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Alt 06.03.2005, 17:02
Pit-Bumm
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Die Macht der Musik - Wie uns Kl?nge beeinflussen k?nnen (Pit-Bumm, 06.03.2005, 17:02)


Die Macht der Musik - Wie uns Kl?nge beeinflussen k?nnen

Wenn die Lichter ausgehen, herrscht einen Moment lang totale Stille in der Halle. Tausende Teenager halten den Atem an. Dann geht die Show los. Europas gr??te regelm??ige Chartshow ?THE DOME? erobert ihre Zuschauer im Sturm. Ein Sturm der Kl?nge und der Emotionen. Denn Musik l?st wie kaum eine Sinneswahrnehmung Gef?hle in unserem K?rper aus. Selbst ?rzte entdecken jetzt ihre Wirkung neu und wollen Krankheiten mit Musik heilen. Doch wie ver?ndert Musik eigentlich unser Empfinden? Die Verhaltensforscherin Christiane Tramitz hat Teenager bei ihrem Besuch von ?THE DOME? begleitet und ihre Gef?hle dokumentiert.

Gef?hlsachterbahn ?THE DOME?

Die Verhaltensforscherin Christiane Tramitz wollte es genau wissen. Sie begleitete Teenager bei ihrem Besuch der RTL2-Chartshow ?THE DOME? und fragte sie, wie die Musik sie ber?hrt. Eindeutiges Ergebnis der lebensnahen Studie: Die Show bietet einen ?Parcours der Emotionen?, der alle Zuschauer mit Gl?cksgef?hlen geradezu ??bersch?ttet?. Tramitz ist ?berzeugt: THE DOME hat mehr zu bieten als andere Musikerlebnisse. Durch die Auswahl und die Anordnung der K?nstler werden die jungen Fans auf eine Achterbahn-Fahrt der Gef?hle mitgenommen. Nat?rlich verst?rken der gro?e Bekanntheitsgrad der Musiker, das Zusammengeh?rigkeitsgef?hl und die M?glichkeit, durch die CDs das Konzert noch einmal zu erleben, die positive Erinnerung. Doch ausschlaggebend ist die Musik. Tramitz erkl?rt: ?Die Abwechslung zwischen aktivierender und entspannender Musik h?lt den Spannungszustand am effektivsten aufrecht. W?hrend des Zuh?rens ?lauscht? der K?rper mit und versucht, seinen Puls dem Taktschlag anzugleichen. Die Aussch?ttung k?rpereigener Gl?ckshormone wird auf diese Weise garantiert.?

Jedem seine ganz eigene Musik

Ist Musik ein Allesk?nner? Nicht ganz, denn die Wirkung von Musik h?ngt immer auch vom Individuum ab.
?Was musikalisch anspricht, ist letztlich eine Frage der individuellen Biographie,? erkl?rt der Musikpsychologe Reinhard Kopiez. Neben der pers?nlichen Neigung ver?ndern auch das Alter und die sozialen Umst?nde das H?rempfinden. Professor Decker-Voigt warnt daher vor allgemeiner Musikpharmazie: ?Von allen Verfahren, bei denen eine Musik bei drei Leuten gleichzeitig dieselben Wirkungen provozieren soll, halte ich wenig.?
Ganz im Gegensatz zum Massen-Musikerlebnis ?THE DOME?. Dort treffen sich Jugendliche, die gerade ihr Musikgeschmack zusammenbringt. Ein Konzertbesuch lohnt also, von ?THE DOME? bis zum klassischen Konzert ? Hauptsache, es trifft den pers?nlichen Geschmack. Dann steht dem k?rpereigenen Endorphin-Kick nichts mehr im Weg.
Kl?nge als Kulturerbe

Ob zur Entspannung, Aufheiterung oder allein zur Untermalung des Alltags - fast jeder Mensch h?rt gerne Musik. Weil sie wirkt. Fr?hliche Musik stimmt uns positiv, traurige melancholisch, aggressive kann beleben oder helfen, Stress abzubauen.

