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mobile-car.de - Autowerbung - Nepper,Schlepper, Bauernfänger? (Dr.House, 19.12.2007, 20:03)
Liebe Gemeinde ,
oft liest man in den elmshorner Zeitungen folgende Anzeige:
Zitat: Zu hohe Benzinkosten? Das kann sich ändern! Durch Werbung auf dem Pkw bis 300 Euro mtl. mögl.
Tel.: 040 ******, Mundsburger Damm **, Hamburg
Dahinter steckt: mobile-car.de
Als Begleitung bin ich da neulich zur Wagenvorstellung mitgefahren.
Im Vorfelde wurde dies in einem Telefonat vereinbart. Erwähnswerter weiterer Aspekt diese Gespräches war, dass auf die ausdrückliche Frage nach versteckten Kosten eine negative Auskunft gegeben worden ist.
Zur Fahrzeugvorführung reichten ein paar kurze Blicke. Keine Fotos für die Akten oder für die Werbekundensuche. Im Büro folgte dann erst am Ende des Gespäches, dass eine Gebühr in Höhe von ca. 114,- € erhoben werden müsse.
Diese könne man aber dadurch umgehen, indem man eines der Blätter aus einer vorgelegten Liste abonniert.
An diesem Punkt erinerte ich mich an einen Fernsehbericht, der genau diese Situation beschrieb. Natürlich hat der Kunde dort niemals einen Werbevertrag erhalten. Lediglich um ein Zeitungsabo war er reicher. Einen ähnlichen Fall stelle ich unten im Rechereteil dar.
Bemerkenswert ist abschließend noch, wie scheinbar alle Autoklassen angenommen werden. Einem Opel Corsa oder einem 10 Jahre alten Toyota werden gleiche Offerten - natürlich nach Abo-Abschluß - gemacht, wie einem sehr hochwertigem Fahrzeug. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.....
Persönlich habe ich davon Abstand genommen, in irgend Verhältnis zu dieser Firma zu treten.
Recherchen:
juracafe.de Rechtsforum
Zitat: mobile-car.de
Hallo,
ich habe ein großes Problem, wir haben in der Zeitung eine Anzeige gelesen das man durch PKW-Werbung bis zu 320,00 Euro verdienen kann. Jetzt bin ich am 21.05.2007 in diese Agentur gefahren. Dort hat dann jemand mein Auto "begutachtet" und teilte mir mit das sich das Auto super eigenen würde. Ich wollte es mir ja eigentlich noch gerne überlegen, bin dann aber doch etwas überrumpelt worden so das ich diesen Vertrag unterschrieben hab. Als ich dann zu Haus war habe ich endlich Zeit gehabt mir das Kleingedruckte durchzulesen. Ich bin dann aus allen Wolken gefallen, da steht drin "Der Vertrag beginnt mit der Veröffentlichung der Daten im Internet bzw. der Unterschrift und wird auf 24 Monate abgeschlossen. Der Vertrag endet automatisch, es bedarf keiner Kündigung. Sofern die Vereinbarung in den Geschäftsräumen der bevollmächtigten Firmen getroffen wurde, gilt kein Rücktrittsrecht. Handelt es sich um ein Haustürgeschäft oder um einen Fernabsatzvertrag, gelten die geseztlichen Regelungen. Ausdrücklich weisen wir auf das 14-tägige Rücktrittsrecht bei Haustürgeschäften und bei Abschluss über das Internet hin, sofern die Unterschrift nicht in den Geschäftsräumen von Mobile-Car.de oder in den eines von der Firma Mobile-Car.de bevollmächtigten Vertreters, getätigt wurde. Der Rücktritt muß schriftlich (Brief, Fax oder E-Mail) erfolgen, Gründe müssen nicht angegeben werden. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.
Es soll "angeblich" ein Insereat geschaltet werden im Internet, hierfür werden 114,50 Euro fällig, die man sofort in bar zahlen muß oder per Zeitungsabo zahlt. Ich habe blöderweise ein Zeitungsabo abgeschlossen. Als ich dann zu Haus war habe ich das mal durchgerechnet und bin zu dem Entschluss gekommen das ich das Zeitungsabo auf jeden Fall wieder kündigen werde, das kann ich innerhalb von 14 Tagen machen.
Jetzt ist meine Frage, nachdem ich einige Info's aus dem Internet über diese Firma gefunden habe die nicht wirklich positiv zu bewerten sind, möchte ich natürlich von diesem Vertrag zurücktreten. Kann mir jemand einen Rat geben wie ich mich jetzt am Besten verhalten soll?
