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Alt 03.07.2005, 15:57
Pit-Bumm
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Lebensraum Mensch - Was auf uns alles zu Hause ist (Pit-Bumm, 03.07.2005, 15:57)


Lebensraum Mensch - Was auf uns alles zu Hause ist

?berall in unserer Umgebung wimmelt es von Bakterien, Viren, Am?ben und Pilzen. Mit jeder Bewegung ber?hren wir Millionen von Mikroorganismen, mit jedem Atemzug nehmen wir Heerscharen von Krankheitserregern in uns auf. Aber nicht nur um uns herum leben die Kleinstlebewesen, sondern auch auf und in uns. Tag f?r Tag tragen wir ?ber zehn Billionen kleinster Mitbewohner mit uns spazieren. Und das meist nicht zu unserem Schaden: Bakterien auf der Haut sch?tzen uns gegen Krankheitserreger, w?hrend Am?ben als Gesundheitspolizei des Mundes sch?dliche Bakterien fressen. Doch es gibt auch Untermieter, die wir schnellstm?glich wieder los werden wollen.

Zwischen S?urebad und Schleudergang

Im
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hausen trotz des riesigen lebensfeindlichen Sees aus S?ure spezialisierte Bakterien wie Helicobacter pylori. Das spiralf?rmige Bakterium besitzt den zweifelhaften Ruf, bei etwa 35 bis 50 Prozent der Bev?lkerung Magengeschw?re hervorzurufen. Allerdings stellt es auch einen Stoff her, der andere Bakterien abt?tet und uns so beispielsweise vor Mageninfektionen sch?tzt.

Auch im Darm ist das Leben f?r Bakterien nicht einfach. Sie werden von Muskelbewegungen zusammengepresst, durch die Gegend gewirbelt und von enzymreichen Verdauungss?ften aus Dr?sen angegriffen. Aber die Bakterien haben sich hervorragend an diese Lebensbedingungen angepasst, helfen uns bei der Verdauung und versorgen uns mit wertvollen Vitaminen.

Blick in eine neue Welt

Dass wir von winzigen Mikroorganismen besiedelt sind, wissen wir erst seit wenigen Jahrhunderten. Dem Holl?nder Antoni van Leeuwenhoek gelang es, Linsen herzustellen, mit deren Hilfe er Objekte auf das 270-fache vergr??ern konnte. So entdeckte er 1683 zum ersten Mal mit seinem selbst gebauten Mikroskop winzige Mikroorganismen auf dem menschlichen K?rper ? die Bakterien in seinem eigenen Zahnbelag. Er gilt seitdem als einer der Begr?nder der Mikrobiologie. 200 Jahre sollten noch vergehen, bis Wissenschaftler wie Robert Koch den Zusammenhang zwischen Bakterien und verschiedenen Krankheiten herausfanden.

Parasiten ? gef?hrliche Monster?


Viele Parasiten, die seit Beginn der Menschheit mit uns leben, haben sich inzwischen so gut an den Wirt ?Mensch? angepasst, dass wir sie gar nicht mehr wahrnehmen. So kann der Bandwurm bis zu 30 Jahre unbemerkt in unserem Darm leben und eine stattliche L?nge von 15 Metern erreichen. Da der Wurm zwittrig ist, besitzt jedes K?rperglied sowohl weibliche als auch m?nnliche Geschlechtsorgane. Jeden Tag st??t er eines von ihnen mit ?ber 100.000 befruchteten Eiern ab, die so ins Abwasser gelangen. Da er uns nicht schadet, bemerken wir meist nur am gesteigerten Appetit, dass wir einen Untermieter mit uns herumtragen.
Wohnung in bester Lage

Auf einer Reise durch unseren K?rper w?rden wir auf fast jedem Fleckchen Mikroorganismen antreffen. Allerdings sind die meisten Bakterien, die uns besiedeln, harmlos. Im Gegenteil: Ohne die vielen unsichtbaren Helfer k?nnten wir gar nicht ?berleben. F?r ihre Unterst?tzung ? beispielsweise versorgen uns Darmbakterien mit Vitaminen, die wir nicht selbst aus der Nahrung herausholen k?nnen ? zahlen wir nur einen geringen Preis: Wir geben den Bakterien einen winzigen Teil unserer Nahrung ab und bieten ihnen ein feuchtes und warmes Zuhause.