Die Wirkung auf Menschen ist sogar messbar: Aktivierende Musik erh?ht den Blutdruck, Puls und Atemfrequenz. Entspannende Kl?nge senkt diese Werte. Doch Musik kann noch mehr: Wohlklingend setzt sie im K?rper Endorphine frei, und das sorgt f?r gute Laune. Stresshormone im Blut werden reduziert, Hirnstr?me ver?ndern sich und bestimmte Hirnpotenziale werden messbar st?rker angeregt als zum Beispiel durch Sprache. Zudem haben Forschungen gezeigt, dass die Wahrnehmungs- und Erlebnisf?higkeiten des Gehirns trainiert wird.

Biblische Ein-Mann-Band

Schon vor vielen Jahrtausenden begannen Menschen bzw. ihre Vorfahren, zu musizieren. Arch?ologen fanden Knochenfl?ten, die ca. 35.000 Jahre alt waren! Die alten ?gypter hatten bereits Trommeln und Trompeten. Und die Bibel berichtet, wie Davids Harfenspiel K?nig Saul von seiner Schwermut erl?ste. Das Wissen um die Wirkung der Musik scheint angeboren. Doch warum ist das so? Musik ist schlie?lich nicht ?nat?rlich?.

Warum Musik so eine starke Wirkung auf K?rperfunktionen hat, scheint inzwischen gekl?rt. Kl?nge und Rhythmus spielen in unserer Umwelt eine gr??ere Rolle, als wir zun?chst ahnen. ?Der Rhythmus von Mutters Herzschlag und der Klang ihrer Stimme sind das Erste, T?ne vermutlich das Letzte, was wir von dieser Welt wahrnehmen?, sagt Friederike von Hodenberg, Musiktherapeutin am Universit?tskrankenhaus Eppendorf.
Musik als Medizin

Viele Vorg?nge im menschlichen K?rper laufen in Rhythmen ab: Puls- und Atemfrequenz, Hirnstr?me oder der Hormonzyklus. Zus?tzlich liegt der H?rsinn im Gehirn direkt neben dem limbischen System. Dort verarbeitet unser Gehirn alle Emotionen. Wissenschaftler in Stanford best?tigten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der G?nsehaut, die durch Musik entstehen kann, und der gesteigerten Endorphin-Produktion. Der Pharmakologe Avram Goldstein spricht von ?emotionalen Informationspaketen?, die bei rhythmischen Bewegungen zu Musik direkt in den Teil des Gehirns geleitet werden, der die Emotionen steuert.

Praktische Lernhilfe

?bung macht den Meister, das gilt auch f?r Musizierende. Sie profitieren jedoch in vielerlei Hinsicht von ihrer T?tigkeit. Besonders der Austausch zwischen beiden Gehirnh?lften ist nachweislich aktiver. Manche Hirnregionen sind gar bis zu 130 Prozent gr??er als bei Nichtmusikern. Geh?rtraining schult nicht nur das musikalische Verm?gen. Eine sechsj?hrige Studie in Berlin belegt, dass besonders der Motivationsschub, ausgel?st durch die Hormone, die Lernleistungen und den IQ der Testkinder stark verbessern konnte, auch in nicht-musikalischen Bereichen wie r?umlich-mathematischem Denken.

Medikament ohne Nebenwirkung

L?ngst haben auch Mediziner die Wirkung der Musik erkannt. Antike ?berlieferungen von Heilges?ngen gelten nicht l?nger als poetische Fantasien. Professor Hans-Helmut Decker-Voigt, Leiter des Hamburger Instituts f?r Musiktherapie, ist fest von der heilenden Wirkung der Musik ?berzeugt. In einem Interview mit der Zeitschrift GEO berichtet er von Krebspatienten, denen ?ber musikalische Improvisation beigebracht wurde, sich aktiv mit Neuem auseinander zu setzen, eben auch mit dem Tumor in ihrem K?rper. ?Denn Leben mit einer t?dlichen Krankheit hei?t: Umgang mit Neuem ?ben. Wir haben hoffnungslose F?lle erlebt, in denen der Krebs medizinisch nicht erkl?rbar zur?ckging,? berichtet er begeistert.



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beeinflussen, klnge, knnen, musik


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