The Band
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The Band
Gründung 1957
Auflösung 1976
Genre Rock, Folk-Rock
B]Letzte Besetzung vor der Auflösung [/b]
Gesang, Gitarre, Piano Robbie Robertson
Gesang, Bass, Kontrabass, Geige Rick Danko
Gesang, Schlagzeug, Perkussion, Mandoline Levon Helm
Gesang, Keyboard, Piano, Perkussion Richard Manuel
Orgel, Saxophon Garth Hudson
Die kanadisch-amerikanische Rockband namens The Band war eine der einflussreichsten Formationen der Rockgeschichte. Ihr Abschiedskonzert nach 16 Jahren Tournee am 25. November 1976 wurde von Martin Scorsese unter dem Titel The Last Waltz verfilmt und gehört zu den Klassikern der Musikfilme. The Band war u. a. als Begleitband Bob Dylans unterwegs, spielte aber auch eigene Songs und gemeinsam mit den bekanntesten Musikerinnen und Musikern der sechziger Jahre.
Bandgeschichte
Die Mitglieder von The Band lernten sich kennen, als sie für Ronnie Hawkins in dessen Gruppe The Hawking's Hawks spielten. Levon Helm kam 1957 als erster zu Hawkins, Robertson, Danko und Manuel in den frühen Sechzigern. Hawkins schickte die Musiker in eine harte Schule: Mehrere Jahre lang standen sie sechs Abende die Woche auf der Bühne. „That kept those guys out of trouble. And we were all staying together, so I could keep an eye on them“, bemerkte Hawkins Jahre später in einem Interview („so konnten diese Jungs nicht in Schwierigkeiten geraten und weil wir immer zusammen waren, konnte ich ein Auge auf sie haben“).
1963 verließen die vier jungen Männer die Hawks - sie wollten ihren eigenen Sound spielen. Von 1963 bis 1965 waren sie unter dem Namen „Levon and The Hawks“ in Clubs und Spelunken unterwegs, bis sie von Bob Dylan entdeckt wurden. Sie begleiteten Dylan auf seiner „Electric“-Tour (1965 bis 1966) und für die „Basement Tapes“ 1967. Ihre lange Zeit nur als Bootleg veröffentlichten „Basement-Tapes“ von 1967 stellen den Beginn der intensiveren Beschäftigung diverser US-amerikanischer Rockmusiker mit der so genannten Rootsmusik dar. Besonders Country, den die Band in ihre Musik einflocht, war bis Mitte der 1960er in der Jugendbewegung als reaktionär abgelehnt worden. Die Band war somit Teil des Beginns einer alternativen, mit dem Geist des Rock gepaarten Countrymusik.
Die ganzen Jahre über spielte The Band aber auch eigene Songs und Konzerte. Songs wie The Night They Drove Old Dixie Down, The Weight und King Harvest (Has Surely Come) haben Rockgeschichte geschrieben.
Nach 16 Jahren on the road wurden die fünf Musiker müde. Sie hatten in jedem Club in den USA gespielt und kannten die meisten Stadien und Konzerthallen. Sie hatten für vier Leute gespielt und für 600.000. „We filled up that glass to such an extent that I didn't have any great hunger for it anymore“ (Robertson). 16 Jahre on tour hatten auch gesundheitlich ihren Tribut gefordert, und The Band sah, was mit Elvis, den Beatles, Janis Joplin und anderen geschehen war. „The hardest thing in rock'n'roll are knowing when to quit and how to do it with class.“
The Band beschloss, ein fulminantes Abschiedskonzert zu geben.
The Last Waltz - Das Konzert, das in die Geschichte einging [Bearbeiten]Fünf Wochen hatten sie Zeit, den großen Moment vorzubereiten: Gastmusiker, das Repertoire, Geld für den Film, ein Drehbuch, die Bühnenaufmachung und ein Regisseur mussten gefunden werden. Als erstes rief Robertson ihren Fan Bill Graham an, einer der größten Konzertveranstalter von San Francisco. Er erklärte sich sofort bereit, ihnen seine Winterland-Halle mit 5.400 Plätzen zur Verfügung zu stellen. Winterland war die Halle, in der The Band im April 1969 ihr Bühnendebüt als The Band gegeben hatte. Graham, der The Band auf ihrer 1974er Tour promoted hatte, war von der Idee eines „Rock’n’Roll last supper“ begeistert, und er nahm die logistische Herausforderung an: 200 Truthähne mussten organisiert werden, 150 kg Lachs, 200 kg Kürbis. Graham organisierte auch ein klassisches Orchester, das Walzer spielen sollte, sowie professionelle Tänzerinnen und Tänzer, die den Gästen mit zwei linken Füßen behilflich sein sollten.
