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  #111
Alt 23.03.2008, 22:58
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose

Ach ja.... Teddy ist eigentlich immer der, den alle "Neuen" als erstes versuchen, zu überzeugen. Auf diesen Bildern macht er ein Gesicht, als wenn es ihm recht lästig wäre. Aber letztlich spielt er gerne den Chef und er mag es, wenn er so richitg von allen Neuen "hofiert" wird.

Shiloh ist immer der, der so aus dem Hintergrund mit eifersüchtigem Blick den Neuen hinterherspioniert und böse Verwünschungen hinter ihnen her murmelt, aber dann wieder ist er auch derjenige, der mit größter Albernheit mit sich spielen lässt.

Und die beiden Hündinnen sind sowieso klasse, obwohl Laika, wenn es zu viele Welpen sind, auch schonmal genervt ist.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
odins-krankentagebuch-epilepsie-beim-hund-ehrlichiose-rickettsiose-pic_0027.jpg   odins-krankentagebuch-epilepsie-beim-hund-ehrlichiose-rickettsiose-pic_0029.jpg   odins-krankentagebuch-epilepsie-beim-hund-ehrlichiose-rickettsiose-pic_0040.jpg   odins-krankentagebuch-epilepsie-beim-hund-ehrlichiose-rickettsiose-pic_0035.jpg   odins-krankentagebuch-epilepsie-beim-hund-ehrlichiose-rickettsiose-pic_0036.jpg  

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  #112
Alt 24.03.2008, 11:41
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose

Zitat:
Zitat von Peanuts Beitrag anzeigen
.....Und die beiden Hündinnen sind sowieso klasse, obwohl Laika, wenn es zu viele Welpen sind, auch schonmal genervt ist.
Bei so vielen kleinen Plagegeistern und wenn es dann noch nicht mal die eigenen Welpen sind, darf der Hund schon mal genervt sein.

Balu ist auch genervt, wenn er schlafen will und Odin meint mit ihm kuscheln oder spielen zu müssen. Dann verkriecht sich Balu in seine Höhle, aber selbst da steckt Odin seinen riesigen Kopf rein.
Das ist dann der Zeitpunkt, wo ich eingreife und Odins Aufmerksamkeit auf ein Spielzeug lenke. So bekommt jeder Hund, was er will.

Odin geht es wieder richtig gut. Der Schalk sitzt ihm des öfteren im Nacken.
Je nach Situation gehen wir darauf ein oder ignorieren es.
Durch die epileptischen Anfälle ist er anhänglicher geworden. Er reagiert immer öfter, wenn wir ihn rufen. Gestern hat er sich sogar aus großer Enfernung, er war mit Finn und Herrchen ca.100m von mir entfernt, abrufen lassen. Ich habe mich weggeschlichen, als Odin ein Leckerli bekam und mich hinter einem Baum versteckt. Dann einmal gerufen, sofort hat er nach mir gesucht. Beim zweiten Mal "Odin komm" hat er geordet, woher es kam und ist zu mir gelaufen. Dafür hatte er sich überschwengliches Lob und ein Leckerli verdient.
Nach wie vor achtet Odin sehr auf seine "Klienen". Den Westie, der Lion schnappen wollte, hätte sich Odin gerne vorgeknüpft.
In der Wohnung ist Lion der Chef und draußen überlassen sie Odin diesen Job.
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Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.
Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.

Alexander v. Humbold
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  #113
Alt 31.03.2008, 17:19
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose

Zitat:
Odin hatte ja auch nun mit einer recht niedrigen Dosis Luminal eine anfallsfreie Phase von ca. 3 Wochen. Bemerkenswert ist es aber, dass dann gleich zwei kamen.

Ich bin aber zuversichtlich, dass mit einer Dosisanpassung weitgehende Anfallsfreiheit erreicht werden kann.
Genau wie bei Cayo. Leider hatten auch wir uns zu früh gefreut: Heute gegen Mittag hatte er seinen 7. Anfall, genau am 20. Tag. Es sind also, wie bei Odin, ebenfalls fast 3 Wochen ohne Anfälle, die hiermit zuende gehen. Ungefähr solange bekommt er Luminal, allerdings ebenfalls vergleichsweise gering dosiert - so dass wir hier wohl noch einigen Therapie-Spielraum haben.

