| Tränen in Duisburg u. Rostock Tränen in Duisburg und Rostock, aber die Trainer bleiben
Rostock/Duisburg -
Den Fußball-Gesetzmäßigkeiten zum Trotz: Der MSV Duisburg und Hansa Rostock wollen das sportliche Schicksal auch nach dem Bundesliga-Abstieg in den Händen ihrer Trainer Rudi Bommer und Frank Pagelsdorf lassen. "Er bleibt unser Trainer", sagte Rostocks Vereinschef Dirk Grabow über Pagelsdorf - die Stimme zitternd und die Augen feucht. Auch MSV-Coach Bommer, der ohnehin noch einen Vertrag besitzt und zudem die Rückendeckung von Clubchef Walter Hellmich genießt, will "gerne weitermachen". Beide Vereine haben sich nach den bitteren Stunden am Sonnabend die sofortige Rückkehr ins Oberhaus vorgenommen.
"Nur der Wiederaufstieg kann das Ziel sein", betonte Pagelsdorf nach der 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen, die für Hansa den Gang in die Zweite Liga besiegelte. Hart, aber nicht unvorbereitet traf es auch die Duisburger. "Natürlich sind wir traurig, aber das muss man erst mal alles verarbeiten. Letztlich war dieser Abstieg auch ein langer Prozess, wir haben es nicht heute aus der Hand gegeben", befand Bommer.
Schuldzuweisungen gab es keine, Tränen und Pfiffe auch nicht. Der sechste Duisburger Abstieg aus dem "Oberhaus" vollzog sich nach dem 2:3 gegen Bayern München fast geräuschlos. "Jetzt werden wir kurz verschnaufen und dann Gespräche mit den Spielern führen", sagte Sportdirektor Bruno Hübner.
Tränen indes in Rostock. Wehmütig nahmen die Rostocker Profis Abschied von der Ersten Liga. Die wirtschaftliche Situation des Klubs ist zwar nicht die beste, aber die Hansestädter wollen trotzdem postwendend zurück ins Oberhaus. "Wir haben schon einmal bewiesen, dass wir den Weg zurück in die Bundesliga packen können", sagte Grabow.
Pagelsdorf, der einen Vertrag bis 2009 besitzt, soll das dritte Wunder von der Warnow schaffen und den Klub nach 1995 und 2007 zurück in die Erste Liga führen. Unterstützung wäre ihm gewiss: Ex-Nationalspieler Stefan Beinlich, der seine Karriere beendet, soll im Verein einen Posten im Management übernehmen. Hansa müsse eine "schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen", betonte Beinlich. Dafür stehen den Hanseaten immerhin 17 Millionen Euro zur Verfügung.
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