Telekom will DSL-Zuf?hrung um 130 Prozent verteuern
Die Deutsche Telekom hat bei der RegTP eine drastische Verteuerung des DSL-Vorleistungsprodukts "ZISP" beantragt. Damit w?rde der Zugang zum Breitband-Internet f?r die Alternativprovider deutlich teurer.
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Die Telekom hat abermals bei der RegTP einen Antrag auf Verteuerung des DSL-Vorleistungsprodukts "ZISP" gestellt. Die Abk?rzung steht f?r die Zuf?hrung des Online-Datenverkehrs von T-DSL-Nutzern zu den Internet-Service-Providern mit eigener Internet-Plattform. ZISP ist derzeit sowohl in Kombination mit T-DSL- als auch mit Resale-DSL-Anschl?ssen das entscheidende und einzig verf?gbare Zuf?hrungsprodukt im bundesweiten DSL-Wettbewerb. Sprich, um ZISP kommt niemand herum, der einen T-DSL-Anschluss hat, unabh?ngig davon, welchen Provider er nutzt.
ZISP h?her = Endkundenpreise steigen vermutlich
Die ZISP-Nutzung ist also f?r alle Privatkunden-Anbieter, die auf DSL-Anschl?ssen der Telekom aufsetzen, zwingend notwendig. "Da der Ex-Monopolist weiterhin darauf beharrt, freiwillig keine Alternative in Form weiterer Bitstream-Produkte anzubieten und zur Durchsetzung solcher Angebote voraussichtlich zeitintensive Regulierungs- und Gerichtsverfahren anstehen, beh?lt 'ZISP' weiterhin seine weichenstellende Funktion f?r das Breitbandwachstum in Deutschland," so VATM-Gesch?ftsf?hrer J?rgen Gr?tzner, dessen Verband eine weitere Erh?hung des Vorleistungsprodukts f?r wettbewerbsfeindlich h?lt. Weiter erh?hte Entgelte w?rden sich auch in den Endkundenpreisen niederschlagen und so die Marktentwicklung abschw?chen, bef?rchtet der VATM.
Was wird der Regulierer entscheiden?
Da die seit September 2003 g?ltige Entgeltgenehmigung f?r ZISP Ende September ausl?uft, muss die Regulierungsbeh?rde bald wieder ?ber die neuen Preisantr?ge der Deutschen Telekom entscheiden. Vor knapp einem Jahr war der Telekom erstmals genehmigt worden, von den Wettbewerbsunternehmen zus?tzlich zu festen monatlichen Betr?gen f?r die Bereitstellung der Zusammenschaltung an den ?bergabepunkten zus?tzliche auch nutzungsabh?ngige Entgelte zu verlangen. Aktuell zahlen die Wettbewerber daf?r 63,25 Cent je 10 Kbit/s-Einheit. Ab Oktober will die Telekom, so der neue Antrag, 1,55 Euro f?r eine solche Einheit verlangen, was einer Erh?hung um mehr als 130 Prozent entspricht.
Statt einer Preiserh?hung w?re aus Sicht des VATM eine Senkung der ZISP-Entgelte um mindestens 20 bis 30 Prozent anzuraten - auch und gerade, um im europ?ischen Umfeld wettbewerbsf?hig zu bleiben.
Am morgigen 24. August findet eine ?ffentliche Anh?rung zur ZISP-Entgeltgenehmigung statt.
Quelle: Dsl-Magazin.de