Schutzwall aus Abermilliarden Bakterien

Mit durchschnittlich drei Millionen Bakterien pro Quadratzentimeter ist unsere Haut eine der am st?rksten von Mikroorganismen besiedelten Zonen unseres K?rpers. Die Hautbakterien f?hlen sich dort am wohlsten, wo Schwei?- oder Talgdr?sen f?r angenehme Feuchtigkeit und viel Nahrung sorgen. Deswegen bewohnen nur wenige tausend Bakterien die Arme und Beine, w?hrend sich in Achselh?hlen, Zehenzwischenr?umen und im Schritt bis zu Milliarden der Kleinstlebewesen tummeln. Sie ern?hren sich von unseren Abf?llen wie Schwei? oder Talg, bilden aber gleichzeitig eine Barriere gegen krankmachende Keime. Wie eine Armee bek?mpfen sie jeden Neuank?mmling auf der Haut oder den Schleimh?uten, indem sie ihn umzingeln und ihm die Nahrung wegfressen oder ihn mit todbringenden Giftl?sungen anspritzen.

In der H?hle des L?wen

In unserem Mund k?mpfen Milliarden Bakterien ums ?berleben. Verdauungsenzyme greifen sie an und stehlen ihnen die erhoffte Nahrung. Die Zahnb?rste zerst?rt jeden Tag aufs neue die komplex aufgebauten Bakterienkolonien und zu allem ?berfluss k?nnen Am?ben und Gei?eltierchen einer kleinen Bakterienmahlzeit nicht widerstehen. Zum Gl?ck f?r uns fressen die Am?ben dabei auch krankheitserregende Bakterien, die sich mit eingeschlichen haben. Aber auch die Bakterien erf?llen ihren Zweck: Sie halten unser Immunsystem auf Trab und st?rken es f?r den Fall, dass wirklich gef?hrliche Keime angreifen.
Untermieter mit Nebenwirkungen

Auch in unseren Haaren haben es sich kleine Lebewesen bequem gemacht: die Haarbalgmilben. Man sch?tzt, dass jeder Zweite die 0,3 Millimeter gro?en Spinnentierchen mit sich spazieren tr?gt. Sie verlassen ihre Behausungen an der Haarwurzel nur nachts, um sich zu paaren oder ein neues Zuhause zu suchen. Auf Nahrungssuche m?ssen sie sich nicht begeben, denn das nahrhafte Material der Haarwurzel und das reichhaltige Sekret aus der Talgdr?se wachsen der Milbe buchst?blich in den Mund.

Juckende Schmarotzer

Weit weniger harmlos ist die Kr?tzmilbe. Sie bohrt sich in die Hornhaut an Handgelenken, Achseln oder in der Genitalregion und frisst sich langsam vorw?rts. Jeden Tag legt sie in den dadurch entstandenen Gang zwei bis drei Eier. Aus ihnen schl?pfen Larven, die sich wieder an die Hautoberfl?che graben, um sich zu paaren. Sie sind der Ausl?ser der roten, stark juckenden Pusteln. Heutzutage ist die Kr?tzemilbe wieder auf dem Vormarsch und bef?llt vor allem junge Erwachsene aus allen Bev?lkerungsschichten. Um die Milbe wirksam zu bek?mpfen, hilft allein eine fl?chendeckende und mehrfach wiederholte Behandlung mit Lindan-haltigen Pr?paraten.

Die Milbe in unserem Bett

Nicht auf uns, aber in unserer N?he hat sich ein anderer Parasit angesiedelt. Besonders Allergiker leiden unter diesem Zeitgenossen: der Hausstaubmilbe. Sie wohnt in Decken, Kissen, Teppichen und Sofas und ern?hrt sich von unseren abgefallenen Hautschuppen. Von den ein bis zwei Gramm Hautschuppen pro Tag, die wir verlieren, leben 1,5 Millionen Hausstaubmilben. Die 0,3 Millimeter gro?en Mitbewohner sind harmlos, aber ihr Kot l?st bei 15 Prozent der Bev?lkerung verstopfte Nasen, Hustenanf?lle und Atemnot aus ? die Hausstauballergie. Gegen die Milben hilft nur putzen, saugen und l?ften.



? Welt der Wunder GmbH

Quelle:
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hause, lebensraum, mensch


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