Zitat von Ky!

Hatte ich das falsch vestanden? - Ich dachte, man kastriert Rüden mit primärer Epilepsie, um die "hormonbedingten Umbauten" etwas zu minimieren. Das war - dachte ich - unabhängig davon, ob der Hund nun bei ner läufigen Hündin krampft oder nicht....
Was man ja sagen muß, es ist schon auffällig dass sich die Erstanfälle in der Zeit häufen, wo die Hunde erwachsen werden.....
Hier muß man sich dann noch mal schlau machen...
Kastration des Rüden
Im Alter von ungefähr 9 Monaten beginnen Rüden geschlechtsreif zu werden. Man erkennt das "Erwachsenwerden" gut daran, daß die Tiere anfangen beim Harnabsatz das Bein zu heben und immer häufiger zu markieren. Aber nur wenige Rüden werden zur Zucht verwendet. Den anderen wird wie selbstverständlich ein Leben in Keuschheit abverlangt. Besonders in Gegenden mit vielen Hündinnen, die abwechselnd läufig werden, wird der Geschlechtstrieb der Rüden stark stimuliert, was nicht selten triebbedingte Frustration zur Folge hat. Viele, vor allem junge Rüden, versuchen ihren Trieb mit Deckversuchen an Personen und Gegenständen zu befriedigen, die Tiere werden von Unruhe und Nervosität geplagt, streunen, entwickeln Zerstörungswut und legen vermehrte Aggressivität an den Tag. Nicht selten verweigern die Rüden vor Unruhe das Futter und lecken sich vermehrt, bis schlimme Leckekzeme an den Pfoten oder den Hoden entstehen.
Streuner, die völlig kopflos hinter dem "Duft der Hündinnen" her sind, laufen Gefahr unter einem Auto zu enden, denn in diesem Zustand zählt keine Vorsicht mehr, sondern nur noch das "heiße" Weibchen. Für diesen Trieb wird bei verschlossener Haustür sogar aus dem Fenster gesprungen, "heulend" die Nacht verbracht und bei jedem Wetter stundenlang vor dem Haus der Angebeteten verharrt. Einige Rüden leiden so sehr unter ihrer
Hypersexualität, dass es zur schmerzhaften Prostataentzündung oder sogar zu
hormonell bedingten epileptischen Anfällen kommt. Um solch quälerischen Triebstau zu vermeiden, empfiehlt sich die Kastration.
Balu ist, so lange er in der Nähe einer läufigen Hündin ist, nicht von ihr abzubringen. Er steigert sich richtig in seinen Trieb. Wir nehmen ihn dann an die Leine und gehen weg von der Hündin.
Kurze Zeit später hat er alles vergessen. Deswegen haben wir ihn auch nicht kastriert.
Odin zeigt gar keine Auffälligkeiten während er mit läufigen Hündinnen zusammen ist. Auch zu Hause verhält er sich ganz normal.
Durch Odins Größe und seine Kraft, hätte ich schon bei extremen Verhalten und zu starkem Trieb an eine Kastration gedacht.
Das ist bei ihm aber wirklich nicht nötig.