Der Anfall war in seiner Schwere wie sonst, ebenfalls ein Grand Mal, Dauer wieder ungefähr 2 Minuten.
Das Positive: Er ist sonst immer direkt umgefallen und konnte nicht mehr reagieren, wenn es los ging. Meistens geschah dies aus dem Schlaf heraus. Doch heute konnte er noch zu mir laufen und mich warnen, ich merkte schon dieses Körperzittern, aber es setzte langsamer ein als bei den vorangegangen Malen. Ich konnte ihn noch behutsam auf die Seite legen und so haben wir den Anfall gut überstanden.
Er war danach gleich wieder gut drauf und war auch nicht so hibbelig, verstört und desorientiert.
Heute müssen wir sowieso noch in die Tierklinik, weil Cayo an der prima verheilten OP-Wunde herumgebissen hatte und sich nun alles entzündet hat. Aber Cayo war für solche Dummheiten schon immer gut.
Einmal musste er wegen Darmveschlusses notoperiert werden - er hatte Steine, Bauschutt u.ä. gefressen - und ein andermal hatte er sich in eine versteckt liegende Stacheldrahtrolle eingewickelt, die der Bauer dort liegen ließ.
Bin ja mal gespannt, was er in Zukunft noch so alles "auf der Pfanne hat".
Aber erstmal heißt es opitmistsch sein und sehen, wie sich alles weiter entwickelt. In guten Händen ist er ja. Das tröstet ungemein.
Trotzdem sind wir während der anfallsfreien 3 Wochen nicht selten zusammen gezuckt, wenn wir Geräusche hörten, die einem Anfall ähnelten.
Einfach ist das alles nicht - aber heute Nachmittag tobte Cayo schon wieder total übermütig durch unser Moor... ganz so, als wäre niiiie etwas gewesen.
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  #114
Alt 31.03.2008, 17:30
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AW: Odins Krankentagebuch - Epilepsie beim Hund , Ehrlichiose , Rickettsiose

Oh, das mit dem "zusammenzucken" kenne ich. Arwen und ich sind heute beide aufgesprungen und zu Odin gelaufen, weil seine MArke klimperte und seine Krallen auf dem Boden Geräusche machten. Er hatte sich aber nur gedreht. - Ich denke, dass sind einfach Sachen, die wir bald routinierter angehen können. Wir leben nun einmal mit einem epileptischen Hund und die Anfälle können immer auftreten. Das läßt sich halt nicht ändern. Das muß man mitlieben...

Naja, ich wünsche dann Cayo heut' , dass alles bei seinem Doc gut verläuft und die Entzündung nicht so schlimm ist. Nicht, dass er dann noch lange Antibiotika bekommen muß, die sich mit dem Lumninal beißen. Bzw. anders herum. ( Stichwort Enzyminduktor )
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  #115
Alt 31.03.2008, 17:46
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Zitat:
Zitat von Ky! Beitrag anzeigen
Oh, das mit dem "zusammenzucken" kenne ich. Arwen und ich sind heute beide aufgesprungen und zu Odin gelaufen, weil seine MArke klimperte und seine Krallen auf dem Boden Geräusche machten. Er hatte sich aber nur gedreht. - Ich denke, dass sind einfach Sachen, die wir bald routinierter angehen können. Wir leben nun einmal mit einem epileptischen Hund und die Anfälle können immer auftreten. Das läßt sich halt nicht ändern. Das muß man mitlieben...

Naja, ich wünsche dann Cayo heut' , dass alles bei seinem Doc gut verläuft und die Entzündung nicht so schlimm ist. Nicht, dass er dann noch lange Antibiotika bekommen muß, die sich mit dem Lumninal beißen. Bzw. anders herum. ( Stichwort Enzyminduktor )
Danke für die guten Wünsche!
Ja, dein Einwand was das Antibiotikum vs. Luminal angeht, ist sicher berechtigt! Deshalb ist es gut, das Cayos Ärztin heute in der Klinik Dienst hat und er auch heute von ihr behandelt wird.
Und wahr ist auch, dass man erst lernen muss, mit dieser Krankheit zu leben - nicht nur unsere Hunde, sondern wir genauso.
Man hofft auf völlige Anfallsfreiheit, wenn nicht jetzt, dann doch in Zukunft, giert förmlich nach positiven Beispielen im Netz und anderswo - und doch ist es nicht immer ganz leicht.
Denn die Krankheit ist tückisch. Irgendwie ist es ja nie vorbei - selbst nach einem überstandenen Anfall kann ein zweiter oder dritter folgen. Der nächste kann wochenlang ausbleiben oder schon 2 Tage später vor der Tür stehen. Man steht dem relativ hilflos gegenüber.
Aber trotzdem sind wir hüben wie drüben sicherlich eher "Kämpfernaturen". Aufgeben, das gibt's nicht, wir lieben unseren Cayo genauso wie ihr euren Odin und wir geben auch nicht klein bei, bloß, weil's mal schwierig wird.

