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Alt 24.07.2008, 18:11
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Frankreich,Reaktorunfall,100rte verstrahlt

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Frankreich: Pannenserie in Atomanlagen reißt nicht ab
Reaktorleck: 100 Mitarbeiter verstrahlt



Paris -

Die Pannenserie in französischen Atomanlagen reißt nicht ab: Nach einem Leck in einem Reaktor der Atomanlage Tricastin in Südfrankreich wurden 100 Beschäftigte „leicht kontaminiert“, wie der Stromkonzern EDF am Mittwochabend mitteilte. Es war bereits der vierte Zwischenfall in einer französischen Atomanlage in den letzten Wochen.

Bei dem neuerlichen Leck in Tricastin seien die Betroffenen radioaktiven Partikeln ausgesetzt gewesen, die aus einer Leitung eines abgeschalteten Reaktors entwichen seien, sagte EDF-Sprecherin Caroline Muller. Die Strahlenbelastung der Betroffenen sei weit unterhalb der zulässigen Werte gewesen; die Dosis sei kleiner als ein Vierzigstel des Grenzwertes gewesen. „Was uns Sorge macht ist weniger das Ausmaß der Verstrahlung als vielmehr die Zahl der kontaminierten Menschen“, sagte Muller. Experten hätten Ermittlungen aufgenommen.

Erst vor zwei Wochen waren in Tricastin 74 Kilogramm Uran ausgetreten und in zwei Flüsse gelangt. Ende voriger Woche wurden in einer Atomanlage im Südosten Frankreichs 15 Arbeiter bei einer Inspektion verstrahlt. EDF hatte den Vorfall erst am Montag öffentlich gemacht. Am vergangenen Donnerstag wurde zudem ein undichtes Kanalisationsrohr in einer Brennstäbefabrik in Romans-sur-Isere entdeckt, aus dem zwischen 120 und 750 Gramm Uran ausgelaufen waren. Die Pannen haben zu scharfen Protesten von Atomgegnern geführt.
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Alt 25.07.2008, 14:53
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100 Mitarbeiter in Tricastin leicht verstrahlt

Paris -

Bei einem erneuten Zwischenfall in der französischen Atomanlage Tricastin sind etwa 100 Mitarbeiter "leichter" Strahlung durch Kobalt-58-Partikel ausgesetzt worden. Wie der Stromkonzern und Betreiber EDF gestern mitteilte, war am Mittwoch bei Wartungsarbeiten aus einer Leitung eines abgeschalteten Reaktors radioaktiver Staub ausgetreten. Die Strahlenbelastung habe jedoch weit unter dem zulässigen Grenzwert gelegen. Die Betroffenen hätten ohne Behandlung nach Hause gehen können. Es war bereits die zweite Panne binnen weniger Wochen in der Atomanlage.

Während die Direktion von Tricastin den Vorfall als "belanglos" bewertete, erklärte die Wissenschaftlerin Annie Thebaud-Mony vom staatlichen Zentrum für medizinische Forschung und Gesundheit (Inserm): "Einen Atomunfall als banal zu bezeichnen, nur weil die erlaubte Strahlenmenge nicht überschritten wurde, dient nur der Beschwichtigung."

Die französische Atomaufsichtsbehörde (ASN) nahm dennoch Ermittlungen auf, was bei den jährlich etwa 800 Vorfällen der Stufe 0 sonst nicht üblich ist.
dpa
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Alt 26.07.2008, 09:39
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Verdacht auf Vertuschung bei Atompannen in Frankreich

Paris -

Nach einer Pannenserie in mehreren französischen Atomanlagen besteht Verdacht auf Vertuschung von Informationen. Die Polizei habe das Büro des inzwischen entlassenen Direktors der Anlage von Tricastin bei Avignon durchsucht und zahlreiche Unterlagen sichergestellt, berichtete die Zeitung "Le Parisien" am Freitag.

Die Ermittler wollten herausfinden, ob die gesetzlich vorgeschriebenen Abläufe eingehalten worden seien, schreibt die Zeitung. Die Chefin des Atomkonzerns Areva, Anne Lauvergeon, hatte bereits eingeräumt, dass die Öffentlichkeit eher hätte informiert werden sollen. In der Anlage von Tricastin waren vor gut zwei Wochen 74 Kilogramm Uran aus einem beschädigten Überlaufbecken in die Umwelt gelangt.

Zudem wird in Tricastin weiter ermittelt, warum unabhängig von der ersten Uran-Panne 100 Angestellte bei einer Kontrolluntersuchung am Mittwoch erhöhte Strahlenwerte aufgewiesen haben. Die Belastung sei gering gewesen. Sie habe etwa 0,5 Millisievert betragen, wobei der Grenzwert bei 20 Millisievert liegt. Eine erneute ärztliche Kontrolle habe ergeben, dass die Strahlenbelastung nur noch "winzig" sei, so das Unternehmen. Die Angestellten hätten ihre Arbeit wieder aufgenommen.

Ex-Gesundheitsministerin Corinne Lepage sprach von einer "konzertierten Aktion, um Atomzwischenfälle zu banalisieren". "Man will die Franzosen daran gewöhnen und ihnen zeigen, dass es sich lediglich um harmlose Zwischenfälle handelt."
dpa
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100rte, frankreich, reaktorunfall, verstrahlt


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