Gruß
Kieler Nachrichten
Zitat:
Autowerbung: Alles nur Abzocke?
Objekt der Begierde: Mit Werbung auf dem fahrbaren Untersatz hofft mancher private Autobesitzer auf einen lukrativen Nebenverdienst. Foto tdi
Objekt der Begierde: Mit Werbung auf dem fahrbaren Untersatz hofft mancher private Autobesitzer auf einen lukrativen Nebenverdienst. Foto tdi
"Lassen Sie Ihr Auto Geld verdienen!" Das klingt verlockend, wo doch der fahrbare Untersatz sonst nur Kosten verursacht. Die Reifen sind runter, Steuern und Versicherung fällig, die letzte Reparatur hat ein Vermögen gekostet, und der Sprit wird auch immer teurer. Warum also das private Auto nicht mit Werbung bekleben lassen? Einige hundert Euro monatlich lassen sich so verdienen – versprechen zumindest Firmen, die mit der Vermittlung von Autowerbung locken. Doch Vorsicht ist geboten, warnen Verbraucherschützer.
Auf solcherlei Warnungen, gerade wenn sie von Verbraucherschutzorganisationen kommen ("die befassen sich doch gar nicht richtig mit dem Thema"), reagiert Jens Tehrani äußerst gereizt. Tehrani ist nach eigenen Angaben Inhaber der Internet-Plattform mobile-car.de [externer Link] – auf dieser Website erscheinen am Ende die Fahrzeugdaten jener Kunden, die sich von der Firma Mobile Car für Werbung auf ihren Autos vermitteln lassen wollen. Seit jüngstem ist die bundesweit aktive Hannoveraner Firma auch mit einer Filiale in Kiel vertreten. Die Aufnahme in die Internet-Datenbank, aus der sich Werbetreibende das passende Auto herauspicken sollen, kostet den Interessenten bei Vertragsabschluss 79,50 Euro. Wer nicht bar zahlen möchte (oder kann), bekommt eine Alternative angeboten: Er kann stattdessen für zwei Jahre eine Zeitschrift abonnieren.
Tehrani sieht in diesen Bedingungen nichts Ehrenrühriges: Schließlich werde eine Dienstleistung (Aufnahme in die Datenbank) geliefert, und Mobile Car investiere jeden Monat erhebliche Summen ins Marketing, um die Internetpräsenz bei potenziellen Auftraggebern bekannt zu machen: "Was meinen Sie, wie viele Außendienstmitarbeiter wir beschäftigen? Die arbeiten schließlich nicht umsonst." Eine Garantie dafür, dass jeder Kunde auch einen Werbeauftrag für sein Auto vermittelt bekomme, könne die Firma natürlich nicht geben. Alles in allem aber "machen wir ein ganz normales Geschäft", erklärt Tehrani auf KN-Nachfrage.
Wie viele Autofahrer von diesem ganz normalen Geschäft bisher profitiert haben, ist nicht bekannt. "Wir wären sehr gespannt auf solche belastbaren Zahlen", sagt Thomas Hagen, Pressesprecher der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Damit kann oder will Tehrani nicht dienen: "Die Erfolgsquote ist von Region zu Region unterschiedlich." Aussagen wie diese schüren das Misstrauen der Verbraucherschützer. Hagen rät dringend von Geschäftsmodellen ab, bei denen der Kunde zunächst in Vorleistung treten muss. "Seriös wäre es, wenn die Leute erst dann zur Kasse gebeten werden, zum Beispiel durch eine Provisionszahlung, wenn sie mit dieser Geschäftsidee tatsächlich Geld verdient haben." Im Klartext: Erst die Werbeeinnahmen, dann die Rechnung. Die Methode, vor dem in Aussicht gestellten lukrativen Nebenverdienst abzukassieren, sei "vielleicht nicht kriminell, aber moralisch verwerflich", findet Hagen. "Da werden oft die Ärmsten der Armen abgezockt." Ähnlich skeptisch sieht das auch ADAC-Sprecherin Elke Hübner: "Das ist eine sehr, sehr schwierige Branche", sagte sie im WDR-Magazin "ServiceZeit". "Es gibt sicher auch seriöse Anbieter. Fragt sich nur, ob man die findet."
Geändert von Ky! (04.08.2009 um 12:32 Uhr)
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