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Alt 08.02.2008, 15:55
beastlover
Gast
 
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epilepsie (beastlover, 08.02.2008, 15:55)


so,aus gegebenem anlass mal ein paar informationen zur
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,welche ich aus dem netz zusammengetragen habe.
einige haben vielleicht schon mitbekommen das der hund von kay (ky!)
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auffällig geworden ist.aber auch bei menschen ist diese verbreitet.
hier mal so einiges wissenswertes über die krankheit,ihr erscheinungsbild und ihre unterformen:

Der Name
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stammt aus dem Griechischen und geht auf das Wort "epilambanein" zurück, was "anfassen, befallen" bedeutet. Es ist eine der am häufigsten vorkommenden neurologischen Erkrankungen. Sie ist gekennzeichnet durch wiederholt auftretende epileptische Anfälle. Bei einem epileptischen Anfall kommt es zur Verkrampfung der Muskulatur und/oder zu Muskel-zuckungen. Das Bewußtsein kann während des Anfalls beeinträchtigt oder ganz verloren werden.
Die Ursache für diese epileptischen Anfälle ist eine Übererregbarkeit von Nervenzellen in bestimmten Bereichen des Gehirns, die aufgrund einer Funktionsstörung zustande kommt.
Die meisten epilepsiekranken Menschen sind, abgesehen von ihren Anfällen, gesund und können ein normales Leben führen.
Von einem Epilepsiesyndrom spricht man, wenn ganz bestimmte Anfallsformen, mit anderen Merkmalen wie z.B. Alter zu Beginn der Anfälle, Ursachen und Enstehung der Anfälle zusammen auftreten.

Häufigkeit

Die Epilepsien gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Etwa 5% der Bevölkerung erleidet im Laufe ihres Lebens einen epileptischen Anfall, ohne jedoch an einer
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erkrankt zu sein. Diese sogenannten "Gelegenheitsanfälle" können verschiedene Ursachen haben. Zu diesen Ursachen zählen unter anderem bestimmte
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oder der Entzug von Alkohol. Es kommt zu einer Übererregbarkeit der Nervenzellen und einem epileptischen Anfall.
In Deutschland gibt es mehr als 800.000 Menschen, die an einer
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erkrankt sind. Am häufigsten treten Epilepsien im Kindesalter und nach dem 60. Lebensjahr auf.

Einteilung

Epilepsien ohne erkennbare Ursache werden "idiopathische" Epilepsien genannt. Hier sind keine Schäden im Gehirn nachweisbar. Idiopathische Epilepsien treten meist in einem bestimmten Alter auf und können erblich bedingt sein.
Die "symptomatischen" Epilepsien, beruhen auf nachweisbaren Schäden oder Störungen im Gehirn, d.h. die Ursache ist bekannt.
Nach der Art, wie bzw. ob sich Anfälle im Gehirn ausbreiten unterscheidet der Arzt auch:
  • Fokale Anfälle gehen von einem bestimmten Gebiet im Gehirn aus und bleiben auf dieses Gebiet begrenzt. Breiten sie sich jedoch auch auf weitere Hirngebiete aus, spricht man von (sekundär) generalisierten Anfällen.
  • Generalisierte Anfälle breiten sich über beide Hälften des Gehirnes aus.
fokale anfälle:
Fokale Anfälle gehen von einem bestimmten Gebiet im Gehirn aus und bleiben auf dieses Gebiet begrenzt. Breiten sie sich jedoch auf auch auf weitere Hirngebiete aus, spricht man von (sekundär) generalisierten Anfällen.
Einfach fokale Anfälle

Bei den einfach fokalen Anfällen kommt es zu Zuckungen und Verkrampfungen verschiedener Muskeln und Muskelpartien. Sie können in z.B. nur einem Arm, den Fingern einer Hand oder der Gesichtsmuskulatur auftreten. Diese Anfälle können auch die Sinneswahrnehmung betreffen, wobei sich z.B. akustische oder visuelle Halluzinationen zeigen können.
Bei diesen Anfällen kommt es zu keiner Störung des Bewußtseins.
Komplex fokale Anfälle

Je nachdem in welchem Bereich des Gehirns der Anfall seinen Ursprung hat, kommt es zu Zuckungen und Verkrampfungen ganz bestimmter Muskelgruppen. Das Bewußtsein ist dabei beeinträchtigt.