Nach dem Dinner mussten Grahams Leute ein Wunder vollbringen und in wenigen Minuten die Tische und Stühle von 5000 Zuschauern verschwinden lassen, bevor The Band die Bühne betrat. Graham hatte auch die Idee, während des Essens Gedichte vorlesen zu lassen. Er organisierte dazu Poeten aus San Francisco, darunter Lawrence Ferlinghetti, Michael McClure und Frank Reynolds (von den Hells Angels).
In ihrem Quartier in Los Angeles dachten die Mitglieder von The Band derweil über das Konzert nach. Sollten sie ihr erstes Konzert nachspielen? Oder sollten sie ganz was anderes machen? Dann dachten sie, sie könnten Ronnie Hawkins und Bob Dylan einladen. Wenn diese beiden kämen, müsste aber auch Eric Clapton eingeladen werden. Schließlich standen auch noch folgende Namen auf der Liste: Paul Butterfield, Van Morrison, Dr. John, Neil Young, Joni Mitchell, Neil Diamond, Muddy Waters, Emmylou Harris, Ringo Starr, Ron Wood, The Staple Singers. Der Songwriter Bobby Charles sollte mit den Arrangements helfen. Rock Brynner, der Sohn von Yul Brynner und ein Freund Robertsons, hatte die zündende Idee für den Namen des Konzerts.
Kurz vor dem Konzert und den Filmaufnahmen hatte The Band zwar den Namen („The Last Waltz“) aber noch keinen Titelsong. Noch während die Gespräche für den Film stattfanden, begann Robbie Robertson zu komponieren.
Das Konzert selbst, am Thanksgivingday, den 25. November 1976, war ein Riesenerfolg. Obwohl die Tickets 50 $ kosteten (für die damalige Zeit ein unvorstellbarer Preis) war die Winterland-Halle ausverkauft. Alles, was Rang und Namen hatte, strömte nach San Francisco.
Die Band und ihre Musikerkollegen spielten und jammten fünf Stunden lang. Nachdem die letzten Töne verklungen waren, und die Band bereits umgezogen, kam Bill Graham hinter die Bühne: „You’ve got to do something, these people want one more“ („Ihr müsst was unternehmen, diese Leute wollen noch einen Song“). Also gingen sie noch einmal raus und spielten den Song, mit dem ihr Erfolg angefangen hatte: Don't Do It! von Marvin Gaye. Nachdem sie die Zuschauer endgültig verabschiedet hatten, jammten die Band und ihre Gastmusiker im Hotel noch stundenlang weiter. „Das Beste wurde weder gefilmt noch aufgenommen“, meinte Bobby Charles später mit Bedauern.
Diskografie Alben mit Ronnie Hawkins
Ronnie Hawkins (1959)
Mr. Dynamo (1960)
The Folk Ballads of Ronnie Hawkins (1960)
Sings the Songs of Hank Williams (1960)
The Best of Ronnie Hawkins (1964)
Alben mit Bob Dylan
Self Portrait (1970)
Tribute to Woody Guthrie (1972)
Planet Waves (1974)
Before the Flood (1974)
The Basement Tapes (1975, aufgenommen 1967)
Spätere Veröffentlichungen von Dylan, auf denen The Band ebenfalls spielt:
Masterpieces (1978)
Electric Lunch (1983)
Biograph (1985)
Bootleg Series Vols. 1-3 (1991)
Greatest Hits, Vol. 3 (1995)
The Best of Bob Dylan (1997)
The Bootleg Series Vol. 4: Live 1966 (1998)
The Best of Bob Dylan Vol. 2 (2000)
The Essential Bob Dylan (2000)
Live 1961-2000 (2001)
The Band
Music from Big Pink (1968)
The Band (The Brown Album) (1969)
Stage Fright (1970)
Cahoots (1971)
Rock of Ages (1972) - live
Moondog Matinee (1973)
In Concert (1973) - live
Northern Lights - Southern Cross (1975)
Islands (1977) - Studioalbum, das nach der Bandauflösung noch aufgenommen werden musste, um einen Plattenvertrag zu erfüllen. The Band hat das Album nie selbst promoted.
The Last Waltz (1978) - live (im Original 3 LPs, im Release 4 CDs)
The Night They Drove Old Dixie Down (1990) - live
Live at Watkins Glen (1994) - live
Spätere Veröffentlichungen (ohne Robbie Robertson):
Jericho (1993)
High on the Hog (1996)
Jubilation (1998)
Tribute-Alben
Endless Highway - The Music Of The Band (2007)
Quellenangabe und weiter Informationen
The Band - Wikipedia