Magen drin - bzw. in der Blutbahn - wann muss man ggfs. vielleicht noch mal etwas geben... usw., usw.

Könntest Du mal grob die Informationen posten?
Ky! ist offline  
 

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