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Transporter 3 (mecss, 12.01.2009, 12:23)
[url=http://www.boards-united.com/member.php?u=10127]mecss[/url] hat dieses Diskussionsthema zu einem Lexikon-Eintrag eröffnet.
Grund:
Zitat: Möchte ich jedem ans Herz legen den zu schauen...
i.d.S. mecss
Beitragstext:
Zitat: Eigentlich hatte sich Frank Martin nach seinem letzten Einsatz in Miami dafür entschieden, seinen Job als Kurierfahrer gegen ein zurückgezogenes Leben an der französischen Riviera einzutauschen. Doch er hat seine Pläne ohne den ehemaligen Delta Force Soldat Jonas Johnson gemacht. Im Auftrag der Entsorgungsgesellschaft Ecocorp hat Johnson Valentina, die Tochter des ukrainischen Umweltministers Leonid Vasilev, entführt, um so eine offizielle Genehmigung für die Entsorgung von Giftmüll in der Ukraine zu erpressen. Franks Rolle in diesem perfiden Spiel: Er wird gezwungen, Valentina von Marseille aus quer durch Europa nach Odessa zu chauffieren und so den Suchtrupps Vasilevs zu entkommen. Um sicherzustellen, dass Frank den Auftrag erfüllt, legt Johnson sowohl ihm als auch der attraktiven und schlagfertigen Valentina elektronische Armbänder an, die explodieren, sollten sich beide auch nur 20 Meter von ihrem Auto entfernen. Auf diese Weise aneinander gebunden, beginnt ein actionreiches Katz-und-Maus-Spiel, das Frank vor völlig neue Herausforderungen stellt, die nicht nur mit seinem Auftrag zu tun haben.
Cast: Jason Statham (Frank Martin), François Berléand (Tarconi), Natalya Rudakova (Valentina), Robert Knepper (Jonas Johnson),
Jeroen Krabbé (Leonid Vasilev), Alex Kobold (Leonids Gehilfe),
David Atrakchi (Malcom Manville), Yann Sundberg (Flag),
Eriq Ebouaney (Ice), David Kammenos (Fahrer), Silvio Simac (Mighty Joe), Justin Rodgers Hall (Horatio)
Regie: Olivier Megaton
Länge: 104 Minuten
Kino-Start: 08. Januar 2009
Land/Jahr: Frankreich-USA/2008
Genre: Action
FSK: ab 12 Jahren
Info
Das Markenzeichen der „Transporter“-Reihe sind – neben Jason Statham natürlich – die überkandidelten Actionszenen. Dass man sich um diese im Vorfeld von „Transporter 3“ keine größeren Sorgen machen musste, hängt vor allem mit einem Namen zusammen: Corey Yuen. Der vielbeschäftigte Actionkoordinator (Lethal Weapon 4, War) und Regisseur des ersten „Transporter“-Films zeichnet im dritten Teil für die Kampfsequenzen verantwortlich. Und das merkt man: Die Martial-Arts-Fights sind auf den Punkt choreographiert und überzeugen trotz brachialer Härte mit einer gehörigen Portion Selbstironie. Doch auch die prügelfreien Actionszenen können sich sehen lassen. Vor allem eine augenzwinkernde BMX-Verfolgungsjagd und der Kampf Audi vs. Eisenbahn stechen positiv heraus.
Die Story ist komplett 08/15, drängt sich glücklicherweise aber nie in den Vordergrund. Einzig die Explosionsarmbänder, die immer wieder stimmig und spannungsfördernd in die Handlung eingebunden sind, erweisen sich als netter (wenn auch nicht gerade neuer) Einfall. Hinzu kommen zwei Logiklöcher, die über das genreübliche Maß an Inkonsistenz hinausgehen und den Zuschauer so unnötig stutzen lassen: 1. Der ukrainische Geheimdienst findet heraus, dass Frank auf dem Weg nach Bukarest ist. Als Frank jedoch den Auftrag bekommt, nach Budapest weiterzureisen, folgen die Agenten ihm auch hierhin. Woher sie von der Planänderung wissen, bleibt ihr Geheimnis. 2. Die Grundprämisse des Films, eine Unterschrift zu erzwingen, macht per se keinen Sinn. Natürlich könnte der Umweltminister den Vertrag wegen der Erpressung jederzeit wieder für unwirksam erklären. Das auf einem Straßenschild „Salsburg“ statt „Salzburg“ geschrieben steht, fällt hingegen nicht ins Gewicht.
Wie er gerade erst mit dem ultraharten Trash-Fest Death Race erneut unter Beweis gestellt hat, ist Jason Statham (Snatch, Crank, Schwerter des Königs, Bank Job, Crank 2: High Voltage) Hollywoods Mann fürs Grobe. Auch in „Transporter 3“ vermöbelt er zu Beginn die Bösewichter (wobei die Extremitäten gleich reihenweise zu Bruch gehen), ohne dabei großartig Emotionen zu zeigen. Ist halt eine verdammt coole Sau, der Typ. Doch dann taut er langsam auf und der weiche Kern hinter der harten Schale kommt nach und nach zum Vorschein. Während James Bond in seinem neuesten Abenteuer Ein Quantum Trost kalt wie Stein ist, offenbart Frank Martin plötzlich Gefühle. Dazu passt dann auch, dass er seine zahlreichen Regeln, an die er sich in den ersten Teilen noch sklavisch gehalten hat, diesmal doch ganz gewaltig aufweicht.
Im Gegensatz zu Statham bleibt Robert Knepper (D.O.A. – Bei Ankunft Mord, Hitman) hinter den Erwartungen zurück. Während er sich in vier Staffeln Prison Break als Theodore „T-Bag“ Bagwell eine riesige Fanbase erspielte, gibt er hier einen doch arg konventionellen Bösewicht, der weit weniger im Gedächtnis hängen bleibt als seine kultige Serienrolle. Eine echte Entdeckung ist die gebürtige Russin Natalya Rudakova. Ihre verführerisch-lechzenden Blicke, die sie auf den strippenden Statham und seine stahlharten Bauchmuskeln wirft, sind einfach unbezahlbar. Dabei ist Rudakova, die einen spitzbübischen Lolita-Charme ausstrahlt, gar keine ausgebildete Schauspielerin. Luc Besson hat die hübsche Friseurin in New York auf der Straße entdeckt.
Fazit: Ohne etwas wirklich Neues zu bieten, liefert das „Transporter“-Franchise auch im dritten Anlauf routinierte Action-Unterhaltung. Es macht einfach Spaß, dem verliebten Jason Statham bei seinen Prügelorgien zuzusehen. Die Lust auf einen vierten Teil hält sich aufgrund akuter Innovationsarmut jedoch in Grenzen.
persönliche Bewertung von 1 bis 10 (1 ganz schlecht und 10 ganz gut): 8
Persönliche Meinung:
Ich fand den Film gar nicht so schlecht, wobei die Fortsetzungen es immer schwer haben, aber mir gefällt auch dieser Teil. Die Action-Szenen sind gut gemacht und auch die Ich-Verhaue-euch-jetzt-Szenen sind wieder mal geil choreographiert...Jason Statham ist einfach goil...die Handlung ist wirklich 08/15, aber die Effekte gut inszeniert...
i.d.S. mecss
Geändert von Ky! (08.04.2009 um 12:00 Uhr)
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