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Adobe in Kauflaune: PDF ?bernimmt Flash (Pit-Bumm, 18.04.2005, 21:45)
Adobe in Kauflaune: PDF ?bernimmt Flash
Adobe Systems kauft Macromedia f?r 3,4 Milliarden Dollar
Adobe Systems wird f?r 3,4 Milliarden Dollar in Aktien den Softwarehersteller Macromedia ?bernehmen. Die beiden Unternehmen bieten nicht nur ein vergleichbares und umfassendes Spektrum an Software f?r Dokumenten-Management und Publishing-Tools, sondern besitzen jeweils zumindest eine Technologie, die sich weltweit auf beinahe jedem Rechner befindet.
So stammt der Acrobat-Reader f?r PDF-Dateien (Portable Document Format) aus dem Hause Adobe. Und praktisch jeder Browser kann Flash, das Videos oder Animationen auf Webseiten bringt. Damit k?nnte das neue Unternehmen, sollte die Transaktion bis zum Herbst abgeschlossen sein, sogar dem Softwaremonolith Microsoft gef?hrlich werden. Flash wie Reader sind jeweils auf mehr Ger?ten als das Betriebssystem Windows von Microsoft.
Die Unternehmenskulturen der beiden Hersteller seien so ?hnlich, dass "sie vermutlich Zwillinge sind, die bei der Geburt getrennt wurden", erkl?rte Bruce Chizen, CEO bei Adobe und k?nftig auch bei Macromedia, im Wallstreet Journal. Steven Elop wechselt vom Macromedia-CEO-Posten zum President f?r weltweite Operationen. Beide f?hren im ?brigen weniger Kostenreduzierung, als vielmehr Wachstumsaussichten als Motiv f?r diese ?bernahme ins Feld.
Die Produkte w?rden sich gut erg?nzen, aber dabei gebe es auch ?berlappungen, wie Bola Rotibi, Senior Analyst bei Ovum, erkl?rte. Das sei ein Problem, das in der Zukunft angegangen werden m?sse. Beide h?tten jedoch gro?artige Cross-Platform-Technologien, "und wenn sie die Allgegenw?rtigkeit des PDF Readers und von Flash ausn?tzen k?nnen und sie sich auf das Mantra 'Jeder Nutzer, ?berall' konzentrieren, dann werden beide in einer gl?nzenden Position sein, k?nftig die Richtung der Industrie zu bestimmen."
Sp?testens seit Adobe begonnen hat, den Reader auch auf Handhelds und Handys zu bringen, d?rfte den Redmondern der Acrobat vom Dorn zum Balken im Auge herangewachsen sein. Schon seit einiger Zeit wird PDF von Microsoft als langfristige Bedrohung angesehen. In Longhorn, so glaubt die Industrie, werde Microsoft Technologien integrieren, mit denen sich das Adobe-Tool er?brigt. Analysten sehen schon die Vorzeichen einer schweren Auseinandersetzung zwischen den beiden Unternehmen am Himmel aufziehen.
Chizen glaubt sich zusammen mit Macromedia aber gegen?ber Microsoft im Vorteil. "Beide Unternehmen haben sich auf einen Bereich konzentriert, den Microsoft nicht angegangen ist." In dem gr??eren Verbund hofft er, besser gegen die Konkurrenz aus Redmond gewappnet zu sein.
Adobe gibt f?r jede Macromedia-Aktie in einem festgelegten Tauschverh?ltnis 0,69 Adobe-Anteile aus. F?r die Aktion?re bedeutet das knapp 42 Dollar und rund 25 Prozent mehr als die 33,5 Dollar, die das Macromedia-Papier an der Nasdaq bei der Bekanntgabe der ?bernahme wert war. Adobe teilte mit, dass bereits beide Boards der ?bernahme zugestimmt h?tten.
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