Ach so, was ich noch unbedingt fragen wollte: Bekommt Odin inzwischen mehr Luminal oder ist die Dosis erstmal noch die gleiche?
Bisher waren es glaube ich, 2 Tabletten am Tag bei einem Körpergewicht von kuscheligen 43 Kilo?
Cayo ist da ja ein Leichtgewicht von ca. 24kg, er bekommt morgens und abends jeweils eine halbe Luminal.
Mein Mann und meine Tochter sind mit Cayo gerade unterwegs in die Klinik, sonst könnte ich hier gar nicht solange schreiben - hatte zur selben Zeit nämlich einen Zahnarzttermin - und da bin ich dann mal gar nicht kämpferisch, sondern eine ziiiemliche Pfeife! *grins*
Bin schon gespannt, was die beiden erzählen, wenn sie wieder da sind.
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  #116
Alt 31.03.2008, 19:03
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Ist das nicht eine Frage der Dosisanpassung, ob die Anfälle ausbleiben oder nicht? Ich hatte doch eigentlch ein bisschen die Hoffnung, dass man - bezogen auf das Körpergewicht des Hundes einfach die Optimaldosis finden muss, die einerseits Anfälle zuverlässig unterdrückt und andererseitsnicht allzu apathisch macht und in diesem Zusammenhang bin ich - sicherheitshalber - doch der Ansicht, lieber in den ersten Tagen mal ein bisschen dösig, als immer wieder durchbrechende Anfallsbereitschaft, nur weil man den Hund so lebhaft wie möglich halten will.
Ach, ich bin kein Tierarzt, die werden schon wissen, wie es am besten ist.
Auf jeden Fall drücke ich euch fest die Daumen, dass eure Hunde bald dauerhaft anfallsfrei bleiben.
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  #117
Alt 31.03.2008, 21:19
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Ist das nicht eine Frage der Dosisanpassung, ob die Anfälle ausbleiben oder nicht? Ich hatte doch eigentlch ein bisschen die Hoffnung, dass man - bezogen auf das Körpergewicht des Hundes einfach die Optimaldosis finden muss, die einerseits Anfälle zuverlässig unterdrückt und andererseitsnicht allzu apathisch macht und in diesem Zusammenhang bin ich - sicherheitshalber - doch der Ansicht, lieber in den ersten Tagen mal ein bisschen dösig, als immer wieder durchbrechende Anfallsbereitschaft, nur weil man den Hund so lebhaft wie möglich halten will.
Ach, ich bin kein Tierarzt, die werden schon wissen, wie es am besten ist.
Auf jeden Fall drücke ich euch fest die Daumen, dass eure Hunde bald dauerhaft anfallsfrei bleiben.

Da gebe ich dir natürlich Recht! Aber die gute Nachricht ist, dass diese sedative Wirkung im Allgemeinen nach ungefähr 2 Wochen verschwindet - aber die antileptische bleibt dann natürlich erhalten.
Da Cayos Luminaldosis erhöht wird, ist er möglicherweise erstmal wieder etwas müder... aber lange lässt sich dieser Temperamentsbolzen sicherlich nicht ausbremsen!
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  #118
Alt 31.03.2008, 22:34
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Na, das klingt doch viel versprechend, dann lässt sich doch bestimmt eine anfallsfreie stabile Lage bewirken.
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  #119
Alt 31.03.2008, 22:47
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Unsere Ärztin hat sich Odin heute wieder genau angesehen. Sie hat den Meningitis Test gemacht, ihn gründlich untersucht und Blut abgenommen.
Die Eosinophilen sind, wie erwartet, noch genau so hoch. Es ist eben eine von Odins Besonderheiten, mit der wir leben müssen.
Der Phenobarbitalspiegel wird im Labor bestimmt und das Blut wird noch mal auf Dirofilarien untersucht. Die können sich auch erst nach Monaten entwickeln. Da wollen wir Sicherheit haben.
Die Luminaldosis soll erst mal so bleiben. Das Luminal hat nun mal Nebenwirkungen (Leberschädigung). Unsere Ärztin will bei einem so jungen Hund nicht mehr als unbedingt nötig geben.
Bekommt Odin allerdings noch einen Anfall, dann muss erhöht werden.
Tollerierbar ist ein epileptischer Anfall in drei Monaten.
Die Blutergebnisse bekommen wir telefonisch mitgeteilt.
Unsere Ärztin hat uns heute noch mal wegen der Kastration angesprochen. Sie hat noch mal ausführlich mit den Kollegen in Hannover und den Neurologen gesprochen. Alle haben ihr übereinstimmend versichert, dass es keinen einzigen nachgewiesenen Fall gab, wo die Kastration eine positive Auswirkung auf die Epilepsie hat.
Wir werden Odin nicht kastrieren lassen. Er hat keinen starken Trieb, den wir eindämmen müssen. Und einfach so setze ich Odin nicht den Gefahren einer Narkose und Operation aus.
Nach alternativen Zeckenmittel haben wir unsere Ärztin gefragt. Sie kennt kein einziges, dass nachweislich wirksam ist.
Auf keinen Fall sollte man Hunden Knoblauch geben. Sie können dadurch eine Anämie bekommen.
Hochkonzentrierte ätherische Öle sind für Odin auch schädlich.
Momentan können wir ihn nur gründlich absuchen. Bei dem dichten Fell kann man aber unmöglich alle Zecken finden.
Nun hoffen wir einfach, dass Odin von Zecken und den epileptischen Anfällen verschon bleibt.
Das Gleiche wünschen wir Cayo!
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Alexander v. Humbold
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  #120
Alt 31.03.2008, 23:01
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Es ist ein langer Prozeß, die richtige Luminaldosis zu finden.
Natürlich sollen die Hunde möglichst keine epileptischen Anfälle bekommen.
Eine zu hohe Dosis schädigt aber die Leber, damit haben wir nichts gewonnen.
Deshalb so niedrig, wie möglich und so viel wie nötig das Luminal dosieren.
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