| Klopp geht-wohin ist offen Klopp geht sicher - wohin ist offen
Es war gegen 15.40 Uhr, in Mainz schrieb man die 84. Minute, als die Fans plötzlich "You´ll never walk alone" anstimmten und ein Meer aus weißroten Schals erschufen. In Hoffenheim stand es 4:0 und allen im Stadion war plötzlich bewusst: Das wars.
Der 18. Mai 2008 bleibt in der Stadtgeschichte ein ganz besonderes Datum. An diesem Tag verpasste Mainz 05 nach 2002 und 2003 erneut am 34. Spieltag einen Bundesliga-Aufstieg. Und der FSV verlor Jürgen Klopp. Das 250.Spiel als Mainzer Coach (101 Siege, 71 Remis, 78 Niederlage) war für ihn das letzte - nach 18 Jahren als Spieler und Trainer.
Im April hatte Klopp verkündet, dass er nur im Aufstiegsfall ein weiteres Jahr dranhängt. Er wolle den nächsten Karriereschritt vollziehen, und der sehe kein weiteres Zweitliga-Jahr vor. Selbst ein letzter Versuch des Teams, ihn zum Weitermachen zu überreden, konnte Klopp nicht umstimmen. "Das hat keinen Sinn", sagte Klopp.
Wohin seine Reise geht, ist offen. Am liebsten würde er einen Klub trainieren, der internationale Ambitionen hegt. Ein Engagement beim HSV zerschlug sich, Dortmund könnte bei einem Abschied von Thomas Doll eine Option sein. Und der niederländische Erstligist Twente Enschede, für die Champions League qualifiziert, ist an Klopp interessiert.
Glaubt man Manager Christian Heidel, beginnt ab sofort mit der Trainersuche. "Bisher haben wir mit keinem Trainer oder dessen Berater gesprochen." Unter Zeitdruck wolle man sich nicht setzen lassen, "aber wir lassen uns nicht so lange Zeit wie der HSV."
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