Boxabend in Bielefeld
WM-Traum geht für Huck nicht in Erfüllung
Marco Huck hat bei der ersten großen Bewährungsprobe seiner noch jungen Boxerkarriere eine Niederlage eingesteckt. Der 23-jährige Cruisergewichtler verlor am Sonnabend den WM-Kampf gegen den US-Amerikaner Steve Cunningham durch TKO. Huck-Trainer Ulli Wegner warf in der zwölften Runde das Handtuch.
Huck wurde in seinem 20. Profikampf zunächst dem Ruf als explosiver Kämpfer gerecht. Der frühere Kickboxer setzte Weltmeister Cunningham in den ersten Runden mächtig unter Druck. Unter großem Krafteinsatz und dem Jubel der Zuschauer in der Bielefelder Seidensticker-Halle prasselten immer wieder Schlagstafetten auf den US-Amerikaner nieder. In den ersten drei Runden ging Huck ein unglaubliches Tempo, boxte insgesamt aber zu unsauber, um Cunningham ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. "Du musst konzentrierter boxen" ermahnte Hucks Trainer Ulli Wegner seinen Schützling.
Huck baut konditionell ab - Cunningham treffsicher.
Spätestens in der fünften Runde war Huck deutlich anzusehen, dass er dem hohen Tempo der Auftaktrunden Tribut zollen musste. Cunningham kam nun besser in den Kampf, ließ sich nicht mehr so oft in die Halb- oder Nahdistanz drängen und setzte gezielte Treffer. Der 31-jährige Weltmeister schaute seinen Herausforderer klug aus und ging den nun immer unkoordinierter wirkenden Schlägen von "Käpt'n" Huck sicher aus dem Weg. Während Huck nun immer unkonzentrierter wirkte, brachte Cunningham immer wieder Aufwärtshaken ins Ziel. Vereinzelten Treffern von Huck ließ der US-Amerikaner kluge Konter folgen. Körpertreffer zermürbten Huck zusätzlich "Alles läuft nach Plan. Du hast den Kampf im Griff", motivierte Cunninghams Trainer Anthony Chase seinen Schützling bereits nach der achten Runde.
Wegner: "Lasse Jungen nicht abschlachten"
Huck beeindruckte die Fans in seiner Heimatstadt Bielefeld durch ein großes Kämpferherz. "Du haust immer wieder in die Luft", musste aber nicht nur Wegner beobachten. Mit zunehmender Kampfdauer wurde Huck gegen die zielgerichteten Schläge Cunnighams immer wackliger auf den Beinen. In der zwölften Runde warf Wegener schließlich das Handtuch: "Ich lasse meinen Jungen doch nicht abschlachten. Es war so unterlegen, dass ich ihn schützen wollte", so Wegner: "Aber man muss leider sagen, dass Marco heute taktisch versagt hat." Huck entschuldigte sich nach dem Kampf bei seinen vielen Fans und verpsrach: "Ich sehe es mit 23 Jahren als meine erste Chance und komme wieder, das verspreche ich. Ich war ein bisschen verkrampft. Ich trainiere besser, um dann Weltmeister zu werden."
Für Huck war es die erste Niederlage nach 19 Siegen. Cunningham feierte seinen zwölften K.o.-Sieg. Insgesamt sicherte sich der Weltmeister bei seiner ersten Titelverteidigung den 21. Sieg, einen Kampf hat er in seiner siebenjährigen Profikarriere bisher verloren.
meine meinung zu dem disaster ist das man huck wohl ein bischen zu früh um den weltmeistertitel hat boxen lassen , sah zwar 11 runden gut aus was er sich da zusammengeboxt hat aber cunningham war doch wohl noch eine klasse zu hoch .:emot103:
Hab leider den Kampf nich gesehen da ich beim Bowling war.Schade eigentlich.Hat wohl zu früh nach der Krone gegriffen.
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war wirklich kein schlechter kampf aber der champ war um lichtjahre besser das hätte der trainer von huck erkennen müssen , aber so weltmeistertitelgeil wie der ist scheint es ihm wohl egal gewesen zu sein .
wundert mich das er es über sich gebracht hat das handtuch zu schmeissen denn sonst hätte huck auch noch den ringstaub zu spüren bekommen.
schlicht und ergreifend ist er in diesem kampf verheitzt worden.
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mir kam es vor, als ob dies nicht der richtige Trainer für Huck ist. Huck sollte nur defensiv, auf Punkte bedacht, boxen, das ist doch gar nicht sein Stil. Das ist ein Kämpfer,Wühler.
Der soll in ein Korsett gezwungen werden, in das er nicht passt. Bloss kein vorzeitiger K.O., damit man lange übertragen kann.
Wegener ist m.E. bei ihm falsch ! Huck hat nicht so geboxt wie der Trainer wollte, da hat ihm Wegener das Handtuch hingeworfen. Peng. "Sollst auf mich hören, Junge." Ansonsten gehst du K.O.. Anfangs der Runde hat er noch etwas auf den Trainer gehört, das sah dann aber dermaßen verkrampft aus.
Er muss noch seine eigene Linie finden, gut, wäre ein anderer Trainer, find ich.