Generalisierte Anfälle:

Generalisierte Anfälle , breiten sich über beide Hälften des Gehirns aus.
Tonische Anfälle

Bei diesen Anfällen kommt es zu einer verstärkten Anspannung der Muskulatur und der Betroffene kann stürzen oder verbleibt in einer gezwungenen Haltung. Es kommt zu Störungen des Bewußtseins. Sie dauern einige Sekunden bis zu einer Minute und treten häufig Nachts auf.
Atonische Anfälle

Es kommt zu einem plötzlichen Verlust der Muskelspannung und der Patient stürzt. Das Bewußtsein kann dabei beeinträchtigt sein. Der Anfall dauert wenige Sekunden und es kommt zu einer schnellen Erholung.
Myoklonische Anfälle

Es kommt zu plötzlich beginnenden Muskelzuckungen, die einzeln oder in Serien auftreten können. Das Bewußtsein bleibt meist erhalten.
Absencen

Auftretendes Leitsymptom ist eine kurzdauernde Bewußtseinsstörung, bei welcher der Patient in seiner momentanen Beschäftigung verharrt (Dauer: 2-10 Sekunden, selten länger). Zusätzlich können leichte Zuckungen u. a. des Augenlids und der Mundwinkel auftreten.
Grand-mal (generalisierter tonisch-klonischer Krampfanfall)

Ein tonisch-klonischer Grand-mal-Anfall beginnt immer plötzlich und der Patient verliert das Bewußtsein. Es kommt zu einer erhöhten Muskelverspannung (tonische Phase) der Beine und Arme, die in Muskelzuckungen (klonische Phase) übergehen. Es kann u.a. zum
  • Blutdruckanstieg
  • erhöhtem Blasendruck mit Einnässen
  • Blaufärbung des Gesichts
  • vermehrtem Speichelfluß
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • Zungenbiss
kommen. Der Anfall dauert 1-3 Minuten. Der Betroffene kann sich meist nicht an das Ereignis erinnern, ist oft direkt danach nicht ansprechbar und braucht einige Zeit um sich zu erholen.

Therapie:

Ob bei einem erstmals auftretenden Anfall gleich eine medikamentöse Behandlung begonnen wird, hängt u.a. von der Diagnose ab und muß mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Ist die Diagnose
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gestellt, wird der Arzt mit dem Patienten (und den Angehörigen) die Ziele einer Therapie festlagen. Das wichtigste Ziel ist die Anfallsfreiheit oder, wenn diese nicht zu erreichen ist, eine bestmögliche Verminderung der Anfälle.
Dabei sollen die
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(Antiepileptika) möglichst wenig Nebenwirkungen haben. Darüberhinaus soll der Betroffene ein weitgehend normales Leben führen können.
Das Erreichen dieser Ziele ist abhängig von der Schwere der Erkrankung und nicht zuletzt auch von der Zusammenarbeit bzw. Mitarbeit des Patienten. Das bedeutet, dass die
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regelmäßig eingenommen und bekannte Auslösefaktoren möglichst gemieden werden.
Die Auswirkungen der
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sind oft genauso beeinträchtigend wie die Anfälle selbst. Daher ist neben einer medikamentösen Behandlung die psychische Beratung und Hilfe bei sozialen Fragestellungen sinnvoll.

Medikamentöse Behandlung

Zur medikamentösen Behandlung stehen inzwischen zahlreiche Antiepileptika zur Verfügung. Ihre Wirksamkeit beruht darauf, dass sie die Übererregbarkeit von Nervenzellen herabsetzen. Dies kann auf zwei Wegen geschehen:
  • Entweder wird die Wirkung der hemmenden Botenstoffe in den Nervenzellen verstärkt
  • oder die Wirkung der erregenden Botenstoffe vermindert.
Die Wahl des Medikamentes richtet sich nach der Art der
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.
Wenn der behandelnde Arzt eine Therapie mit Antiepileptika als notwendig erachtet, wird er zunächst ein Medikament in der Monotherapie verordnen. Wenn dieses Medikament ausreichend lange in der empfohlenen Dosierung genommen wurde, kann man dessen Wirksamkeit und auch Verträglichkeit beurteilen. Führt dieses Medikament nicht zu dem gewünschten Therapieziel, wird man entweder ein anderes, möglicherweise geeigneteres Medikament auswählen oder man entscheidet sich, ein weiteres Medikament zusätzlich zu geben, d.h. man beginnt eine Zusatztherapie.
Die Vorraussetzung, dass ein Medikament wirken kann ist, dass es regelmäßig nach Anweisung eingenommen wird. Auch muß der behandelnde Arzt regelmäßige, zu Beginn der Behandlung möglicherweise häufiger, Kontrollen durchführen, um den Therapieerfolg beurteilen zu können.

Epilepsiechirurgie

Sofern eine
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auf keine medikamentöse Therapie anspricht, kann unter Umständen ein neurochirurgischer Eingriff angezeigt sein. Ein solcher Eingriff kann jedoch nur an wenigen spezialisierten Zentren durchgeführt werden und kommt auch nur für ganz bestimmte Formen der
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, d.h. für nur ganz bestimmte Patienten in Frage.
Da ein solcher Eingriff nicht risikolos durchgeführt werden kann, muß der zu erwartende Nutzen als hoch genug eingestuft werden. Bei der Nutzen-/ Risikoabwägung werden neben der Beurteilung des Operationsrisikos auch andere Begleitumstände, wie z.B. soziale bzw. psychosoziale Faktoren, berücksichtigt.
Die Beurteilung, ob eine Operation in Frage kommt, wird durch ein Experten-Team in den jeweiligen spezialisierten Zentren vorgenommen.
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